OYM

«Es ist ein grosses Privileg, Teil der Handball-Akademie sein zu dürfen»: Drei junge Aargauerinnen sind beim Start dabei

Am Montag sind zum Auftakt der Handball-Akademie am OYM auch drei junge Aargauerinnen mit dabei.

Am Montag sind zum Auftakt der Handball-Akademie am OYM auch drei junge Aargauerinnen mit dabei.

Heute nimmt die Handball-Akademie des Verbandes am Spitzensportzentrums OYM in Cham ihren Betrieb auf – mit dabei sind auch die drei jungen Aargauerinnen Nuria Bucher (15) aus Buchs, Jessica Müller (16) aus Endingen und Nora Snedkerud (15) aus Widen.

Endlich ist es so weit. Die Vorbereitungen liefen seit Wochen und Monaten. Den heutigen Tag haben sie richtiggehend herbeigesehnt. Sie, das sind die Verantwortlichen des Schweizerischen Handballverbandes SHV sowie eine Hand voll ausgewählter Nachwuchsspielerinnen. Die zehn aussichtsreichsten Talente der Jahrgänge 2004 und 2005 – darunter drei Aargauerinnen – nehmen heute Montag an der Handball-Akademie im OYM ihre mit dem Spitzensport kombinierte Matura beziehungsweise KV-Lehre in Angriff.

Wie der Grossteil ihrer Kolleginnen auch, wohnen Nuria Bucher (Spono Eagles) aus Buchs, Jessica Müller (LK Zug) aus Endingen und Nora Snedkerud (LK Zug) aus Widen für die Zeit am OYM – die Abkürzung steht für «On your marks» (Auf die Plätze) – jeweils von Montag bis Freitag bei Gastfamilien in der Nähe des Spitzensportzentrums in Cham.

Seit über einem Jahr ist klar, dass sie bei der Eröffnung dabei sein werden und zu den ersten gehören, welche die vierjährige Ausbildung an der Handball-Akademie absolvieren werden. Nun freuen sich die drei Aargauerinnen unter den Teilnehmerinnen unisono «mega», dass es endlich losgeht. «Aber ich bin auch ein bisschen nervös, weil es etwas komplett Neues ist», sagt die 16-jährige Müller.

Die 16-jährige Jessica Müller aus Endingen.

Die 16-jährige Jessica Müller aus Endingen.

Ihre vom Handballverband sorgfältig ausgelesenen Gastfamilien haben sie alle bereits in den vergangenen Wochen kennen gelernt. Sie sollen sich auch in ihrem neuen Zuhause unter der Woche möglichst wohlfühlen. «Ich habe mich auf Anhieb gut mit meiner Gastfamilie verstanden. Das passt», sagt die 15-jährige Snedkerud stellvertretend.

Die 15-jährige Nora Snedkerud aus Widen.

Die 15-jährige Nora Snedkerud aus Widen.

Gastspielerinnen sorgen für Trainingsbetrieb in Vollbesetzung

Wenngleich allen dreien ihre Familie fehlen wird und sie wissen, dass diese sie ebenfalls vermissen werden, ist die 15-jährige Bucher dennoch überzeugt: «Meine Eltern freuen sich sehr darüber, dass ich diese Chance erhalte. Es ist ein grosses Privileg, Teil der Handball-Akademie sein zu dürfen.»

Die 15-jährige Nuria Bucher (Spono Eagles) aus Buchs.

Die 15-jährige Nuria Bucher (Spono Eagles) aus Buchs.

Die zehn Teilnehmerinnen der Handball-Akademie werden für einen Teil der Handballtrainings regelmässig mit Gastspielerinnen aus nationalen Förderkadern ergänzt. Dies, damit Spielsituation in Vollbesetzung trainiert werden können. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Es ist vorgesehen, dass die Anzahl an Gastspielerinnen mit dem sukzessiven Ausbau der Akademie auf ihre Maximalkapazität von 16 Teilnehmerinnen in den kommenden Jahren reduziert wird. Regelmässige Stützpunkttrainings der A-Nationalmannschaft werden jedoch auch weiterhin im OYM stattfinden.

Ex-Nati-Spielerin Karin Weigelt als Ansprechperson

Zwar geht die Coronakrise auch an der Handball-Akademie nicht ganz spurlos vorbei, aber die Einschränkungen seien sehr klein, betont Karin Weigelt, SHV-Projektleiterin und ehemalige Handballspielerin. «Klar, die gängigen Massnahmen wie Masken, Abstand und Desinfektion werden abseits der Platte natürlich eingehalten. Aber der Trainingsbetrieb kann mehr oder weniger normal aufgenommen werden», sagt die 36-Jährige, die in ihrer Karriere 127-mal für das Schweizer Nationalteam aufgelaufen ist.

Ex-Nati-Spielerin Karin Weigelt ist Projektleiterin der Handball-Akademie.

Ex-Nati-Spielerin Karin Weigelt ist Projektleiterin der Handball-Akademie.

Weigelt übernimmt als Projektleiterin der Handball-Akademie ausschliesslich Aufgaben abseits der Platte und ist deshalb für die Teilnehmerinnen Ansprechperson Nummer eins. Als «Handball-Mami» sieht sie sich deshalb aber nicht: «So würde ich das nicht sagen. Ich sehe meine Aufgabe eher darin, die Spielerinnen auf ihrem Weg zu selbstbewussten jungen Frauen zu begleiten. Aber klar, wenn es etwas gibt, dann bin ich für sie da.»

Wie die Spielerinnen auch ist Weigelt voller Vorfreude darüber, wenn es heute für die Handball-Akademie im OYM endlich heisst: Auf die Plätze, fertig, los!

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