FC Aarau

Erstes Spiel, erstes Tor: Traumeinstand für Toptransfer Marco Schneuwly

Auf der Heimreise vom Kurztrainingslager im Wallis legte der FC Aarau in Emmenbrücke einen Zwischenstopp ein und testete gegen den SC Kriens. Die Erkenntnisse: Der neue Stürmer trifft sogleich, die Defensive ist noch zu wacklig. Und der FC Aarau hat einen neuen Captain.

Der Name Marco Schneuwly steht für Tore: In 333 Super-League-Spielen für Sion, YB, Thun und Luzern traf er insgesamt 103 Mal. Vor ihm in der ewigen Torschützenliste steht nur der heutige FCB-Sportdirektor Marco Streller (111 Tore). Der Auftrag an Schneuwly nach dem Wechsel ins Brügglifeld ist klar: Mit seiner Treffsicherheit soll er dem FC Aarau zu neuen Höhenflügen verhelfen.

So gesehen konnte sich Schneuwly keinen besseren Einstand bei seinem neuen Arbeitgeber (Vertrag bis 2020) wünschen: Gleich im ersten Testspiel gegen Challenge-League-Aufsteiger Kriens traf er ins Schwarze, das Tor zum 2:2 bedeutete gleichzeitig den Endstand.

Und so kam Schneuwlys Premierentor zustande: Nach Zuspiel von Gezim Pepsi drehte sich der 33-Jährige elegant um seinen Gegenspieler und vollendete den schönen Angriff mit einem Flachschuss ins Eck. 

Marco Schneuwly soll dem FC Aarau mit seinem Torinstinkt helfen.

Marco Schneuwly soll dem FC Aarau mit seinem Torinstinkt helfen.

Abgesehen von seinem Treffer blieb Schneuwly unauffällig. Kein Wunder, nachdem er erst vor drei Tagen zu seinen neuen Teamkollegen stiess. Nach der Unterschrift am Montag unter den bis 2020 gültigen Vertrag reiste Schneuwly mit Sportchef Sandro Burki ins Kurztrainingslager im Wallis, um schnellstmöglich integriert zu werden.

"Ich bin jetzt drei Tage bei der Mannschaft: Es gefällt mir gut und ich fühle mich wohl. Umso schöner, dass es gleich im ersten Spiel mit dem Toreschiessen geklappt hat", sagt er. Dass die Erwartungen an ihn hoch sind, ist ihm bewusst. Gleichzeitig sagt Schneuwly: "Wir sind als Team gefordert. Ich will der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen." (mehr zu Marco Schneuwly lesen Sie in der nächsten Ausgabe der "Schweiz am Wochenende)

Offensiv top, defensiv naja

Die zweite erfreuliche Erkenntnis neben Schneuwlys nicht verlorener Torgefährlichkeit ist die, dass die Aarauer Offensivmaschinerie gut zu funktionieren scheint. In allen bisherigen Testspielen gelangen dem Team von Trainer Patrick Rahmen mindestens zwei Tore. So auch gegen Kriens, gegen den der FCA gemessen an der Anzahl Chancen hätte gewinnen müssen.

Dass es am Ende "nur" 2:2 stand, ist einerseits der mangelnden Effizienz, andererseits der löchrigen Hintermannschaft geschuldet. Rahmen sagt denn auch: "Mit der Offensivleistung kann ich gut leben. Aber wir lassen weiterhin zu viele Chancen für den Gegner zu, daran müssen wir in der verbleibenden Zeit bis zum Meisterschaftsstart arbeiten."

Am 21. Juli startet der FC Aarau mit dem Heimspiel gegen Servette in die neue Saison. Gegen eine der stärksten Offensiven der Liga wird sich zeigen, ob bis dahin die Defensivmängel behoben werden können.

Gianluca Frontino löst Rossini als Captain ab

In den vier Tagen im Wallis, die unter dem Motto "Teambuilding" standen, bestimmte Rahmen einen neuen Captain: Künftig wird Gianluca Frontino die FCA-Mannschaft aufs Feld führen. Er löst Patrick Rossini ab, der wegen eines Kreuzbandrisses erst im nächsten Jahr wieder spielen kann. Frontinos Stellvertreter Goalie Steven Deana und der derzeit noch verletzte Marco Thaler. Neben diesem Trio besteht der Mannschaftsrat aus den Routiniers Elsad Zverotic, Marco Schneuwly und Nicolas Schindelholz sowie Mats Hammerich als Vertreter der jungen Garde. 

Apropos Hammerich: Das FCA-Eigengewächs gehört zu den Gewinnern der bisherigen Vorbereitung und dürfte, sofern er gesund bleibt, die Saison als Stammspieler im zentralen Mittelfeld beginnen. Im Testspiel gegen Ligakonkurrent Kriens wurde aber auch deutlich: Neben Hammerich kann der FCA einen Anführer im Zentrum gut gebrauchen. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten läuft denn auch. Zudem soll noch ein Stürmer verpflichtet werden.

Das nächste Testspiel trägt der FC Aarau am Samstag in Oberdiessbach gegen den FC Thun aus (Anpfiff 14.30 Uhr).

Das Telegramm zum Testspiel gegen Kriens:

SC Kriens – FC Aarau 2:2 (2:2)

Gersag, Emmenbrücke. – 100 Zuschauer. – SR: Piccolo. – Tore: 17. Chihadeh 1:0. 21. Liechti 1:1. 30. Siegrist 2:1 (Foulpenalty). 36. Schneuwly 2:2.

Kriens: Osigwe; Urtic, Elvedi, Fanger, Kleiner; Cirelli; Schilling, Siegrist, Costa; Sulejmani, Chihadeh.

Aarau: Deana; Giger (46. Peralta), Zverotic (46. Corradi), Schindelholz (46. Leo), Perrier (46. Obexer); Pepsi (62. Randjelovic), Hammerich (62. Cissé); Liechti (62. Ramadani), Frontino (46. Tasar), Peyretti (46. Romano); Schneuwly (46. Lüscher-Boakye).

Bemerkungen: Aarau ohne Burkard, Jäckle, Lujic, Mehidic, Misic, Rossini und Thaler (alle abwesend), dafür mit den Testspielern Martin Liechti (FC Basel) und Daniele Romano (FC Wohlen) sowie Aboubacar Cissé (Team Aargau U18). – 22. Pfostenschuss Siegrist.

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