Handball NLA
Erste Niederlage im sechsten Pflichtspiel – HSC Suhr Aarau verliert beim HC Kriens-Luzern mit 23:26

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben im wettbewerbsübergreifend sechsten Pflichtspiel der Saison 2017/18 ihre erste Niederlage erlitten. In einem offenen, harten und intensiven Schlagabtausch unterlagen sie dem HC Kriens-Luzern am Ende bitter mit 26:23, nachdem zur Pause ein ausgeglichenes Skore von 13:13 die Anzeigetafel der mit 500 Zuschauern gut besuchten Krauerhalle zierte.

Lukas Wernli
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Tim Aufdenblatten (M.) spielte gegen Kriens-Luzern sehr auffällig, konnte die erste Saisonniederlage aber auch nicht verhindern.

Tim Aufdenblatten (M.) spielte gegen Kriens-Luzern sehr auffällig, konnte die erste Saisonniederlage aber auch nicht verhindern.

foto-net / Alexander Wagner

Der erste Durchgang gestaltete sich äusserst ausgeglichen. Keines der beiden Teams vermochte sich dabei um mehr als zwei Tore abzusetzen. Vor allem Tim Aufdenblatten drückte dem HSC-Spiel offensiv wie defensiv seinen Stempel auf. Traf er nicht selber, bediente er Kreisläufer Martin Slaninka sehenswert oder setzte einen seiner Nebenleute im Rückraum in Szene.

Unter den Augen von Nationaltrainer Michael Suter führte der beste U21-Nachwuchsspieler der vergangenen Saison und Team-Topscorer seine Farben zum ausgeglichenen, spiel-wiederspiegelnden und damit gerechten 13:13-Pausenstand.

Kriens startet besser in Durchgang zwei

Überzeugender und besser starteten dann die Gastgeber in den zweiten Durchgang, führten bis zur 43. Spielminute mit 21:17, als HSC-Linkshänder Nikola Isailovic mit einem schmerzhaften Pferdekuss ausschied. Zuvor kaufte ihm der immer stärker werdende Krienser-Rückhalt Paul Bar zwei Würfe ab. Seine Leistungssteigerung führte die Hausherren gar zur zwischenzeitlich deutlichen 24:18-Führung nach 47 Minuten, die HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann früh zwang, sein letztes Timeout einzuberufen.

Danach agierte sein Team mit dem Mittel des siebten Feldspielers und liess dank leidenschaftlicher Abwehr und grandiosem Rückhalt Dario Ferrante während der nächsten elf Minuten keinen Gegentreffer mehr zu, während es selbst vier Mal traf.

Am Ende reichte es nicht zur Wende

Bis auf 24:22 kam es so an die Hausherren heran – der Glaube war da längst zurück, als Bar dem freistehenden Slaninka den Anschlusstreffer zum 24:23 verwehrte. Beim vorentscheidenden Krienser-Treffer musste Ferrante dann aufgrund des praktizierten siebten Feldspielers schon auf der Bank verweilen, dass Spengler überhaupt ins verwaiste Tor traf.

Das Momentum kehrte nicht mehr auf die Seite der Gäste – am Ende resultierte eine bittere 23:26-Niederlage. Die erste der Saison, «aus der wir unsere Schlüsse ziehen und stärker zurückkommen werden», sagte Cheftrainer Kaufmann nach dem Spiel.

Am Donnerstag das TV-Spiel

Bereits am kommenden Donnerstag, 28. September 2017 steht für den nun Tabellenvierten der nächste Ernstkampf auf dem Programm. Das Spiel gegen GC Amicitia Zürich wird dabei durch den neuen TV-Sender «MySports» ab 20.15 Uhr live aus der Saalsporthalle übertragen.

Telegramm

Kriens-Luzern - Suhr Aarau 26:23 (13:13)

600 Zuschauer. - SR Keiser/Rottmeier. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 2-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.

Kriens-Luzern: Willimann (16. Bar); Fellmann, Wipf (1), Blättler (5/4), Engler (5), Spengler (5), Vögtli (2), Alili (4), Baviera (1), Brücker (1), Ramseier (1), Schramm (1).

Suhr Aarau: Radovanovic (41. Ferrante); Reichmuth (2), Isailovic (2), Skvaril (3/2), Romann, Aufdenblatten (10), Rohr (1), Strebel (1), Slaninka (4).

Bemerkungen: Je ein verschossener Penalty.