Curling

Erste Austragung des Schweizer Cups: Bern wird Favoritenrolle gerecht

Am letzten Wochenende fand die erste Austragung des Curling Schweizer Cups in Biel statt. Die besten Elite-Teams der Herren, Frauen und Mixed Doubles spielten gleichzeitig am selben Ort um den ersten Cupsieg und die Teilnahme am Curling World Cup in Schweden Ende Januar.

Mit dabei auch das Herren-Team Bern mit den beiden Aargauern Marcel Käufeler (Wettingen) und Romano Meier (Ehrendingen), dem Ostschweizer Michael Brunner (Tiefen) und dem Solothurner Yannick Schwaller (Halten).

In zwei Gruppen wurden die Gruppensieger ermittelt, welche im Cupfinal den Titel ausspielten. In der Gruppe A waren die Genfer Olympia-Dritten um Peter de Cruz topgesetzt, Gruppe B wurde vom Schwaller-Team angeführt.

Und die Berner wurden ihrer Favoritenrolle gerechtet. Mit fünf souveränen Siegen qualifizierten sie sich ungeschlagen für den Cupfinal - gegen das ebenfalls ungeschlagene Genfer Team.

Die bisherigen Begegnungen zwischen diesen beiden Teams in der Saison 2018/19 gingen mit einer 3-1 Bilanz an die Genfer - doch der erste Sieg der Berner stammt vom vorherigen Wochenende am Grand Slam in Neufundland, Kanada, als die Berner die Genfer im Zusetzend besiegen konnten um sich für ein Tie-Break zu qualifizieren. Dort scheiterten sie am Hausherren, dem Weltmeister von 2017 Team Gushue, den sie in einem spektakulären Auftaktsmatch noch 8:6 besiegen konnten.

Genau so eng wie die letzte Direktbegegnung mit den Genfern verlief auch diese Austragung: Die Genfer übernahmen nach drei Ends die Führung mit 3:1, doch die Berner können mit zwei gestohlenen Steinen im sechsten End die Führung auf ihre Seite ziehen.

Nach einer spannenden Schlussphase gleichen die Berner mit dem letzten Stein von Yannick Schwaller die Partie im 8. End aus. Anders als üblich kommt es nicht zu einem Zusatzend, sondern angelehnt an die Regeln des Curling World Cups zu einem Shoot-Out. Das bedeutet, dass beide Teams nur einen Stein möglichst nahe ans Zentrum des Hauses spielen und der nähere Stein gewinnt. Sowohl die Berner, wie auch die Genfer legen ihren Stein knapp neben das Zentrum - von Auge nicht unterscheidbar wer näher ist. Die Messentscheidung bringt dann Klarheit - Die Berner gewinnen um 2.7 Zentimeter und feiern einen grossen Erfolg.

Sie qualifizieren sich für den World Cup in Jönköping vom 30. Januar bis 03. Februar 2019 und machen eine Kampfansage an das Team von Peter de Cruz für die in Thun stattfindenden Schweizer Meisterschaften (10.-16. Februar 2019).

«Für uns ist dieser Sieg mehrfach von grosser Bedeutung», sagt Meier zur Leistung seines Teams. «Uns war in allen Begegnungen gegen Genf klar, dass wir sie schlagen können. Doch es dann auch in Tat umsetzen zu können gibt uns noch zusätzliches Selbstvertrauen.»

Und Käufeler freut sich ebenfalls: «Die Qualifikation für den World Cup gibt uns eine weitere Möglichkeit gegen die besten der Welt zu spielen. Zudem eignet es sich perfekt als Vorbereitung auf die Schweizermeisterschaft.»

Der dritte Rang geht etwas überraschend an die Aarauer Equipe um Skip Michael Müller, die sich im Bronzespiel gegen den Juniorenschweizermeister Glarus durchsetzen konnten.

Bei den Frauen setzen sich die EM-Zweiten des CC Aarau um Skip Silvana Tirinzoni durch, im Mixed Doubles gewinnt Glarus mit dem Olympia-Duo Jenny Perret und Martin Rios.

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