FC Aarau

Erst setzte Aarau zur Kür an, dann folgte der Durchhänger

Aaraus Innenverteidiger Garat räumt seinen polnischen Gegner «Huckepack» aus dem Verkehr. Jan Szurek

Aaraus Innenverteidiger Garat räumt seinen polnischen Gegner «Huckepack» aus dem Verkehr. Jan Szurek

Der FC Aarau verliert den Test gegen den polnischen Spitzenklub Legia Warschau 2:4. Die Leistung von Aarau kann man mit: Erst top, dann ein Flop umschreiben.

Da erzielt Goran Antic in der 69. Minute mit einem Kopfball und nach einem Freistoss von Davide Callà das 2:2. Kurze Zeit später leistet sich der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Mittelstürmer nahe der Mittellinie einen haarsträubenden Fehlpass – und der pfeilschnelle Michal Efir bringt Legia Warschau mit 3:2 in Führung. Und nachdem Rafal Wolski nach einem Konter das 4:2 erzielt hatte, konnte der FC Aarau nicht mehr reagieren. Schliesslich gewann der Leader der höchsten polnischen Spielklasse das Testspiel gegen den Spitzenreiter der helvetischen Challenge League verdient. Verdient auch deshalb, weil sich das nach der Pause völlig umgekrempelte Team von Trainer Jan Urban um mindestens eine Klasse zu steigern wusste.

Vielversprechende Ansätze

Und der FC Aarau? Die Mannschaft von Trainer René Weiler zeigte knapp zwei Wochen vor dem Cup-Achtelfinal gegen St. Gallen vielversprechende Ansätze. Mehr noch. «Die erste Halbzeit war super», sagte Weiler. «Wir konnten das hohe Niveau allerdings nicht halten. Gegen Ende der Partie fehlte es einigen schlicht an Kraft und Konzentration.» Mit dieser Analyse traf Weiler den Nagel auf den Kopf. Die 1:0-Führung der Aarauer nach einer Viertelstunde entsprach jedenfalls dem Spielverlauf. Der erste Treffer war sogar Extraklasse. Alain Schultz spielte den Ball auf der rechten Angriffsseite in den Lauf von Daniele Romano. Der frühere Wohler lancierte nach einem Sprint über 20 Meter mit einer Massflanke Dante Senger – und der Argentinier traf mit einem Kopfball. Und hätte Artur Ionita nach Ablauf einer halben Stunde das Ziel mit einem Abschlussversuch aus kurzer Distanz nicht knapp verfehlt, wäre zur Pause sogar ein 2-Tore-Vorsprung drin gelegen.

Trotzdem ein positives Fazit

Nachdem Urban zu Beginn der zweiten Halbzeit elf neue Spieler aufs Feld schickte, wurden die Polen stärker. Nach Toren von Dominik Furmann und Efir führte Legia 2:1. Joker Antic traf zwar noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich, doch dem Schlussspurt der Polen hatte der FCA nichts Gleichwertiges mehr entgegen zu setzen. Unter dem Strich bleibt trotz der Niederlage ein positives Fazit: Der FC Aarau ist für die Rückrunde gerüstet. Am Samstag trifft Weilers Team auf den bulgarischen Verein Levski Sofia. Zwei Tage später folgt die Rückreise in die Schweiz. Und am Sonntag,3. Februar, will die Mannschaft gegen den Super-League-Klub FC St. Gallen eine kleine Cupgeschichte schreiben.

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