Schwingen
Ernüchternde Bilanz für die Aargauer Schwinger

Beim Hallenschwinget in Aarau schaffte es kein Einheimischer in den Schlussgang. Sieger wurde der Innerschweizer Christian Gwerder.

Alexander Wagner
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Sieger Christian Gwerder (mit Kopfschutz) gegen Stefan Kenel. Wagner

Sieger Christian Gwerder (mit Kopfschutz) gegen Stefan Kenel. Wagner

Bei der letzten Austragung setzte sich Kaspar Inderbitzin vom Schwingerverband am Rigi durch. Dieser wurde zwar gleich zu Beginn von Stephan und Mathias Studinger zurückgebunden und musste sich diesmal mit dem vierten Rang zufriedengeben. Aber unter den ersten vier Sägemehl-Athleten waren gleich drei Gäste, einzig der jüngste Studinger konnte in die Phalanx der Innerschweizer einbrechen.

Die Brüder Studinger vom Veranstalter aus Aarau lagen nach drei Gängen punktgleich auf dem zweiten Rang. Doch im vierten Durchgang unterlag Stephan Studinger dem Gästeschwinger Stefan Kenel und damit verspielte er seine Chance auf den Schlussgang: «Ich bin ihm eifach drigloffe», erklärte der 28-Jährige. «Und dann habe ich nicht konsequent gezogen. Sonst hätte es wohl einen gestellten Gang gegeben», meinte er. Am Schluss fehlte ihm ein Punkt für den Schlussgang.

In diesem standen sich mit Christian Gwerder und Kenel gleich zwei Rigi-Schwinger gegenüber. Im «Final» machte Gwerder kurzen Prozess und bezwang seinen Klubkollegen nach knapp drei Minuten mit einem Kurz. Damit sicherte er sich den Tagessieg während Kenel noch auf den dritten Rang zurückfiel und Stephan Studinger den zweiten Rang und damit wenigsten etwas die Ehre der Aargauer rettete.

Benjamin Gloor aus Leutwil, Patrick Räbmatter aus Zofingen und Tobias Widmer aus Rupperswil zusammen mit Mathias Studinger schafften es beim Auftritt vor heimischem Publikum noch auf die vorderen Plätze.

«Bin auf dem richtigen Weg»

Einzig Stephan Studinger konnte wohl mit dem Tag zufrieden sein. «Es ist abgesehen von meinem Patzer ganz gut gelaufen und ich bin auf dem richtigen Weg», gibt er sich zuversichtlich für den weiteren Verlauf der kurzen Hallensaison. Damit auch die anderen Aargauer noch etwas in Fahrt kommen und weitere starke Athleten wie Christoph Bieri und die Thürig-Brüder nach ihren Verletzungen wieder aktiv ins Geschehen im Sägemehl eingreifen können, bleibt glücklicherweise noch etwas Zeit: Die richtige Freiluftsaison beginnt im Aargau erst am 22. April mit dem Guggibad-Schwinget. Es bleibt zu hoffen, dass die Innerschweizer dann nicht wieder die Spitzenplätze unter sich ausmachen werden.