Seit dem vergangenen Wochenende ist klar: dank der eigenen Niederlage in Yverdon und dem gleichzeitigen Sieg des SC YF Juventus bei Stade Nyonnais schafft der FC Wohlen den «Durchmarsch» aus der Challenge League bis in die Erste Liga. Nach dem freiwilligen Abstieg aus dem Profifussball, folgt der schon etwas unfreiwilligere Abstieg aus der Promotion League. Dennoch, auch dieser ist kalkuliert.

Mit einem der niedrigsten Budgets der Liga ausgestattet wagte der FCW im vergangenen Sommer einen Neustart in der Promotion League. Nach dem 16-jährigen Abenteuer im Profifussball wollte man sich wieder vermehrt auf den Amateur- und Breitensport fokussieren. Auch die gute Jugendarbeit und die Frauenabteilung sollten gefördert, oder zumindest erhalten bleiben. Die erste Herrenmannschaft sollte wieder vermehrt auf Eigengewächse und Spieler aus der Region setzen.

Saison mit Erfolgserlebnis beenden

Dieses Ziel hat man durchaus erreicht. Sportlich versprach es keinen Erfolg. Trotzdem wird man die Arbeit auch in der kommenden Saison eine Liga tiefer weiterführen. Und ist damit auf dem richtigen Weg. Der nun feststehende Abstieg wird an diesem Konzept voraussichtlich nichts ändern.

Nun darf sich das Team rund um Trainer Thomas Jent, der seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat und auch in der neuen Liga an der Seitenlinie stehen wird, gegen «Breitsch» aus der Promotion League verabschieden. Es wird im Interesse aller Beteiligten liegen die Saison erhobenen Hauptes und vielleicht sogar mit einem Erfolgserlebnis zu beenden.

Und so ganz ohne Wert ist die Partie dann doch nicht: die FCW-Akteure können sich in dieser für das anstehende Match in der Cup-Qualifikation gegen den FC Köniz empfehlen. Dieses findet am Samstag, den 01. Juni, um 16:00 Uhr im Stadion Niedermatten statt. Eine immens wichtige Partie für die Wohler, denn eine Teilnahme im Schweizer Cup verspricht, bei günstiger Konstellation, weitere Einnahmen.