Karate

Erneut ist sie die «Chefin» in ihrer Altersklasse in Europa

Juniorinnen-Europameisterin Elena Quirici hat mächtig «Dampf» in ihren Armen und Beinen. A. Wagner

Juniorinnen-Europameisterin Elena Quirici hat mächtig «Dampf» in ihren Armen und Beinen. A. Wagner

Elena Quirici aus Schinznach hat in der Türkei ihren Juniorinnen-EM-Titel erfolgreich verteidigt.

Müdigkeit macht sich bei der Schinznacherin bemerkbar. Erholung hat sie sich jetzt redlich verdient: Nach dem Europa-Meistertitel letztes Jahr in der U18 Kategorie hat sich Quirici auch dieses Mal erneut die Krone in der U21 geholt. «Ich bin extrem müde. Nicht nur wegen der Kämpfe, sondern auch durch den mentalen Druck – konstant konzentriert zu bleiben», erzählt die junge Karateka. Ganz im Gegensatz zu den Kämpfern in der Elite-Kategorie, weiss sie an einem internationalen Turnier nicht, auf welche Gegner sie treffen wird. Nur, dass jene bestimmt die besten ihrer Kategorie sind. Kein leichtes Unterfangen, aber Quirici bleibt in nimmt es gelassen. «Nicht zu wissen, wen man als Gegner hat, ist für mich nicht wirklich schlimm. Ich weiss, was ich kann und versuche das umzusetzen», erklärt die Europameisterin.

Es war noch genug Sprit im Tank

Nach der langen Vorbereitungsphase in den Trainings und dem natürlich dazugehörenden Erholungsplan formuliert sie ihre Ziele ganz klar: Sie will in der Türkei den Titel verteidigen. «Ich nahm jeden Kampf Schritt für Schritt – Punkt um Punkt», so Quirici. Die mentale Stärke hat dabei eine grosse Rolle gespielt. Alle Kämpfe fanden für sie an einem Tag statt. «Am Morgen waren die Vorkämpfe und am Nachmittag die Finalrunden – das nagt natürlich an der Kondition», erzählt eine erschöpfte Quirici. Sie musste gegen die Vertreter aus Bosnien, der Slowakei und der Ukraine bestehen. Nach dem diese Hürde gemeistert worden war, wartete das starke England im Halbfinale, welches mit Bravour besiegt wurde. Doch ist noch genug Saft da für das Finale? Gegen die starke Maksimovic aus Montenegro? Es hiess Kräfte mobilisieren und das Ding nach Hause bringen. «Nach dem ersten Punkt im Final habe ich schon gedacht: Das lasse ich mir nicht mehr nehmen», sagt Quirici. Mit einem 1:0 und einem sogenannten «Jodanzuki» war die Angelegenheit geschaukelt und sie darf sich Europameisterin nennen.

Einladung zu den World Games

Nach diesem Erfolg steht für die junge Schinznacherin während der kommenden Monate einiges auf dem Plan. «Ich werde an der Elite-EM und der U21-WM teilnehmen. Dazwischen habe ich noch Lehrabschlussprüfungen. Und wenn die Zeit reicht, würde ich gerne meine Einladung zu den World Games (Turnier mit nicht-olympischen Disziplinen, Anm. d. Red.) im Juli wahrnehmen», erzählt Quirici. Doch vorerst wird sich ausgeruht, bis es wieder losgeht, doch nicht etwa auf den Lorbeeren – sondern ganz einfach auf einem bequemen Sofa.

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