Challenge League
Erhält der FC Aarau wegen Sven Lüscher eine Konventionalstrafe?

Beim Spitzenspiel der Challenge League zwischen Aarau und Winterthur dreht sich vieles um den neuen FCA-Mittelfeldmotor. Spielt Sven Lüscher oder spielt er nicht? Für Lüscher selbst ist der Fall klar: Stellt ihn der Tainer auf, dann spielt er.

Ruedi Kuhn
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Sven Lüscher (Mitte) möchte am Montag für den FC Aarau auflaufen.

Sven Lüscher (Mitte) möchte am Montag für den FC Aarau auflaufen.

Karl Mathis/Keystone

Setzt der FC Aarau am heutigen Montagabend im Fernsehspiel auf Teleclub ab 19.45 Uhr gegen Winterthur auf Sven Lüscher?

Ist der Neue mit dabei oder sitzt er nur auf der Tribüne?

Auf den ersten Blick ist der Fall klar: Beim Übertritt Lüschers von Winterthur zu Aarau während der Winterpause wurde vertraglich festgehalten, dass der Spieler in den beiden Rückrunden-Partien der beteiligten Vereine pausieren muss.

Kommt er doch zum Einsatz, so muss der FC Aarau eine Konventionalstrafe bezahlen. Über die Höhe der Summe vereinbarten die beiden Parteien Stillschweigen.

Starke Leistung in der Abwehr

Noch vor wenigen Tagen ging man davon aus, dass Lüscher gegen seinen früheren Verein nicht auflaufen wird. Der verletzungsbedingte Ausfall von Rechtsverteidiger Silvan Widmer bringt die Aarauer nun allerdings in Zugzwang.

Auf der rechten Abwehrseite fehlt Trainer René Weiler nämlich eine Alternative zu Widmer. Lüscher ist zwar gelernter Mittelfeldspieler, machte im Cup-Viertelfinal gegen die Zürcher Grasshoppers (1:4) auf der Position von Widmer aber gute Figur.

Er fügte sich nahtlos in die Viererabwehrkette ein, bewies läuferische und kämpferische Qualitäten. Ausserdem setzte er offensive Akzente.

Geheimnis bis kurz vor Spielbeginn

Wer die Klubbosse auf das brennende Thema anspricht, der blickt in fragende Gesichter. Unschuldsmienen machen die Runde. Keiner will sich zum heissen Fall äussern.

Die Führungscrew hält sich im Vorfeld der Partie ziemlich bedeckt. Eines steht fest: Die ganze Sache wurde in den vergangenen Tagen eingehend diskutiert.

Man hat eine Lösung im Kopf, will diese aber so lange wie möglich geheim halten. Ein Entscheid fällt also aller Voraussicht nach erst kurz vor dem Anpfiff.

Es wäre keine allzu grosse Überraschung, wenn Lüscher zur FCA-Startformation zählen würde. Sein Einsatz könnte im Brügglifeld zweifellos für Zündstoff und Emotionen sorgen. Und zwar und auf neben dem Spielfeld.

Lüscher: «Der Trainer entscheidet»

Für Lüscher ist der Fall klar. Der Mann, der am Dienstag seinen 29. Geburtstag feiern wird, kennt keine Berührungsängste und sagt: «Für mich ist alles ganz einfach. Ich bin beim FC Aarau angestellt.

Wenn der Trainer sagt, dass ich spiele, dann spiele ich. Wenn nicht, dann spiele ich nicht.» Mal schauen, ob Lüscher heute Abend gegen seine ehemaligen Teamkollegen im Blickpunkt des Interesses steht oder nur als Zuschauer mit dabei ist.

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