Landhockey
Erfolgreiches Wochenende für Rotweiss Wettingen in der Westschweiz

Sowohl im Spitzenkampf gegen Servette als auch im Aufeinandertreffen mit den Black Boys aus Genf gaben sich die Wettinger Landhockeyaner keine Blösse. Die Mannschaft zeigte sich dabei erstmals in Höchstform.

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Rotweiss Wettingen jubelt nach dem Tor von Beni Messerli (unten).

Rotweiss Wettingen jubelt nach dem Tor von Beni Messerli (unten).

Alexander Wagner

Die erste Herrenmannschaft von Rotweiss Wettingen sah sich einem Doppelwochenende in Genf bevor. Mit Servette stand am Samstag der Spitzenkampf an. Entsprechend konzentriert startete man ins Spiel und konnte auch prompt eine kurze Ecke durch Messerli verwandeln. Durch einen Fehler im Spielaufbau der Wettinger konnten die Genfer aber noch im ersten Viertel ausgleichen. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite, konnte Brunner den von Steimer gespielten Pass unhaltbar ins Tor ablenken. Rotweiss kontrollierte das Spiel schon fast nach Belieben und fing die gegnerischen Angriffe schon früh ab. Wieder war es ein Ablenker, diesmal von Hödle, welcher zum Torerfolg führte. Auch dieser Treffer liess dem Torwart keine Abwehrmöglichkeit. Kurz vor der Pause kam es zu einer kurzen Ecke für die Wettinger. Messerli versenkte zwar den Ball im Netz, doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht, weil der Ball anscheinend nicht ausserhalb des Schusskreises gestoppt wurde. Trotzdem konnte man mit einem komfortablen 3:1 in die Halbzeit gehen.

Wettingen ist Chef auf dem Platz

Die Aargauer liessen auch nach der Pause wissen, wer Chef auf dem Platz ist und man sah den Genfer Spielern die Verzweiflung an. Brunner krönte seine Leistung mit einem weiteren Treffer, diesmal beförderte er den Ball mit der hohen Rückhand in die Maschen. Den Westschweizern gelang weiterhin gar nichts, die Abwehrreihe um Steffen hielt hinten dicht. Schlussendlich konnte auch Neuzugang Fosseprez seinen ersten NLA-Treffer erzielen.
Rotweiss Wettingen überzeugte vor allem durch Zusammenspiel, Wille und Abgeklärtheit. Die Höhe des Resultats widerspiegelt auch die Leistung des stark auftretenden Aargauer Teams.

Viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, gab es aber nicht, denn gleich am Sonntag folgte das Spiel gegen die bisher stark aufspielenden Black Boys aus Genf.
Nach einem amüsanten Abend mit Pizza, Eishockeyspiel und Rugby wollte man wieder genau so fokussiert ins Spiel gehen wie einen Tag zuvor.

Und tatsächlich gab es nach nicht einmal einer Minute Spielzeit eine kurze Ecke, welche Messerli verwerten konnte. Danach war die Spannung bereits ein bisschen draussen, weil viele auf ein eindeutiges Ergebnis spekulierten. Deshalb war es auch nicht unbedingt verwunderlich, dass die Black Boys durch ein Solo zum Ausgleich kamen. Doch auch nach einem Sololauf von Steimer über die rechte Seite, einem Abschluss mit der hohen Rückhand fand der Ball den Weg in hohem Bogen in die Maschen. Durch einen Stockschlag eines Genfer Spielers im Schusskreis ergab sich ein Siebenmeter für Rotweiss. Geburtstagskind Steffen machte sich gleich selber ein Geschenk und verwandelte zur 3:1-Führung. Mit einem erneuten Eckenschlenzer von Messerli hiess das Verdikt zur Pause 4:1.

Erstmals in Höchstform

Nach dem Pausentee gelang es den Black Boys erneut, einen Treffer zu schiessen, diesmal per Siebenmeter nach einem Stockfoul. Das Spiel der Genfer bestand vor allem darin, den tief stehenden, technisch guten Stürmer anzuspielen und dieser versucht dann durch Dribblings in den Kreis zu gelangen. So war es ein eher unattraktives Spiel zum Zuschauen. Per Strafecke war es wieder Messerli, welcher den Vorsprung wiederherstellen konnte. Durch eine durch Steimer verursachte Strafecke musste er auch gleich für fünf Minuten auf die Strafbank. Die daraus entstandene Ecke wurde ausgenutzt und es hiess nur noch 5:3. Die Black Boys waren jetzt wieder angestachelt und es sah fast so aus, als würde Rotweiss das Spiel aus der Hand geben. Doch soweit liess man es nicht kommen und erneut war es Messerli, der zwei kurze Ecken versenken und somit fünf (!) Ecktore im Spiel erzielen konnte. Dies war dann auch die Entscheidung in diesem Spiel und mit dem 7:3 konnte man zufrieden sein.

Insgesamt zeigte sich die Mannschaft erstmals in dieser Saison in Höchstform, zumindest im Spiel gegen Servette. Und man konnte erkennen, dass man sich in dieser Saison einmal mehr nur selber schlagen kann.

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