Badminton
Erfolgreiche Aargauer Delegation an den Schweizer Meisterschaften

Das Team Argovia vertrat die Aargauer hervorragend an der Badminton-SM. Nur gerade zwei Herren mussten ohne Spielgewinn vom winterlichen La Chaux-de-Fonds zurückfahren. Mit fünf Aargauer Medaillen wurden alle Erwartungen übertroffen

Fredi Heymann
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Erfolgreiche Aargauer Badminton-Delegation

Erfolgreiche Aargauer Badminton-Delegation

Michel Dickhäuser
Ayla Huser und Sabrina Jaquet bei der Siegerehrung im Damen-Doppel.

Ayla Huser und Sabrina Jaquet bei der Siegerehrung im Damen-Doppel.

Michel Dickhäuser

Die grosse Aargauer Delegation bestand aus sieben Herren, sechs Damen und zwei Coaches - allesamt vom Team Argovia.

Bei den Damen zählt Ayla Huser seit einigen Jahren immer zum erweiterten Favoritenkreis. Aber zu mehr als Bronze hat es ihr noch nie gereicht. Diesmal aber war alles anders. Motiviert und fokussiert fegte sie im Halbfinal ihre Angstgegnerin Cendrine Hantz vom Platz und erreichte zum ersten Mal das Einzel-Final, wo sie dann ihrer Doppelpartnerin Sabrina Jaquet unterlag.

Ronja Stern hatte grosses Lospech und traf schon in der 2. Runde auf ebendiese Sabrina Jaquet, wo sie ein ansprechendes Spiel ablieferte, aber letztlich ohne Siegchance blieb. Auch im Doppel erging es ihr ähnlich. Sie schaffte es zwar an der Seite von Simone von Rotz bis in die Viertelfinals, doch dort liessen ihnen die späteren Turniersiegerinnen keine Chance.

Medaillenregen für Aargauer

Das Treppchen im Damendoppel bestand zur Hälfte aus Aargauer Spielerinnen. Ayla Huser vermochte ihren Vorjahrestitel zu verteidigen und holte ihre zweite Medaille. Die rekonvaleszente Yvonne Keller und ihre Schwester Susanne zeigten eine gewohnt solide Leistung und wurden dafür mit der bronzenen Auszeichnung belohnt.

Das Herren Einzel ist keine Aargauer Spezialität. Dennoch erreichten mit Flurin Furrer und Tobias Küenzi, der immerhin einen gesetzten Spieler aus dem Turnier warf, zwei junge Aargauer die 3. Runde, was man nicht hoch genug einschätzen kann. Im Herren-Doppel haben es erfahrungsgemäss junge Spieler schwer, sich gegen die Routinierteren durchzusetzen. So erreichte nur Joel König die 3. Runde.

Neu zusammengestellte Teams überzeugen

Doch einer überraschte die zahlreichen Zuschauer mit seinem erfolgreichen, angriffigen Spiel. Roger Schmid, der zum ersten Mal mit seinem Bruder Florian vom organisierenden BC-La Chaux-de-Fonds zusammenspielte, holte Sieg um Sieg. Im Halbfinal schliesslich gewannen die Brüder gegen die Nummer 1 des Turniers und erreichten so das Final, welches sie aber in einem nicht mehr so hochstehenden Match verloren.

Doch damit noch nicht genug. Im ebenfalls neu gebildeten Mixed mit Lea Müller spielte er auch sehr erfolgreich. Die beiden gewannen gegen die klar favorisierten Tripet/Pelling im Achtelsfinal ein hochdramatisches Spiel mit 30:28 im dritten Satz. In der nächsten Runde bestätigten sie ihre Leistung eindrücklich. Im Halbfinal war dann gegen die späteren Schweizermeister Endstation. Aber die gewonnene bronzene Auszeichnung, übrigens die erste Medaille für Lea Müller an Elitemeisterschaften, tröstete darüber hinweg. So hat sich die weite Reise für alle Beteiligten gelohnt und die Coaches Hafiz Shaharudin und Simon Schmidli fanden nur lobende Worte für ihre Schützlinge.

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