Rückrundenstart

Erfolg macht sexy: Promiauflauf im Brügglifeld beim Aarauer Heimsieg gegen Wil

Machte auf seiner Tour de Suisse Halt im Brügglifeld: Ex-HSV-Trainer Christian Titz.

Machte auf seiner Tour de Suisse Halt im Brügglifeld: Ex-HSV-Trainer Christian Titz.

3:1 gegen Wil - der Auftakt in die Rückrunde ist dem FC Aarau resultat- und leistungsmässig geglückt. Eindruck gemacht hat das Heimteam nicht nur seinen treuen Fans, sondern auch der Fussballprominenz auf der Brügglifeld-Haupttribüne.

Mit einem phasenweise berauschenden Auftritt liessen die Aarauer dem FC Wil keine Chance und sandten ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz, dass in der Rückrunde mit ihnen zu rechnen ist. Dank der Heimniederlage des FC Schaffhausen am Samstagabend gegen Chiasso (0:2) hat der FCA die Munotstädter in der Tabelle überholt und liegt neu auf Rang 5.

Erfolg macht sexy. So verwundert es nicht, dass sich in den Heimspielen vor Weihnachten regelmässig die nationale Fussballprominenz im Brügglifeld-Stadion blicken liess. In der Winterpause nun scheint sich die FCA-Wiedergeburt über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen zu haben: Beim Rückrundenauftakt gegen Wil tauchten auch bekannte Fussball-Figuren aus Deutschland im Brügglifeld auf.

Zum einen Urs Siegenthaler. Der Basler feierte als Spieler mit dem FCB fünf Meistertitel und zwei Cupsiege. Später war er Trainer des FC Basel und von 1990 bis 2004 assistierte er den Chefcoaches der Schweizer Nationalmannschaft, darunter Roy Hodgson und Köbi Kuhn. 2005 machte Jogi Löw Siegenthaler zum Chefscout der deutschen Nationalmannschaft. Die Erfolgsstory dauert bis heute an, Höhepunkt war zweifellos der WM-Titelgewinn im Sommer 2014. 2016 hatte Siegenthaler ein unglückliches Intermezzo als YB-Verwaltungsrat.

DFB-Scout Urs Siegenthaler (links) mit seinem Intimus, DFB-Nationaltrainer Jogi Löw. (Archiv)

DFB-Scout Urs Siegenthaler (links) mit seinem Intimus, DFB-Nationaltrainer Jogi Löw. (Archiv)

Normalerweise trifft man Siegenthaler in den Logen der modernen Arenen in der Bundesliga - warum am Freitagabend im Brügglifeld? Antwort: Siegenthaler ist ein Bekannter von FCA-Trainer Patrick Rahmen und wollte sich persönlich ein Bild von der Arbeit Rahmens in Aarau machen.

Ebenfalls im Brügglifeld blicken liess sich Christian Titz. Fussball-Experten erinnern sich: Titz hatte im vergangenen Sommer die zweifelhafte Ehre, als erster Trainer der Bundesliga-Geschichte mit dem Hamburger SV in die 2. Liga abzusteigen. Titz übernahm im März 2018 und gewann vier von acht Spielen, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Nach einem durchzogenen Start in die erste 2.Liga-Saison des HSV wurde Titz im Oktober 2018 entlassen. Was treibt ihn ins Brügglifeld? Einerseits kennen er und Patrick Rahmen sich aus gemeinsamen Zeiten in der Jugendabteilung des Hamburger SV. Andererseits tourt Titz in diesen Tagen durch die Schweiz und schaut sich mehrere Spiele an. Wer weiss, vielleicht wird für Titz bald ein Trainerstuhl in der Schweiz frei.

Machte auf seiner Tour de Suisse Halt im Brügglifeld: Ex-HSV-Trainer Christian Titz

Machte auf seiner Tour de Suisse Halt im Brügglifeld: Ex-HSV-Trainer Christian Titz

Weiter wurde am Freitagabend im Brügglifeld der ehemalige Sportdirektor des FC Basel, Georg Heitz, gesichtet. Er ist bekanntlich in dieser Saison ein regelmässiger Besucher der FCA-Heimspiele - und ein gern gesehener: Sitzt Heitz im Brügglifeld, gewinnt der FC Aarau. 

Der frühere FCB-Sportdirektor Georg Heitz

Der frühere FCB-Sportdirektor Georg Heitz

Begleitet wurde Heitz vom früheren Kollegen im FCB-Verwaltungsrat und heutigen Sportchef der Swiss Football League, Adrian Knup. Der ehemalige Aarau-Stürmer (1988-89) ist als Manager der Schweizer Nationalmannschaft im Gespräch. Knup und FCA-Trainer kennen sich ebenfalls aus gemeinsamen Zeiten beim FCB, wie das Bild unten zeigt:

Adrian Knup (links) und Patrick Rahmen tragen FCB-Legende Massimo Ceccaroni bei dessen Abschiedsspiel durchs Stadion.

Adrian Knup (links) und Patrick Rahmen tragen FCB-Legende Massimo Ceccaroni bei dessen Abschiedsspiel durchs Stadion.

Beruflich aus Basel angereist waren die FCB-Goalietrainer Massimo Colomba und FCB-Kaderplaner Remo Gaugler. In ihrem Fokus: Aarau-Goalie Djordje Nikolic, der vom FC Basel ausgeliehen ist. Colomba und Gaugler dürften sich neben der guten Leistung von Nikolic aber sicher auch die Namen der starken Jungprofis Varol Tasar und Linus Obexer notiert haben.

Massimo Colomba (rechts) mit dem aktuellen FCB-Stammgoalie Jonas Omlin

Massimo Colomba (rechts) mit dem aktuellen FCB-Stammgoalie Jonas Omlin

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