NLB-Eishockey
Erfolg im Jura – der EHC Olten gewinnt gegen La Chaux-de-Fonds mit 4:3

Der EHC Olten gewinnt auswärts gegen HC La Chaux-de-Fonds mit 4:3 und sichert sich somit die nächsten drei Punkte.

Marcel Kuchta
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EHC Olten - La Chaux-de-Fonds, 26.09.2017
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Oltens Ueli Huber (Olten) Dominic Forget.
Der EHCO war dem HC La Chaux-de-Fondy im Startabschnitt mehrheitlich einen Schritt voraus.
Martin Ulmer (Olten) jubelt nach dem Tor zum 0:1 gegen La Chaux-de-Fonds.
Oltens Remo Hirt gegen Eric Himelfarb.
Der Puck ist drin – Remo Hirt (Olten) erzielt das Tor zum 0:3.
Chaos vor dem gegnerischen Tor.

EHC Olten - La Chaux-de-Fonds, 26.09.2017

Lindt/freshfocus

Der erfreuliche Saisonstart des EHC Olten fand auch in La Chaux-de-Fonds seine Fortsetzung. Dort, wo die Powermäuse schon so manche, bittere Niederlage einstecken mussten.

Auch am 26. September stand das Spiel ganz am Schluss noch einmal auf Messers Schneide. Aber die Mannschaft von Headcoach Bengt-Ake Gustafsson brachte den 4:3-Sieg und somit die drei Punkte schliesslich ins Trockene.

Die Bilanz liest sich nach drei Meisterschaftsspielen und einer Cuppartie äusserst erfreulich. Der EHC Olten ist in allen Begegnungen als Sieger vom Eis gegangen. Und dies gegen durchwegs schwierige Kontrahenten.

Zweimal zu Hause gegen Langenthal, dazu je auswärts in Visp und in La Chaux-de-Fonds. Das sind zu diesem frühen Stadium der Saison bereits sehr ermutigende Signale, die die Oltner Mannschaft aussendet.

Und das Beste daran ist: Das Steigerungspotenzial ist in vielerlei Hinsicht immer noch beträchtlich.

Mit besserer Einstellung

Auch der Auftritt in La Chaux-de-Fonds war bei weitem nicht frei von Fehlern, obwohl Gustafsson zufrieden feststellen durfte, dass man im Vergleich zum Sieg in Visp vom vergangenen Samstag «vor allem punkto Einstellung und Einsatz» viel besser gespielt habe.

Die Oltner glänzten dabei vor allem im ersten Drittel mit ihrer eiskalten Effizienz. Martin Ulmer, nach wunderbarer Vorarbeit des überragenden Stanislav Horansky und zweimal Remo Hirt – einmal per Abpraller, einmal mit einem schön herausgespieltem Shorthander – sorgten für eine schnelle 3:0-Führung des EHCO.

Die Chaux-de-Fonniers waren beileibe nicht schlecht gestartet, stellten sich in der Defensive aber sehr ungeschickt an und scheiterten in der Offensive immer wieder am starken EHCO-Goalie Matthias Mischler, der turnusgemäss erneut den Vorzug vor Simon Rytz erhalten hatte – die beiden Torhüter wechseln sich vorderhand alle zwei Spiele gegenseitig ab.

Unnötig viele Strafen

Nach der 3:0-Führung, die irgendwie aus heiterem Himmel gekommen war, machten sich die Oltner das Leben dann mit vielen Strafen unnötig schwer und verhalfen dem temporär völlig von der Rolle agierenden Gastgeber zurück ins Spiel.

«Die Unterzahlspiele waren weder für die Mannschaft noch uns Coaches optimal, weil man kaum mehr in den Rhythmus findet», befand Gustafsson. Auch für den auffälligsten Oltner, Stan Horansky, war diese Phase, in welcher auch der erste Treffer des HC La Chaux-de-Fonds fiel, schwierig.

«Da ich kein Boxplay spiele, kam ich kaum mehr zum Einsatz», so der Slowake mit Schweizer Lizenz. Als Horansky wieder mittun durfte, sorgte er mit seinem zweiten grossen Highlight des Abends für die Vorentscheidung:

Powerplay mit Steigerungspotenzial

Im Powerplay, welches immer noch grosses Steigerungspotenzial hat, bezwang er Tim Wolf mit einem herrlichen Hocheckschuss, welcher für ein Raunen in der Patinoire des Mélèzes sorgte.

Trotz des zweiten Treffers des HC La Chaux-de-Fonds zeigten die Oltner im letzten Drittel die Qualitäten einer Spitzenmannschaft. Man liess Puck und Gegner laufen. Erst eine Fehlentscheidung, welche zu einem Penalty für die Neuenburger führte, den der gestern von den SCL Tigers ausgeliehene Eric Himelfarb zum 3:4 verwandelte, sorgte noch einmal für Spannung.

«Wir hatten alles unter Kontrolle. Aber am Ende braucht es bei diesem Spielstand nur eine dumme Aktion, und dann kann der Ausgleich fallen», war Gustafsson froh, dass seine Mannschaft trotzdem gewann. Dies übrigens mit nur einem Ausländer.

Tim Stapleton wurde gestern Vater einer Tochter und durfte bei seiner Familie bleiben. Seine Teamkollegen sorgten auf dem Spielfeld dafür, dass der glückliche Tag für ihn noch glücklicher zu Ende ging.

Telegramm

La Chaux-de-Fonds - Olten 3:4 (1:3, 1:1, 1:0)


Patinoire des Mélèzes. – 1703 Zuschauer. – SR: Oggier/Wirth (Abegglen/Altmann). – Tore: 8. (7:27) Ulmer (Horansky, Fröhlicher) 0:1. 8. (7:50) Hirt (Aeschlimann) 0:2. 13. Hirt (Heughebaert/Ausschluss Aeschlimann!) 0:3. 20. (19:24) Sterchi (Eigenmann, Bonnet/Ausschluss Ulmer) 1:3. 30. Horansky (Barbero/Ausschluss Dubois) 1:4. 33. Bonnet (Schwarzenbach) 2:4. 55. Himelfarb (Penalty) 3:4. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Chx-d-F. 6-mal 2 Minuten gegen Olten.

La Chaux-de-Fonds: Wolf; Eigenmann, Hofmann; Stämpfli, Jaquet; Ganz, Erb; Hostettler, Shala; Grezet, Forget, Sterchi; Küng, Burkhalter, Hobi; Bonnet, Himelfarb, Schwarzenbach; Fischer, Allevi, Dubois.

Olten: Mischler; Grieder, Fröhlicher; Zanatta, Rouiller; Bucher, Barbero; Bagnoud; Wyss, Schneuwly, Huber; Muller, Vesce, Truttmann; Horansky, Mäder, Ulmer; Aeschlimann, Heughebaert, Hirt.

Bemerkungen: La Chaux-de-Fonds ohne McFarland, Zubler und Carbis (alle verletzt), erstmals mit dem von den SCL Tigers ausgeliehenen Eric Himelfarb. Olten ohne Stapleton (wurde Vater), Lüthi und Duarte (beide verletzt). 30. Pfostenschuss Horansky. 53. Pfostenschuss Mäder. 58:48 Timeout Chx-d-F, danach ohne Goalie

Lesen Sie den Spielverlauf im Liveticker-Protokoll nach.