Steinstossen

Erfinden Aargauer das Steinstossen neu? – 70-kg-Stein wird immer beliebter

Das Fricktal dominiert zurzeit eine der urtümlichsten Schweizer Sportarten: das Steinstossen.

Das Fricktal dominiert zurzeit eine der urtümlichsten Schweizer Sportarten: das Steinstossen.

Urs Hasler hat eine neue Tradition lanciert. Ein von ihm entdeckter 70-kg-Stein wird immer beliebter. Selbst beim König.

Das Fricktal dominiert zurzeit eine der urtümlichsten Schweizer Sportarten: das Steinstossen. Der Herznacher Simon Hunziker, der Helliker Urs Hasler und die Zuzgerin Corina Obrist haben in den letzten Jahren 29 Schweizer-Meister-Titel gehamstert.

Nun hat Urs Hasler sogar eine neue Tradition lanciert. Der Helliker Stein- und Kugelstösser fand in seinem Dorf in einer alten Rebbergverbauung einen idealen, 70 kg schweren Stein und versah diesen mit der Jahrzahl 1802 – dem Fricktaler Beitritt zur Eidgenossenschaft. Die Steinform ist bei den Athleten sehr beliebt.

Am Fricktaler Abendschwinget in Möhlin kam der 70-kg-Gedenkstein zum zweiten Mal wettkampfmässig zum Einsatz. Bei der Premiere hatte der König mit dem Unspunnenstein, der Schwyzer Remo Schuler, mit einer Finalweite von 3,82 m gesiegt vor Martin Laimbacher (Galgenen) und Simon Hunziker.

Nun fehlte der Favorit für das Unspunnen-Steinstossen am 27. August. Stattdessen nutzte Hunziker die Gunst der Stunde und setzte sich mit 3,76 m im Finaldurchgang vor 1600 Schwingfestzuschauern an die Spitze. Laimbacher verpatzte den Final leicht und musste sich mit einer Weite von 3,70 m geschlagen geben.

Aargauer Favoriten

Bei der Konkurrenz mit dem 20-kg-Stein ohne Finaldurchgang siegte Hunziker mit 8,26 m vor Gian Wälchli (8,11) und Urs Hasler (8,02). Ebenfalls unter Fricktaler Kontrolle stand die Konkurrenz bei den Frauen. Corina Obrist stiess den 12,5-kg-Stein auf eine Weite von 6,74 m und übertraf die Konkurrenz deutlich. Damit meldeten die Fricktaler ihre hohen Ambitionen für die Schweizer Meisterschaften am 2. September in Interlaken eindrücklich an. (wr)

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