Über elf Monate dauerte die Leidenszeit für Davide Giampà, Spieler des FC Wohlen. Ein Kreuzbandriss im August des vergangenen Jahres war der Auslöser dafür. Es gab sie, diese Momente, in denen Giampà seine Geduld anzweifelte. Weil er doch nur eines wollte: endlich wieder spielen. Am Sonntagnachmittag beim 3:0-Sieg seines FC Wohlen gab der 23-Jährige nun endlich sein Comeback. Ausgerechnet gegen Le Mont. Ein Team, das für seinen rauen Spielstil bekannt ist. Der erste Ernstkampf seit langem – und das in martialischem Umfeld. Eine Herausforderung für Kopf und Körper könnte man meinen. Nicht so für Giampà. Er versichert: «Mein Kopf ist frei.» Seine Aussage korreliert auch mit dem Gezeigten auf dem Rasen.

Neuerdings auf der Sechs

Giampà leistet sich zwar noch vereinzelte Fehler, die der mangelnden Spielpraxis geschuldet sind, aber er kämpft. Mit vollem Einsatz. Und das auf einer unerwarteten Position. Trainer Martin Rueda positionierte den Italiener nicht in der Abwehr, wo er vor seiner Verletzung stets spielte, sondern im Mittelfeld, auf der Sechs. Auf dieser Position hat Giampà schon unter David Sesa, einem früheren Trainer, gespielt. Und es sei Giampà sowieso gleichgültig, in welchem Teil der Mannschaft er aufgestellt würde. «Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft und versuche, einfach zu helfen.» In Baulmes musste ihn das Team noch etwas mehr unterstützen, als ihm das lieb ist. Aber Giampà weiss, dass er mit jeder Einsatzminute grösser wird, sein Mehrwert fürs Team.