Seit 2011 scheiterte der FC Baden vier Mal äusserst knapp am Aufstieg, dieses Jahr soll es nun endlich klappen. Zwei Duelle mit Hin- und Rückspiel muss Baden für sich entscheiden, um den Sprung in die dritthöchste Schweizer Spielklasse zu schaffen. Erster Gegner ist diese Woche die SR Delémont; morgen Mittwoch findet das Hinspiel im Jura (20 Uhr), am Samstag das Rückspiel im Stadion Esp (18 Uhr) statt.

Baden-Trainer Thomas Jent sieht dem Duell trotz resultatmässig eher enttäuschender Rückrunde mit vier Niederlagen mit Zuversicht entgegen.

«Wir haben aus den Fehlern der vergangenen Jahre gelernt, als wir in den Aufstiegsspielen nicht mit der besten Elf antreten konnten. In dieser Rückrunde haben wir einige schwächere Resultate in Kauf genommen und Spieler geschont, damit wir mit komplettem Kader zu den entscheidenden Partien antreten können.»

«Robust und kopfballstark»

Delémont sei ein Gegner, der für Baden sicher in Reichweite liege, glaubt Jent. Vor 13 Jahren noch in der damaligen NLA vertreten, stiegen die Jurassier vergangene Saison in die 1. Liga ab. Als robust und kopfballstark beschreibt Jent den Gegner, der sein Glück oftmals mit weiten Bällen versuche. «Im Hinspiel werden wir abwartend und für unsere Verhältnisse vorsichtig auftreten, dürfen nicht ungeduldig werden. Wir könnten mit einem 0:0 gut leben.»

Den Unterschied will Baden zu Hause auf dem Kunstrasen erzwingen. «Delémont hat Mühe mit schnellem Spiel, dies wiederum ist genau unsere Stärke. Hinzu kommt, dass Delémont auswärts deutlich schlechtere Resultate erzielte als zu Hause.»

«Haben keine Angst zu scheitern»

Die unglücklichen Niederlagen in den Aufstiegsspielen der vergangenen Saisons habe man bewusst diskutiert und nicht totgeschwiegen. «Wir haben darum die ganze Saisonplanung auf die kommenden zwei Wochen ausgerichtet», erklärt Thomas Jent. «Wir haben keine Angst vor dem Scheitern und reisen mit Selbstvertrauen in den Jura.»

Hat die eher enttäuschende Rückrunde keine Spuren hinterlassen? Captain Luca Ladner: «Die Vergangenheit zählt nicht mehr, weder die hervorragende Vorrunde noch die Rückrunde. In den Aufstiegsspielen beginnt alles bei Null. Wir sind fit, nun liegt es an uns, die beste Leistung abzuliefern.»

Mittelfeld-Stratege Emir Sinanovic: «Wir müssen unsere Stärken ausspielen, dann bin ich überzeugt, dass wir es packen.»