Handball
Endinger Gala beim letzten Heimspiel

Beim letzten Heimspiel der Saison konnten die Endinger den dritten Platz definitiv sichern und gewannen gegen ein mit mehreren NLA Cracks verstärkte SG Solothurn / Grauholz sicher 33:25.

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Stefan Huwyler trifft in seinem letzten Heimspiel.

Stefan Huwyler trifft in seinem letzten Heimspiel.

Gisin Pedro

Das Spiel schien nach 15 Minuten entschieden, die SG Solothurn / Grauholz bämte sich in der zweiten Hälfte nochmals auf und kam nochmals bis auf drei Tore heran.Die Endinger waren sich der «Verantwortung» gegenüber allen anderen Teams im Abstiegskampf bewusst und legten los wie die Feuerwehr. Nemo Sudzum war der routinierte und treffsichere Führungsspieler, der in kritischen Situationen die einfachen Tore schoss. Das ganze Team warf sich in dieses Spiel und bis zur 15. Minuten konnten sich die Endinger eine fünftore Führung herausspielen. Hatte man zu Beginn noch ein zu sehr auf die Mitte ausgerichtetes Spiel mit viel Krampf im Abschluss konnte man dank tollen Paraden von Torhüter Rosenberg und schnell durchgeführten Kontern ein kleines Polster herausspielen. Was dann zwischen der 15. und 30.Minute passierte, war eine spielerisch ausgezeichnete Leistung ohne Fehl und Tadel.

Aufholjagd nach der Pause

Nach dem Tee drehten die Spieler der SG Solothurn / Grauholz noch einmal auf, allen voran die NLA erprobten Berner Stryffeler, Räz, Sieber, Althaus und Mühlemann machten mächtig Dampf. Die Jungen aus dem jungen Endinger Team konnten nicht ganz Schritt halten mit der soliden NLB Mannschaft, so waren die Endinger gezwungen ab der 20. Minute den arrivierten Kräften nocheinmal Einsatzzeit zu geben, was schlussendlich den definitiven Sieg für die Surbtaler einbrachte.

Emotionaler Abschied

Zum Schluss des Spieles nahmen die Endinger dann noch Abschied von vier Spielern der ersten Mannschaft. Neben den beiden erfahrenen Kräften Besfort Biljali und Kristian Jozipovic, wurden auch der Nationalspieler Stefan Huwyler und der Urendiner Marco Schneider verabschiedet. Der junge Stefan Huwyler wird seinen Weg in Richtung des Nationalliga A Spitzenteams Wacker Thun weiterführen, während die TVE Legende Marco Schneider seinen Aufwand aufgrund von beruflichen und schulischen Belastungen reduzieren muss. Der routinierte Flügelspieler wird mit seinen Kumpels aus Endinger Zeit Aeberhard, Beck und Boccarelli in der nächsten Saison in der Nationalliga B gegen den TV Endingen spielen.

Saison der Derbys die Zweite

Diese Saison war geprägt durch die phantastischen Derbies im ganzen Kanton. Der Zuschauerschnitt in diesen Spielen war deutlich höher als in der laufenden NLA Saison. Der Aargau hat sich definitv in der Handballzuschauerkarte der Schweiz zurückgemeldet. Auch wenn aktuell kein NLA Team aus dem Aargau kommt, zeigt die handballverrücktheit der fünf Teams in eine gute Richtung. Mit vielen Eigengewächsen zurück an die Spitze, so kommt der Handball weiter. In der nächsten Saison wird aller voraussicht nach ein weiteres Aargauer Team in der NLB auflaufen. Der Stadtturnverein Baden möchte sich ebenfalls in der zweithöchsten Liga etablieren. Man kann sich also auf ein weiteres, emotionales Derby freuen. Die NLB entwickelt sich zur Aargauermeisterschaft mit Gästen aus der restlichen Schweiz.

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