Bevor das Kräftemessen der beiden Mannschaften begann, wurden die fleissigen Helfer des TV Endingen mit einem herzlichen Applaus begrüsst. Wie immer gegen Saisonende bedankten sich Spieler und Fans bei den Wischern, die das Spielfeld möglichst trocken und damit auch unfallfrei halten. Zwei der jungen Handballer mussten dann auch gleich wieder zum Einsatz.

Variabilität war gefragt

Schweisstreibend war das Spiel von Beginn an. Schnell zeigte sich, dass Christian Riechsteiner von den Winterthurern manngedeckt werden sollte. Der TV Endingen reagierte, Florian Leitner übernahm Verantwortung und in Folge konzentrierten sich praktisch alle Angriffe auf ihn. Es gelangen ihm herrliche fünf Treffer, doch die Fehlerquote häufte sich und die Mannschaft musste den Angriff umstellen und andere Skorer aktivieren.

Die Endinger nutzen durch konsequent ausgeführte Angriffe ihre starke Phase und zogen mit fünf Toren Vorsprung langsam aber sicher davon. Dabei verschenkten sie mit neun direkten Fehlschüssen aufs Tor und acht Fehlwürfen hintereinander eine klarere Führung.

Die Gäste aus Winterthur verloren in der ersten Halbzeit ein wenig den Faden. Die Stimmung untereinander und gegenüber den Schiedsrichtern heizte sich auf, was in zwei Zeitstrafen wegen Reklamieren zur Pause endete. Beim Pausenstand von 13:9 konnten sich beide Teams neu fokussieren.

Ausgleich zur 40. Minute

Die zweite Spielhälfte begann für die Winterthur mit nur vier Feldspielern. Endingen wusste diese Situation gut zu nutzen und zog davon. Leider stellte sich der bekannte Schlendrian und die gefürchtete Hektik wieder ein. Nach acht Spielminuten wurden die Endinger plötzlich langsamer, spielten unkonzentriert und liessen dem Gegner immer mehr Spielmöglichkeiten. Der Vorsprung schmolz dahin. Nach gut zehn Minuten waren die Endinger so unkoordiniert, dass Yellow zum ersten Mal im Spiel ausgleichen konnte.

Das Spiel drohte zu kippen. Die Endinger schafften es, sich wieder zu fokussieren und während fünf Minuten ging das Kräftemessen hin und her. Beide Mannschaften nutzen ihre Torchancen, doch der TV Endingen konnte sich nicht klar absetzen. Die Abwehr stand gut positioniert. Dario Ferrannte hatte seinen Kasten im Griff. Die letzten Spielminuten machten dann den Unterschied.

Wieder über Flügel und Kreis

Luca Gottardi, der endlich so viel Spielzeit bekam, dass er seine Qualitäten zeigen konnte, brillierte mit eigenen Toren, zeigte Spielübersicht mit spitzen Zuspielen an den Kreis, die von Leonard Pejkovic sicher verwandelt wurden. Die Mannschaft konnte das Spiel wieder auf die Flügel ausdehnen und so verdeutlichte Sebastian Kaiser wieder seine Torgefährlichkeit. Er liess sich keine Chance nehmen und verwandelte sicher.

In der letzten Spielphase bewies aber Dario Ferrante einmal mehr seine Nervenstärke. Er vereitelte klare Torchancen mit tollen Paraden und ermöglichte so den Sieg seiner Mannschaft. Die Endinger gewannen verdient mit 27:23, wobei in der zweiten Halbzeit sich das Blatt hätte drehen können. Die Mannschaft von Zoltan Cordas zeigte kämpferischen Handball und Siegeswillen, der von den Zuschauern geschätzt wurde.

So konnten Fans und Team einen tollen Sieg feiern. Feiern konnte das Team auch die neuen Einlauf T-Shirts "Huutnöch derbi", die zum ersten Mal getragen wurden. Hauptorganisator Simon Huwyler freute sich denn auch über die gelungene Umsetzung der Shirts. Der TV Endingen bedankt sich bei allen, die diese Shirts möglich gemacht haben.

Matchtelegramm:

TV Endingen : Yellow Winterthur 27:23 (13:9)
Sporthalle Aue Baden, 200 Zuschauer, SR Oswald/Oswald

TV Endingen: Ferrante/Crippa/Wenzinger; L. Riechsteiner (3), Leitner (5), Gottardi (5), Kulenovic (1), Huwyler, Ch. Riechsteiner (2), Pejkovic (5), Kündig, Schubnell, Ladan, Sebastian Kaiser (6).

Yellow Winterthur: Haupt, Pellegrini; Gehrig, Meili (2), Liniger (10), Huber, Müller, Haupt, Riwar (1), Steiner (4), Schmid, Rüeger (2), Singler (1), Jazo, Bosshard (3).