Handball
Endingen verliert gegen den BSV Bern Muri nur knapp

Mit fünf Toren hatten die Endinger NLA-Handballer gegen den BSV Bern Muri in der ersten Halbzeit geführt. Am Schluss gingen die Endinger trotzdem als Verlierer vom Platz.

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Marvin Lier beim Torschuss

Marvin Lier beim Torschuss

Roland Jaus

Nach 42 Minuten hatte der bullige BSV-Kreisläufer den Ball zum 18:17 für die Berner ins Tor gewuchtet und damit Bern in Führung gebracht. Die Endinger blieben dran, nach 57 Minuten stand es immer noch 23:23. Aber auch in Überzahl mussten sie zwei Tore einstecken, spielten dem Gegner unbedrängt den Ball in die Hände, Christian Riechsteiners sechstes Tor zum 24:25 kam zu spät.

Endingerseits wird man das Resultat unter «ehrenvolle Niederlage» abbuchen, der BSV Bern-Muri gehört in dieser Verfassung allerdings nicht gerade zu den Titelfavoriten. Solange die Kräfte reichten, konnte der Endinger Rückraum mit Tosic, Riechsteiner und Simon Huwyler die Berner Abwehr mit den baumlangen Prachar und Heer im Zentrum immer wieder ausmanövrieren.

Berner warteten ab

Aber die Berner behielten die Ruhe und warteten auf das «Loch» im Angriffsspiel des Aufsteigers. Und es kam dann auch wirklich. Wie am Freitag, als man nach 53 Minuten erst vier Törchen in der zweiten Halbzeit zustande gebrachte hatte, brachten sich die Endinger mit einer unproduktiven Viertelstunde selber um die Früchte ihrer Arbeit. Besonders der allzu oft auf sich allein gestellte Lazar Tosic leistete sich eine wahre Fehler- und Fehlschussorgie.

Die Berner verdienten sich den Sieg dank ihres breiteren Kaders. Sie waren auf allen Positionen zwar nicht überall besser, aber überall doppelt besetzt. Die Endinger Abwehr lieferte wiederum eine solide Leistung ab. Und Goalie Dominik Rosenberg knüpfte an seine gute Vorstellung gegen die Kadetten an. Beides zusammen hätte zu einem Punktgewinn reichen können, wenn man vorne die Chancen besser verwertet und sich weniger dumme Fehler geleistet hätte. (chb)

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