Das Spiel begann mit einem Startfurioso der Altdorfer. Gleich mit 6:1 zogen die Urner davon und waren wirklich auf jeder Position überlegen. Der starke Altdorfer pflückte den Endingern gleich reihenweise die Bälle ab und das nicht egal ob Nachwuchsinternationaler oder erfahrener Profi. Durch die Schwäche beim Abschluss kam es auch immer wieder zu schnell vorgeführten Kontern. Zudem waren die ersten 20 Minuten von einer pomadigen Abwehr geprägt, kurz zusammengefasst: es lief einfach wirklich gar nichts zusammen.

Bei Altdorf gefiel neben dem Torhüter vorallem das bundesliga erprobte Trio Brack, Munzert und Piske. Vor allem Spielertrainer Daniel Brack gefiel mit cleveren Anspielen, verdeckten Schlenzern und einigen eroberten Bällen in der Abwehr, die zu schnellen Gegenstössen führten. So war nach 20 Minuten das brutale Verdikt ein neuntore Rückstand, wirklich niemand hätte zu diesem Zeitpunkt auf eine Rückkehr des TV Endingen gewettet.

Vor der Pause fingen die Endinger dann endlich mit dem Handballspielen an und konnten den Rückstand auf 13:18 verkürzen. Die Manndeckung auf den starken Daniel Brack zeigte Wirkung, angeführt vom agilen und hellwachen Sebastian Kaiser, fanden die Surbtaler langsam den Tritt.

Die unerwartete Wende
In der zweiten Hälfte stand dann ein völliger verwandelter TV Endingen auf der Platte. Mit viel Herz und Kampfkraft wurde in der Deckung zugelangt, im Angriff wurde konsequenter und mit mehr Druck gespielt. Die Altdorfer kamen in der Folge oft den kleinen Schritt zu spät und holten sich diverse Zeitstrafen – die die Surbtaler konsequent zu nutzen wussten.

Die Endinger wurden getragen durch die Tore des stark aufspielenden und treffsicheren Sudzum und dem starken Sebastian Kaiser. In der Deckung sah man nun endlich das gewohnte Bild mit der hart zupackenden Deckung und Torhüter die einige Bälle entschärfen. Toll, das Torhüter Ferrante schon wieder zwei Siebenmeter entschärfen konnte. Nach 20 Minuten der zweiten Hälfte konnte das Spiel wieder neu beginnen, man war wieder bis auf zwei Tore am Gegner dran. Was nun kam war Hitchcock pur, spannender hätte das Spiel nicht zu Ende gehen können.

Mit der Schlusssirene gelang den Endingern der vielumjubelte Ausgleich zum emotionalen Höhepunkt des Spieles. Mit einem wunderbaren herausgespielten Kreisanspiel von Christian Riechsteiner kam es zum Abschlussversuch, den der Altdorfer Schlussmann Luthiger entschärfte, den Nachschuss konnte Sudzum dann zum vielumjubelten 29:29 im Tor unterbringen.