Handball

Endingen schreibt Clubgeschichte: Erstmals im Final Four des Cups

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte schaffte der TV Endingen den Sprung ins Final Four. Die Aargauer gewannen auswärts in Neuhausen gegen die Pfader aus der 1. Liga deutlich 32:18 und können sich auf das Saison-Highlight in Olten freuen.

Der Beginn war sehr harzig, auf beiden Seiten wollten kaum Tore gelingen. Einen grossen Anteil daran hatte Endingens Goalie Dominic Rosenberg, der ausgezeichnet parierte. «Wenn die Pfader in den ersten zehn Minuten drei, vier Tore mehr machen, kann die Partie kippen», war sich Endingens Trainer Zoltan Cordas bewusst. Doch so bekamen seine Jungs die Partie immer besser in den Griff und erarbeiteten sich bis zum Seitenwechseln einen Vorsprung von sechs Treffern.

Endingen ohne Soldaten

Dabei standen die Vorzeichen für Endingen alles andere als gut: Sowohl Lukas Schubnell als auch Sebastian Kündig konnten ihren WK nicht verschieben und auch das Gesuch auf Urlaub wurde abgelehnt. Somit konnten die beiden Flügelflitzer in der wichtigsten Partie des TV Endingen seit über zwei Jahrzehnten nicht mittun.

Noch brisanter machte die Ausgangslage, dass mit Vaidas Klimciauskas ein Akteure bei den Pfader Neuhausen die Fäden zieht, der diese Saison in fünf Meisterschaftspartien beim TV Endingen aushalf, als die Verletztenliste der Surbtaler ellenlang war.

«Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Mannschaft den Vorsprung kontinuierlich ausbaute», bilanzierte Trainer Cordas zufrieden. «Wir waren zu wenig frech und hatten zu viel Angst», meinte auf der Gegenseite Präsident Ernst Schläpfer, der selber Handball in der NLB spielte, es zu nationalem Ruhm jedoch im Sägemehl als Schwingerkönig und Obmann brachte.

Auch Suhr Aarau noch im Rennen

Am Ende brachten die Surbtaler die Partie souverän nach Hause und konnten den erstmaligen Einzug ins Final Four feiern. Seit über 20 Jahren halten sich die Endinger in der Nationalliga, doch dies ist ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des kleinen Dorfvereins. Mit dem HSC Suhr Aarau hat ein zweiter Aargauer Vertreter noch die Chance auf den Einzug ins Final Four Mitte April. Die Aarauer spielen am 29. Januar auswärts in Stäfa gegen die Lakers.

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