Handball
Endingen gewinnt und macht Boden auf Leader Basel gut

Durch den souveränen Endinger Sieg (30:25) rehabilitiert sich der NLB-Zweite für die ärgerliche Heimniederlage gegen den RTV Basel. Weil dieser jedoch gegen Altdorf einen Punkt liegen liess, wurde die Entscheidung im Aufstiegsrennen nochmals vertagt.

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Der Endinger Florian Leitner setzt sich durch.

Der Endinger Florian Leitner setzt sich durch.

Zur Verfügung gestellt

Die Weissensteinhalle in Würenlingen war zum letzten Heimspiel in dieser Saison sehr gut gefüllt. Einige treue Berner Fans hatten den Weg in den Aargau unter die Räder genommen, doch grossmehrheitlich bestimmten die Endinger Zuschauer die Stimmung neben dem Feld.

In den ersten Minuten zeigte sich schnell, dass die Surbtaler eine sehr kämpferische Abwehr aufgestellt hatten. Das konsequente Stören des Steffisburger Angriffs über Rubin und Glatthard war denn auch nach zehn Minuten von Erfolg gekrönt. Erstmalig gingen die Endinger in Führung, die sie dann nicht mehr abgaben. Die Endinger brauchten in Folge bis zur Ende der ersten Halbzeit, um den Torabstand auf drei Tore zu erweitern.

Wie bereits gegen Basel

Torhüter Dario Ferrannte gelang anfangs nicht alles nach Wunsch. Seine ersten Ballberührungen erinnerten an das letzte Heimspiel, doch mit zunehmender Spieldauer parierte er immer mehr Würfe, zeigte ein gutes Stellungsspiel und hatte wieder die gewohnt starken Reflexe. Die Mannschaft zeigte in der ersten Halbzeit eine solide Angriffsleistung. Die Spielzüge gelangen grossmehrheitlich und praktisch alle Spieler auf dem Feld konnten sich in die Torschützenliste eintragen lassen. Die Ausbeute während der Überzahlspielzeiten liess leider zu wünschen übrig.

Florian Leitner zeigte eine ausgezeichnete erste Halbzeit. Immer wieder gelangen wunderschöne Distanzschüsse, bei denen er aus der zweiten Reihe "geflogen" kam und mit viel Spielübersicht und Spielfreude seine Stärke demonstrierte.

Ideenlos und unkonzentriert

Mit dem Halbzeitstand von 16:13 ging es in die Kabine. Die Endinger kamen frisch gestärkt aus der Garderobe zurück und starteten fulminant. Sie konnten die Führung ausbauen, hätten alle Lattentreffer auch gezählt, wäre die Mannschaft nicht mehr einholbar weggezogen. Doch der Angriff geriet nach zehn Minuten leicht ins Stocken.

Zwei hintereinander völlig überhastet ausgeführte Angriffswellen liessen den Steffisburgern die Möglichkeit zu Gegentoren. Die vermeindlich sichere Führung schien kurzweilig auf der Kippe zu sein, doch den Bernern ging die Kraft aus. Sie schienen ideenlos und agierten unkonzentriert.

Aufstiegsrennen weiter offen

Die Endinger nutzten die Chance und bauten die Führung mit schnellen Kontertoren aus. Simon Huwyler gelangen vier wunderbare Treffer. Der Abwehrspezialist freute sich denn auch riesig über seine ungewöhnlichen Treffer. Er verwandelte aus der Drehung kompromisslos und schnell. Die bessere physische Präsenz der Endinger machte sich gegen Ende des Spiels immer deutlicher bemerkbar.

Obwohl Christian Riechsteiner gegen Ende die Kraft ausging und er im Aufbau nicht den gewohnten Druck erzeugen konnte, zeigten die Surbtaler gesamthaft eine merklich bessere Schnelligkeit und konstantere Mannschaftsleistung.

Kommenden Samstag reist die Mannschaft zum letzten Auswärtsspiel nach Altdorf. Anpfiff ist um 18.00 Uhr. Sollte es zu einem Barrageeinsatz kommen, werden die Endinger am 6. Mai in der Tägerhardhalle in Wettingen ihren Gegner zum Hinspiel empfangen. Das Auswärtsspiel wäre dann eine Woche später.

TV Endingen - TV Steffisburg 30:25 (16:13)

Weissensteinhalle, Würenlingen. – 300 Zuschauer. – SR Jürgen/Zaugg.

TV Endingen: Ferrante/; L. Richsteiner (2), Leitner (7), Gotthardi, Huwyler (4), Sudzum (1), Ch. Richsteiner (3), Pejkovic (6), Kulenovic (2), Schubnell (2), Seb. Kaiser (3), Kündig.

TV Steffisburg: Eggenberger, Klenja; Felder, Badertscher (1), Lutz, Weinekötter, Rubin (6), Manse (6), Christinat, Glatthard (3), Krainer (3), Zwahlen (6), Sorgen, Lunde.

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