Mit Gian Frisecke (Hittnau) und Jan-André Freuler (Reichenburg) fuhren jene zwei Fahrer auf die beiden ersten Plätze, die in der Saison 2015 in der Jahresrangliste der Elite die beiden ersten Plätze belegt hatten.

Die Jahresrangliste 2015 sah Jan-André Freuler vor Gian Friesecke an der Spitze. In Rüfenach drehte Frisecke, der im letzten Sommer an der Schweizermeisterschaft der Elite national in Steinmaur Zweiter geworden war, den Spiess um. In der letzten von fünf Runden auf der «Haselstrecke» entwischte Friesecke einer Spitzengruppe und erreichte als Solosieger das Ziel.

Gut 20 Sekunden hinter ihm fuhr Jan-André Freuler auf den zweiten Rang. Der 21-jährige Friesecke freute sich über seinen Sieg: «Es ist immer toll mit einem Sieg in die neue Saison zu starten. Dies auch dann, wenn es sich wie hier um ein Trainingsrennen handelt».

In der letzten leichten Steigung anderthalb Kilometer vor dem Ziel vermochte sich Friesecke von seinen letzten Gefährten abzusetzen. Auch Jan-André Freuler erreichte das Ziel noch vor dem Feld. Freuler und Friesecke war es als ersten Elite-Fahrern gelungen, die rund eine Minute vor ihnen gestarteten Anfänger und Masters-Fahrer zu stellen.

Sie übernahmen sofort das Kommando. Diese Temposteigerung führte dazu, dass sich die Spitze von Kilometer zu Kilometer verkleinerte und am Schluss nur noch die beiden Elite-Fahrer übrig blieben. Mit seinem Erfolg hatte Friesecke am Samstag allerdings nicht genug Velo-Kilometer: «Ich bin von meinem Wohnort Wila im Zürcher Oberland mit dem Velo nach Rüfenach gefahren und radle nun auch wieder zurück. Zusammen mit dem Rennen gibt das eine Distanz von etwas mehr als 160 Kilometer. Für mich ein guter Trainingstag».

Obwohl der Hochnebel den ganzen Samstag-Nachmittag nicht wegging und das Rennen bei Temperaturen um 5 Grad ausgetragen wurde, darf das erste der beiden Frühlingsrennen des RMVZOL als Erfolg gewertet werden. Rund 60 Fahrer - am Start waren nur männliche Radsportler - nahmen das Rennen in Angriff.

Mit etlichen Fahrern der Elite-Teams Hörmann und EKZ war die Beteiligung stärker als vor Jahresfrist. Damals war ebenfalls in Rüfenach eines der Frühlingsrennen des Zürcher Oberländer-Verbandes ausgetragen worden.

Qualität noch höher als 2015

Dass die Qualität höher war als 2015 stellte Sven Uhlmann (Safenwil), der vor Jahresfrist das Rennen gewonnen hatte, fest: «Mit der kräftigen Bise waren die Voraussetzungen ähnlich wie letztes Jahr. Gleichwohl waren wir gut zwei Minuten schneller unterwegs als letztes Jahr.

Das zeigt doch, dass die Qualität im Feld diesmal besser war». Uhlmann konnte diesmal in dem Kampf um den Sieg nicht eingreifen. Er erreichte das Ziel mit dem grossen Hauptfeld, das um den vierten Rang kämpfe.

Im Gegensatz zu den Elite-Fahrern stand für die U-23-Fahrer wie Sven Uhlmann am Sonntag auf der gleichen Rundstrecke jedoch mit der Aargauer Challenge der erste Ernstkampf auf Schweizer Boden an.