Karate

Elena Quiricis Fahrplan stimmt – sie erreicht Rang zwei bei der Olympia-Hauptprobe

Elena Quirici belegte in Tokio beim K1-Premier-League-Turnier den zweiten Platz.

Elena Quirici belegte in Tokio beim K1-Premier-League-Turnier den zweiten Platz.

2020 in Japan wird Karate eine olympische Disziplin. Die Aargauer Karate-Europameisterin Elena Quirici belegte bei der Hauptprobe in Tokio Rang zwei – und sammelte wichtige Qualifikationspunkte.

Die Aargauer Karate-Europameisterin Elena Quirici wurde in Tokio beim K1-Premier-League-Turnier erst im Final gestoppt. Die 24-Jährige aus Schinznach unterlag der Französin Alizée Agier, der Weltmeisterin bis 68 kg des Jahres 2014, 0:1 nach Punkten. Trotz dieser Niederlage glückte Quirici das Turnier in dem Land, in welchem in zwei Jahren erstmals um olympische Medaillen gekämpft wird. Im Sommer 2020 feiert Karate in Japan Olympia-Premiere und eine Teilnahme ist Elena Quiricis ganz grosses Ziel beziehungsweise ihr grosser Traum.

Denn ganz einfach wird die Teilnahme nicht. Pro Kontinent und pro Kategorie dürfen nur zwei Athletinnen starten. Erschwerend kommt hinzu, dass die normalerweise fünf Gewichtsklassen für die Spiele auf drei reduziert werden. Quirici wird in der Kategorie +61 kg starten, da die beiden Kategorien -68 kg (Quiricis Klasse) und +68 kg zusammengelegt werden.

Die richtige Richtung

Durch die Final-Teilnahme in Tokio hat Quirici nun wichtige Punkte für das Qualifikationsranking gesammelt, der Weg nach Japan aber bleibt lang. Beim Schweizerischen Karateverband ist man aber überzeugt, dass die Aargauerin das Potenzial und Können besitzt, um sich den Olympiatraum zu erfüllen. Quirici selbst sagte nach Rang zwei in Tokio: «Ich mache die richtigen Schritte in die richtige Richtung.»

Beim zuvor einzigen für das Ranking zählenden Turnier in Berlin hatte die 24-jährige Schweizerin den fünften Platz belegt. Quirici sagte zur schwierigen Qualifikation: «Da pro Kategorie und pro Kontinent nur zwei Athletinnen selektioniert werden, ist die Qualifikation härter als die Olympischen Spiele selber.»

Eine letzte Chance sowieso

Noch ist es zu früh, um eine erste Bilanz zu ziehen. Sicher aber ist, Quiricis Olympia-Fahrplan stimmt. Sie darf sich nicht zuletzt durch die erfolgreiche Hauptprobe in Tokio berechtigte Hoffnungen machen.

Klappt es am Ende nicht mit den geforderten Punkten im Ranking, gibt es noch eine letzte Chance für Quirici am Selektionsturnier im Mai 2020 in Paris, wo pro Kategorie drei Sportlerinnen selektioniert werden. (mpr/SDA)

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