Karate League
Elena Quirici gelingt die WM-Hauptprobe mit Rang zwei

Die 20-Jährige aus Schinznach-Dorf überzeugt beim Premier-League-Turnier im deutschen Hanau. Trotz hoher Weltniveau-Dichte und ihren gesundheitlichen Problemen im Sommer zeigt Elena Quirici, dass sie für die WM im November bereit ist.

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Elena Quirici erkämpft sich in Hanau den zweiten Platz.

Elena Quirici erkämpft sich in Hanau den zweiten Platz.

Rainer Sommerhalder

Das Premier League Turnier von Hanau war für sehr viele Athleten eine wichtige Standortbestimmung vor den Weltmeisterschaften im November. Mit insgesamt fast 900 Startern aus allen Kontinenten war in allen Kategorien eine sehr hohe Dichte an Weltniveau.

Elena Quirici von Karate Do Brugg wollte hier wieder ins internationale Turniergeschehen eingreifen. Nach diversen gesundheitlichen Rückschlägen in der Sommerpause war Quirici’s Team gespannt was sie zeigen kann. Quirici reiste direkt aus einem Trainingslager in Tenero nach Deutschland und war entsprechend müde.

Noch zu hohes Kampfgewicht

Ihr WM Gewicht stimmt noch nicht ganz, deswegen startete sie in der höheren Gewichtsklasse -68kg. Die Kampfweise in dieser Kategorie kann man als etwas ruhiger dafür ruppiger beschreiben. Die erste Gegnerin war eine ihr unbekannte Schwedin (2:0), die zweite Gegnerin war die bekannte Deutsche Maria Weiss (1:0), Team Weltmeisterin von 2008. Weiss ist eine sehr versierte harte Kämpferin, trotzdem konnte Quirici.

Im Kampf gegen Kamilla Warda aus Polen entschied das Kampfgericht auf den Sieg für Quirici, nachdem der Kampf ohne Punkte geendet hatte. Eine Brasilianerin bezwang Quirici in der Folge mit 2:1 Punkten. Die grosse Kroatin Bebek konnte sie gar mit 3:0 besiegen. Drei sehr schön ausgeführte Fausttechniken brachten den Sieg.

Finaleinzug nach fünf harten Kämpfen

Fünf harte anstrengende Kämpfe brachten den Finaleinzug. Sieben Stunden Wartezeit folgten bis schliesslich der Finalkampf stattfand. Die beste Kämpferin der Weltrangliste -68kg wartete auf Quirici. Die Russin Sherozia Inga zeichnet sich durch eine sehr faire aber kompromisslose kampfweise aus.

Quirici musste mit harten Fusstechniken, blitzschnellen Würfen und gezielten Fausttechniken rechnen. Sie bewegte sich hervorragend und liess sich nie auf die kampfweise der Russin ein. Quirici bestimmte den Kampf entscheidend mit und verlor schlussendlich mit einem Gegentreffer. Zufrieden und mit dem Wissen dass der Trainingsplan sowie die Form für die WM im November stimmen, wird Quirici an das nächste Premier League Mitte Oktober in Salzburg reisen.