Challenge League

Eklat, Blindflug und ein Punkt für den FC Wohlen

Wohlens Torschütze Felipe (links) musste im Spiel gegen Delémont einiges einstecken.

Wohlens Torschütze Felipe (links) musste im Spiel gegen Delémont einiges einstecken.

Wohlen holt gegen ein unbequemes Delémont einen Zähler. Die Freiämter haderten mit dem Schiri, der ihnen zwei Penaltys verweigerte und Renfer vom Platz stellte. Dank dem Punkt hält sich Wohlen im Strichduell die SR Delémont vom Leib.

Nach zwei Niederlagen gegen Aarau und Bellinzona erreicht der FC Wohlen zu Hause das Minimalziel und hält Direktkonkurrent Delémont mit dem Remis auf vier Punkten Distanz. «Ein Zähler aus den zwei Heimspielen ist eigentlich zu wenig. Trotzdem: Die Leistung war erfreulich, wir befinden uns auf dem richtigen Weg», bilanzierte Wohlen-Coach Longo Schönenberger.

Sein Team zeigte sich nach dem Eklat um Carlos Varela (siehe Kasten) als verschworene Einheit und bestach vorweg in der ersten Hälfte durch viel Leidenschaft im Einsatz. Douas Pfostenschuss nach einer Viertelstunde war für Wohlen der Weckruf – gleich im Gegenzug klingelte es im jurassischen Gehäuse: Steuble bediente den aufgerückten Felipe, der zum 1:0 einschoss. Wohlen hatte das Spiel weitgehend im Griff, benötigte bisweilen aber auch Glück (Lattenschuss von Szlykowicz) und Goalie Proiettis Können. Zum «dümmsten Zeitpunkt» (Schönenberger) kassierten die Freiämter den Ausgleich. Sekunden vor der Pause erzielte Hulmann – viel zu freistehend – per Kopf das 1:1.

Der FC Wohlen musste in einer insgesamt ausgeglichenen Partie einige Tiefschläge einstecken, Schiri Klossner verweigerte dem Heimteam nicht nur zwei Handspenaltys, sondern stellte bei Anbruch der Schlussphase auch noch Stürmer Renfer wegen zu starken Händeverwerfens per Ampelkarte vom Platz. FCW-Präsident Andy Wyder, der die Unparteiischen meist in Schutz nimmt, fand deutliche Worte: «Die Schiris boten heute eine traurige Leistung, es war ein Blindflug!» Wohlens Captain Michael Winsauer war ebenfalls etwas angefressen: «Wir wollten den Sieg unbedingt und hätten ihn aufgrund der ersten Hälfte auch verdient gehabt.» Die 9. Runde lief für den FC Wohlen trotz des Punktverlusts nicht so schlecht: Der Vorsprung auf den ungeliebten Rang 11 beträgt für die Aargauer nach wie vor vier Zähler.

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