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Einfache Fehler kosten beinahe den Möhliner Sieg

Der TV Möhlin gewann das erste von drei Heimspielen gegen die SG Horgen in extremis 31:30. Die starke Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit mit einem Sechs-Torevorsprung, kam in der zweiten Hälfte arg in Bedrängnis.

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TV Möhlin, Handball, NLB
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Tobias Stalder wirft wichtige Tore
Marcus Hock Möhlins bester Torschütze

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Noch in den Schlusssekunden spielte sich Entscheidendes ab, diesmal im Focus des aufmerksamen Torwartes Flavio Wick, welcher Horgens Penalty zum drohenden Ausgleich vereiteln konnte.

Nach dem ersten Treffer durch den jungen Vorzeige-Shooter Simon Schild, der damit den Grundstein für sein Torkonto (8) legte, verpatzte Möhlin den ersten Gegenstoss. Und Maurice Meier kassierte kurz darauf seine erste Verwarnung. Beim 0:2 (2‘) parierte aber Wick den nächsten Abschluss von Horgen und half seinem Team zurück auf die Spur.

Milovanovic landete den ersten Treffer und Stalder traf ebenfalls wenig später zum Ausgleich. Nach ebenbürtigen Minuten ging der TVM wenig später mit 7:4 in Führung. Horgens Spielmacher Sepp Schwander versuchte immer wieder Druck zu machen und seine Mitstreiter schnell und clever anzuspielen, um via Kreisspieler, Möhlins Schlussmann zu überlisten. Mit dieser Taktik hatten sie erst in der zweiten Halbzeit die besseren Karten. In der ersten Spielzeit gelang diese Aktion den Fricktalern mit Kreisläufer Patrick Freitag besser. Mal um Mal verwertete er die Zuspiele zum 7:4; 9:5 und 11:6 und begeisterte mit seinem starken Auftritt die Zuschauer. Möhlins Defensive hatte Horgens Schwander in der Zange und so fielen ihre Tore vermehrt via Flügelspieler. Bis zur Pause erspielten sich die Gastgeber durch Treffer von Stalder (3), Milovanovic, Soder und Hock ein komfortables Polster von 17:11.

In Halbzeit zwei wurds eng

Angenehm für Möhlin, aber noch war nichts entschieden. So erholte sich Horgen in der nächsten Spielzeit zusehends von seiner mässigen Leistung und schlug ein hohes Spieltempo an. Derweil begann der TVM mit alten Problemen zu hadern und leistete sich zu viele einfache Fehler. Einzelne Rettungsaktionen gelangen zwar noch ab und zu, aber auf die Dauer fehlten die Big Points. Die Gäste liefen zur Hochform auf und ihre Abschlüsse über den Kreis gelangen jetzt unerbittlich. Zwar verkürzte Marcus Hock mehrmals knallhart, aber sein Team kam trotzdem nicht richtig weg: Aus dem 20:17 wurde ein 20:18, in der 43. Minute ein 21:19. Wieder vermochte Hock durch einen gelungenen Siebenmeter seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt zu geben, doch Horgen liess sich nicht abdrängen. Eine Viertelstunde vor Schluss war der Anschlusstreffer Wirklichkeit. Möhlin musste alles geben, um nicht plötzlich hinterher zu ziehen. Das folgende Malheur mit den zwei erhaltenen Treffern zum 29:28 und 29:29 auf ein verwaistes Tor, war ein klares Zeichen, dass Horgen den Sieg wollte. Der nächste Schlagabtausch nutzte aber Tobias Stalder, welcher die beiden letzten wichtigen Tore für Möhlin warf. Beim Stand von 31:30 und noch 30 Sekunden verbleibende Spielzeit, setzte Schild zum ultimativ entscheidenden Penalty an. Sein Ball traf die Latte, prallte zurück zum nächsten Werfer und landete bei Wick, welcher das Leder abwehrte, aber nicht fing, während Horgens Kipili bereits zum Nachschuss ansetzte. Die Sirene ertönte, als der Ball im allgemeinen Durcheinander in den rettenden Händen von Wick auftauchte und Möhlin damit zwei wichtige Punkte bescherte.