Handball
Eine wiederholte Schmach verhindert

Die Frauen von Handball Wohlen besiegen im Derby das Tabellenschlusslicht Wettingen-Siggenthal mit 35:26. In der Vorrunde sah es für die Wohlnerinnen nicht so gut aus.

Tirza Gautschi
Drucken
Teilen

Aargauer Zeitung

«Wettingen hat nur zwei Ziele in der Saison: Uns zweimal zu schlagen.» Vor zwei Monaten musste Wohlens Trainer Fabian Gamper mit seinem Team genau eine solche Niederlage hinnehmen, dieses Wochenende in der Rückrunde wurde eine wiederholte Schmach erfolgreich verhindert.

Mit dem Schlussresultat von 35:26 war die Heimrunde gegen Wettingen ein klarer Erfolg und entsprach den Erwartungen von Gamper. «Wir haben gegen ein schwaches Team gespielt», darum hat er auch nach dem überraschenden Punkteverlust im Oktober gegen das Tabellenschlusslicht kaum Veränderungen vorgenommen. «Für mich persönlich ist das Derby nicht Besonderes, aber meine Spielerinnen kennen diesen Gegner gut und waren für die Partie hoch motiviert.»

Bemerkbar machte sich der Siegeshunger im perfekten Zusammenspiel der Wohlerinnen, was laut Gamper auch die grösste Stärke seiner Frauen ist. «Über die Schwächen spricht man nicht», fügt er mit einem Lachen hinzu. Aber die machten bis auf ein paar Patzer in der Deckung auch nicht von sich reden.

Schöne Zuspiele vor dem Tor der Gäste und schnelle Reaktionen sorgten dafür, dass sich die Heimmannschaft bis zur Halbzeit ein Polster von 6 Punkten erspielte. Nach Wiederanpfiff erhöhten sie zeitweise auf 10 Treffer Differenz und liessen den kämpferischen Wettingerinnen in keinem Moment die Hoffnung, diesen Rückstand wieder wettzumachen.

Steiniger Weg nach oben

«Im Moment sind wir nicht auf dem Tabellenplatz, der unserem Können entspricht», räumt Gamper ein. Trotz den gewonnenen Punkten gegen Wettingen liegt Wohlen hinter Basel Regio auf dem fünften Rang. In kurzfristiger Zukunft scheint auch der Wechsel in die SPL 1 kein realistisches Ziel zu sein. «Ich denke, wir werden den Aufstieg diese Saison nicht schaffen, aber so kann ich das den Frauen natürlich nicht sagen.»

Auf keinen Fall will Gamper seine Mannschaft entmutigen, doch der seit Sommer engagierte Trainer hat in der kurzen Zeit begriffen, dass die SPL 2 «eine ganz spezielle Liga ist» und die Aufstiegsmöglichkeiten von sehr vielen Faktoren abhängig sind. Schon aus finanziellen Gründen würde der Vorstand des Handballvereins Wohlen keinen Wechsel unterstützen können. Frustriert ist Gamper trotzdem nicht über die momentane Situation. Dafür will er in den letzten Heimspielen gegen die Spitzenteams vor allem eines: «Wir werden sie ärgern.»