Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben im vierten Finalrunden-Auswärtsspiel in Folge eine 25:32-Niederlage beim Schweizer Cupsieger Wacker Thun erlitten. Nach einer überragenden ersten Halbzeit und einer verdienten 15:12-Pausenführung brach das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs leider ein – die in dieser Phase lediglich drei erzielten Tore (bei zehn kassierten Gegentoren) sorgten dabei für die Vorentscheidung und resultierten in der letztlich (zu) deutlichen Niederlage. 

Überragend gestartet

Acht Minuten waren in der mit 1260 Zuschauern erneut gut besuchten Lachenhalle in Thun gespielt, als sich das favorisierte Heimteam, das sich mit einem Sieg den Einzug in die Playoff-Finalspiele sichern konnte, in einer frühen ersten Auszeit neu beraten und abstimmen musste. HSC-Captain Patrick Romann machte deren Vorhaben aber mit seinem eigens verwerteten Steal zum 5:0 einen weiteren Strich durch die Rechnung und unterstrich damit den überragenden Start seines Teams eindrücklich. 

Die Highlights des Spiels im Video:

Playoff Highlights : Wacker Thun gegen HSC Suhr Aarau 11.03.2017

Playoff Highlights : Wacker Thun gegen HSC Suhr Aarau 11.03.2017

Die HSC-Abwehr, mit Routinier Martin Pramuk im Rücken, stellte die Hausherren vor grosse Probleme und liess sich gar erst in der 10 Spielminute überhaupt erstmals düpieren. Via 8:3 (13.) und 9:5 (17.) kontrollierte und beeindruckte das HSC-Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Trotz vieler Unterzahlen und umgestellter, offensiverer Abwehr sowie der Hereinnahme von Torhüter Andy Willimann auf des Gegners Seite, liessen sich Tim Aufdenblatten und Co. nicht aus der Ruhe bringen. Den 12:10-Anschluss nach 24 Spielminuten konterten sie abgeklärt und sicher zum 14:10 indem sie lange erfolgreiche Angriffe fuhren und erneut viel gemeinsame Leidenschaft bewiesen. Die 15:12-Pausenführung war entsprechend hochverdient und der Auftritt aller Ehren wert. 

Vorentscheidende, fatale 15 Minuten

Die grossen Ambitionen des Finalrunden-Sechsten waren aber nach dem Wiederanpfiff innert nur vier Minuten leider dahin. Auf den ersten Ausgleich zum 16:16 folgte bis zur 36. Spielminute die erste Wacker-Führung des Spiels. HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann musste früh mit beiden verbleibenden Auszeiten versuchen, sein Team einerseits wachzurütteln und andererseits den drohenden Lauf des Heimteams abzuwenden. Das Spiel aber drehte abrupt – bis zur 45. Spielminute vermochte sein Team lediglich drei Tore zu erzielen, während die Thuner ihrerseits zehn Mal trafen und sich so in einen regelrechten Rausch spielten – die Vorentscheidung. 

Bereits in der ersten Halbzeit realisierten sie die Hälfte ihrer Treffer über den Gegenstoss. Ihr bekanntes und gefürchtetes Umschaltspiel war es denn auch, dass sie in der Folge und bis zuletzt gnadenlos durchzogen und dem HSC Suhr Aarau so ab dem ersten Rückstand in der 36. Spielminute keine Chance mehr liessen. «Nach unserer überragenden ersten Halbzeit haben wir den Faden im zweiten Durchgang leider komplett verloren», zeigte sich HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann nach dem Spiel enttäuscht.

Sein Kreisläufer und dreifacher Torschütze Lukas Strebel sprach indes «von einer zu spät gefundenen Lösung gegen die 5:1-Abwehr von Wacker Thun im zweiten Durchgang» die am Ursprung zu vieler einfacher Gegentore sowie der damit erlittenen, schmerzhaften Niederlage stand.