Schwimmen
Eine Sprinterin im Wasser: Paulina van der Laan ist die Aargauer Schwimmhoffnung

Paulina van der Laan ist die Aargauer Zukunftshoffnung über die kurzen Disziplinen. Das zeigte die 17-Jährige, die für den SC-Aarefisch schwimmt, an den Sommer-Schweizer-Meisterschaften in Aarau.

Stefan Salzmann
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Paulina van der Laan

Paulina van der Laan

Stefan Salzmann

«Ich habe gemischte Gefühle.» So beschreibt die 17-jährige Paulina van der Laan ihre Auftritte an den Sommer-Schweizer-Meisterschaften im Schachen in Aarau. Gerade eben war sie noch im Schwimmbecken und kämpfte im Vorlauf über 50 Meter Delphin um einen Platz im A-Final, welchen sie knapp um 15 Hundertstelsekunden verpasste. Nun sitzt sie auf der Tribüne des VIP-Bereichs und erklärt ihre aktuelle Gemütslage genauer: «Rangmässig bin ich zufrieden. Am Freitag gewann ich über 50 Meter Freistil bei den Juniorinnen Gold. Und bei den Aktiven landete ich in der gleichen Disziplin auf dem guten fünften Rang. Doch mit meinen geschwommenen Zeiten bin ich weniger zufrieden.»

Paulina van der Laan kommt aus Bremgarten. Seit zwei Jahren schwimmt sie für den SC Aarefisch, welcher am Wochenende zum ersten Mal die Sommer-Schweizer-Meisterschaften in Aarau durchführen konnte. Van der Laan ist eine «Sprinterin», wie sie selber sagt. «Lange Distanzen sind nichts für mich», ergänzt sie lächelnd. Sie, welche die Disziplin Freistil über eine Bahnlänge (50 Meter) bevorzugt und dort auch die besten Resultate erzielt. Und trotz guter Resultate und ihres noch jungen Alters zeigt sich die 17-Jährige sehr selbstkritisch, wenn es um die Einschätzung ihrer eigenen Leistung geht: «Körperlich fühle ich mich in Topform, ich war aber mental nicht ganz auf der Höhe und beispielsweise vor den Starts sehr nervös.»

Auf dem Weg an die Spitze

Die Arbeit an der Nervenstärke sei darum der Hauptpunkt, welchen sie in der bevorstehenden Trainingswoche verbessern wolle, bevor sie am nächsten Wochenende an der Junioren-Schweizer-Meisterschaft in Romanshorn am Start steht. «Ich muss im Kopf lockerer an die ganze Sache rangehen», sagt sie. «Dann kann ich noch schnellere Zeiten schwimmen.»
Dirk Thölking, der Cheftrainer des SC Aarefisch, zeigte sich hingegen sehr zufrieden mit den Ergebnissen seiner Athletinnen und Athleten. «Wir waren in einigen A-Finals vertreten, nur der ganz grosse Coup mit einer Medaille bei den Aktiven hat gefehlt», sagt er. Zu erklären ist dies auch damit, dass die beiden grössten Medaillenhoffnungen Federico Salghetti und Kim Bachmann vom SC Aarefisch an diesem Wochenende in Aarau fehlten. Sie waren an internationalen Wettkämpfen im Einsatz.

Über Paulina van der Laan weiss Thölking nur Gutes zu erzählen. «Ihre Stärken hat sie im physischen Bereich. Für eine 17-Jährige ist sie schon enorm gut austrainiert.» Und der Cheftrainer traut ihr in absehbarer Zukunft zu, in der absoluten nationalen Spitze mitzumischen, sofern sie sich weiterhin so gut entwickle.

Zwei Schweizer Rekorde

Für die absoluten Highlights aller rund 400 Schwimmerinnen und Schwimmer an den Sommer-Schweizer-Meisterschaften in Aarau sorgten die international erfahrenen Athletinnen Maria Ugolkova und Sasha Touretski vom dominierenden Schwimmklub Uster Wallisellen. Die beiden stellten je einen neuen Schweizer Rekord auf. Ugolkova am Sonntagnachmittag mit 54,72 Sekunden über 100 Meter Freistil und Touretski bereits am Samstagmorgen mit 28,95 Sekunden über 50 Meter Rücken.

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