Es war ein sehr schwieriges Spiel für die Aarauerinnen an diesem warmen Frühsommerabend im Schachen. Das Heimteam zeigte eine schwache Leistung gegen Baslerinnen, die in dieser Partie dominant aufgetreten sind.

Der Start ins Spiel war für die Zuschauer durchaus reizend. Schon früh machten die beiden Teams druck. Schon früh merkte man, dass die Baslerinnen das Spielgeschehen dominierten. Kurze Pässe, lange Bälle in die Tiefe und starkes Zweikampfverhalten waren an diesem Abend die entscheidenden Faktoren, mit denen die Baslerinnen das Spiel auf ihre Seite zogen.

Früher Führungstreffer – dann war Schluss

Wie bereits erwähnt waren die Baslerinnen das bessere Team. Doch es war ein Konter in der fünften Minute, der den Aarauerinnen ein Funken Hoffung gab. Erne lancierte mit einem Steilpass Zürcher, die den Ball wunderschön an Michel im Tor der Baslerinnen vorbeischieben konnte. 1:0. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen.

Doch dann das typische Muster, das in dieser Saison immer wieder aufgetreten ist. Das Muster, das den Aarauerinnen im Nacken liegt. Schon die ganze Saison hinweg. In der elften Minute kassierten die FCA-Frauen den Ausgleich.

Das sagt Ersatztorhüterin Laura Vogt nach der 1:5-Niederlage gegen Basel

Das sagt Ersatztorhüterin Laura Vogt nach der 1:5-Niederlage gegen Basel.

Von da an war die Partie nur noch in der Hand der Baslerinnen. Waren die Aarauerinnen am Ball, konnten zu wenig Aktionen gestartet werden. Zwar versuchte man, mit kurzen Pässen die Abwehr der Gäste zu überlisten, jedoch passierte dies nicht. Bis auf zwei, drei Aktionen war der Ball schon wenige Meter nach der Mittellinie wieder im Besitz der Gäste.

Individuelle Fehler werden sofort bestraft

So die logische Reaktion: Die Baslerinnen konnten in der 39. Minute den Führungstreffer erzielen. Ein individueller Fehler sorgte dafür, dass die Gäste in Führung gingen. Und so war es auch bei den restlichen Gegentreffern. Es war nicht die Leistung der ganzen Mannschaft, die dieses Endresultat zu verschulden hatte, sondern individuelle Fehler, die in der höchsten Spielklasse bestraft werden. Und zwar sofort.

Es war keine Partie, die man eine schlechte Partie nennen kann. Es war aber auch keine Partie, die man zu den Guten zählen kann. Es war eine Partie, die einfach gespielt wurde, damit sie vorbei ist. So schien es zumindest von aussen betrachtet.

Nun gilt es für die Aarauerinnen ernst. Nur noch vier Partien, in denen der Ligaerhalt gesichert werden kann. Am kommenden Mittwoch empfangen die Aarauerinnen GC, bereits am Samstag reisen dann die Frauen des FC Lugano nach Aarau. Um gegen Yverdon noch eine Chance zu haben, müssen in diesen Spielen Siege her. Ansonsten ist der Abstieg näher als je zuvor. "Jetzt haben wir die Klinge am Hals“, beschreibt Ersatztorhüterin Laura Vogt die Lage passend. Sehr passend.

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