2. Liga AFV

Eine Saison mit besonderen Vorzeichen: Auf diese Plätze tippen die Trainer ihr Team

Die Fussballsaison im Aargau beginnt auch für Othmarsingen (in blau-weiss) und Mutschellen (grün).

Die Fussballsaison im Aargau beginnt auch für Othmarsingen (in blau-weiss) und Mutschellen (grün).

Die Coronapandemie hat zum Abbruch der Saison 2019/2020 in den regionalen Fussballligen geführt. Für die kommende Spielzeit haben die Trainer der neu 15 Aargauer Zweitligisten unterschiedliche Ziele. Rang elf scheint besonders beliebt. Wir präsentieren Ihnen die Übersicht.

Als der Entscheid kam, waren die meisten Vereine froh. Froh darüber, dass endlich Klarheit herrschte und die Saison abgebrochen wurde. Der Schweizerische Fussballverband entschied sich aufgrund der dauerhaft hohen Zahl an Neuinfektionen in Zusammenhang mit dem Coronovirus zum Abbruch der Saison 2019/2020.

Die Tabelle der 2. Liga Aargau beim Saisonabbruch

Die Tabelle der 2. Liga Aargau beim Saisonabbruch

Das Credo der Klubs: Dass sie nicht mehr spielen konnten, ist ärgerlich, die Gesundheit geht aber klar vor und eben, immerhin herrschte Klarheit. Zudem entschied der Fussballverband, dass es keine Auf- und Absteiger gibt. Einzig der freiwillige Absteiger aus der 2. Liga inter, der FC Wettingen, spielt neu auch in der höchsten Aargauer Spielklasse.

Suhr und Gränichen eröffnen

Nun geht die neue Spielzeit auch im Aargauer Regionalfussball wieder los. Am Freitag geht das Kickoff-Spiel auf der Sportanlage Hofstattmatten zwischen dem FC Suhr und dem FC Gränichen über die Bühne. Vier weitere Spiele finden am Samstag und eines am Sonntag statt.

Die Ziele der Klubs könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch geben mehrere Vereine den Ligaerhalt als oberste Priorität aus. Einfach wird das aber nicht, denn in dieser Saison steigen gleich vier Teams ab. Mehrere Vereine melden auch Ambitionen auf die vorderen Ränge an. Beim Rang-Tipp liess sich aber kein Cheftrainer auf die Äste und tippte sein Team auf den ersten Platz.

FC Gontenschwil

Marc Zahnd, Trainer FC Gontenschwil

Marc Zahnd, Trainer FC Gontenschwil

Das sagt Trainer Marc Zahnd:

Die Coronapause war für uns: Nicht so enttäuschend wie für andere Mannschaften. Wir haben ein sehr routiniertes Kader mit 15 Spieler, die älter als 30 Jahre sind. Viele davon sind Familienväter. Entsprechend hatte unser Team viel Verständnis für die Situation. Ein bisschen geschmerzt hat uns der Abbruch des Aargauer Cups, bei dem wir im Viertelfinal standen. Wir wollten unbedingt den Final erreichen.   

Der FC Gontenschwil möchte in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Der FC Gontenschwil möchte in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Die Routine ist und bleibt unsere grosse Stärke, der Kern ist in den letzten 6-7 Jahren zusammengewachsen. Diese Kontinuität zeichnet uns aus, die Abstimmungen funktionieren. Dazu kommt, dass wir durch die viele Erfahrung im Team sehr verantwortungsbewusst durch die Coronapause gegangen sind. Ich erwarte, dass wir gleich dort weitermachen können, wo wir zuletzt aufgehört haben. Zudem konnten wir mit zwei Transfers an individueller Qualität zugelegt. 

Am Ende der Saison sind wir auf Platz: 8. Wir wollen weiterhin nichts mit dem Abstieg zu tun haben, auch wenn die Liga tendenziell an Niveau zulegt. Ich habe sehr viel Vertrauen in die Mannschaft und kann die Qualität des Kaders gut einschätzen. 

FC Fislisbach 

Christian Jäggi, Trainer FC Fislisbach

Christian Jäggi, Trainer FC Fislisbach

Das sagt Trainer Christian Jäggi: 

Die Coronapause war für uns: Unbefriedigend, die Situation hat uns konditionell zurückgeworfen. Wir wollten uns in der Rückrunde im technischen und taktischen Bereich Schwerpunkte setzen, das konnten wir so nicht umsetzen. Entsprechend wurden wir im Fahrplan zurückgeworfen. Wir waren in einer sehr guten Verfassung, das Ziel Ligaerhalt war in Reichweite. Nun ist es für uns nun ziemlich schwierig zu definieren, wo wir stehen, da wir als Aufsteiger noch keine gesamte Saison absolvieren konnten. 

Der FC Fislisbach möchte die gute Saison vom vergangenen Jahr bestätigen.

Der FC Fislisbach möchte die gute Saison vom vergangenen Jahr bestätigen.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Unsere Stärke ist unser Teamgeist. Die Spieler sind auch privat befreundet und kämpfen füreinander. Damit können wir einiges kompensieren. Die individuelle Qualität ist im Vergleich zu anderen Teams sicherlich begrenzt, wir haben gerade mal einen Spieler mit Erfahrung in der 2. Liga inter. Aussicht auf Verstärkung haben wir da auch keine, weil wir den Spielern nichts bezahlen. 

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: 11. Es ist schwierig einzuschätzen, der Ligaerhalt bleibt das Ziel, auch wenn wir zuletzt auf dem 6. Platz standen. Andere Teams haben sich verstärkt, ich erwarte demnach, dass das Niveau der Liga gestiegen ist. 

FC Gränichen 

Felipe Giacomini, Trainer FC Gränichen.

Felipe Giacomini, Trainer FC Gränichen.

Das sagt Trainer Felipe Giacomini: 

Die Coronapause war für uns: Langweilig, wir hatten eine super Vorrunde und waren richtig motiviert die Spitze anzugreifen, dann kam plötzlich der Abbruch. Im Nachhinein ist das schon auch enttäuschend, der Verlauf der Saison war für mich sehr zufriedenstellend. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur vorherigen Spielzeit im mentalen Bereich enorm verbessert und ist an den Aufgaben gewachsen. 

Der FC Gränichen möchte Platz 4 anvisieren.

Der FC Gränichen möchte Platz 4 anvisieren.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Individuell sind wir nicht die Stärksten, das Team zeichnet uns aus. Der Kern der Mannschaft spielt schon lange zusammen, wir sind ein Dorfverein mit einer guten Chemie. Wir treten praktisch mit der gleichen Mannschaft an und wollen damit den Spielern signalisieren, dass wir sehr zufrieden mit der Entwicklung sind. Deshalb haben wir auch keine neuen Verpflichtungen gemacht.

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: 4. Letztes Jahr haben die Spieler gelacht, als ich gesagt habe, dass wir Fünfter werden. Nimmt man den Stand bei Abbruch, waren wir auf dem 5. Platz. Aber ich will mich damit nicht zufrieden geben. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft noch einen Schritt nach vorne machen kann. Offensiv haben wir noch viel Potenzial, wenn wir unsere Effizienz steigern, ist mit diesem Team noch mehr möglich.

FC Rothrist

Oscar Muino, Trainer FC Rothrist

Oscar Muino, Trainer FC Rothrist

Das sagt Trainer Oscar Muino:

Die Coronapause war für uns: Enttäuschend, wir hatten einen guten Lauf in der Vorrunde. Dieses Momentum ist nun weg, dementsprechend kann man schon von einem kleinen Rückschlag sprechen. Mich nimmt es Wunder, was in der Rückrunde möglich gewesen wäre. Aber wir probieren das nun auszublenden. Positiv ist, dass sich eine grosse Vorfreude aufgebaut hat. Wir haben die Spieltags-Emotionen vermisst, die Spieler sind definitiv heiss. 

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Unsere individuelle Klasse. Wir konnten sechs starke Neuzugänge verpflichten, die uns besser machen können. Ich denke, dass wir spielerisch noch stärker aufgestellt sind als in der vergangenen Saison. Ob wir allerdings auch im Team wieder funktionieren, wird sich nach den ersten fünf bis sieben Runden zeigen. 

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: 2. Es ist schwierig zu sagen, ob die neuen Transfer greifen und wie wir die Abgänge von zwei Stammspielern verkraften. Ich hatte letztes Jahr eine sehr junge Mannschaft und war überrascht, dass wir zur Winterpause auf dem 2. Rang standen. Wir wollen auf jeden Fall in der vorderen Region mitkämpfen, aber es wäre zu früh, um den Aufstieg als Ziel zu definieren. 

FC Suhr 

Manuel Calvo, Trainer FC Suhr

Manuel Calvo, Trainer FC Suhr

Das sagt Trainer Manuel Calvo:

Die Coronapause war für uns: Bestimmt nicht einfach, wir haben die AFV-Wintermeisterschaft gewonnen, hatten eine gute Vorbereitungsphase und waren als Viertplatzierter bereit zum Angriff. Aber in solchen Zeiten ist Demut gefragt, die Gesundheit hat Vorrang. Klar, die lange Pause hat uns sicher nicht geholfen. Unser Team hat konditionell gelitten, das gilt es nun zu korrigieren. Zum Glück dürfen wir das Eröffnungsspiel bestreiten, das Derby gegen Gränichen wird bei uns heiss ersehnt und spornt uns bei der Vorbereitung an. 

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Unser Team ist eingespielt, wir haben ein tolles Fundament, dass sich in den letzten beiden Saisons entwickelt hat und uns auch in dieser Saison tragen wird. Zwar gab es mit Bruno Justino einen gewichtigen Abgang und nebenbei fallen mittelfristig zwei Leistungsträger mit einer Verletzung aus, aber wir können dies mit unseren beiden Transfers kompensieren. 

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: 4. Wir wollen dort weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Ich bin mir bewusst, dass sich einige Mannschaften individuell verstärkt haben. Das gibt eine anspruchsvolle Saison. Der Aufstieg ist für uns kein Thema, der Kampf um die Spitze überlassen wir anderen Teams, aber wir sind in Lauerposition. 

FC Wettingen

Salvatore Romano, Trainer FC Wettingen

Salvatore Romano, Trainer FC Wettingen

Das sagt Trainer Romano Salvatore:

Die Coronapause war für uns: Ein Neustart. Mit dem freiwilligen Abstieg wurde auch ein Philosphiewechsel im Verein eingeleitet. Wir wollen nun auf die Jungen setzen, gerade mal vier Spieler sind vom alten Kader in der 1. Mannschaft übrig geblieben. Ich bin selber auch erst seit Mai dabei und stecke mit der Mannschaft noch mitten in einem Prozess. Es ist eine schwierige Phase, aber ich wusste auf was ich mich einlasse. 

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Wir wollen einen jungen, frechen und offensiven Fussball spielen. Wir werden keine Angst zeigen, denn wir haben praktisch nichts zu verlieren. Unser Vorteil ist, dass wir das unbekannteste Team der Liga sind. Damit ist es schwierig, sich auf uns einzustellen. Das wollen wir ausnützen. 

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: Unser Ziel ist der Ligaerhalt, ich gebe mich mit jedem Rang zufrieden, der dafür reicht. Das kann sich während der Saison jedoch noch ändern. Aber in der aktuellen Situation können wir auf jeden Fall nicht den Anspruch haben, dass wir vorne mitspielen. 

FC Schönenwerd-Niedergösgen

Daniel Ludäscher, Trainer FC Schönenwerd-Niedergösgen

Daniel Ludäscher, Trainer FC Schönenwerd-Niedergösgen

Das sagt Trainer Daniel Ludäscher:

Die Coronapause war für uns: Eine schwierige Zeit. Wir waren als Aufsteiger auf der Überholspur und hatten gerade ein tolles Trainingslager absolviert, bei dem wir im taktischen Bereich und auch vom Teamgeist her nochmals Fortschritte gemacht haben. Es muss uns jetzt bewusst werden, dass wir nicht einfach dort weitermachen können, wo wir zuletzt aufgehört haben. Und trotzdem sind unsere Ansprüche gestiegen. Ich traue der Mannschaft zu, dass wir auch in der kommenden Saison in der vorderen Tabellenhälfte mitspielen können.

Der FCSN meldet Ambitionen in der vorderen Tabellenhälfte an.

Der FCSN meldet Ambitionen in der vorderen Tabellenhälfte an.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Unser Teamgeist. Da hat sich im Verlauf der letzten Saison vieles entwickelt. Mittlerweile gibt es mehr Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft, wir konnten sechs neue Spieler, die allesamt aus der Region stammen, verpflichten. Damit sind wir sehr flexibel mit unserer Taktik. Ich habe eine gute Auswahl an Routiniers und jungen, schnellen Spielern, damit kann ich gut variieren. Kommt dazu, dass wir keine Stammspieler abgeben mussten, ich schätze unser Team noch stärker ein als in der letzten Saison. 

Am Ende der Saison stehen wir auf: Platz 6. Damit bin ich zufrieden. Es ist zwar das gleiche Ziel wie letzte Saison, jedoch auch ambitionierter, weil die Liga viel stärker geworden ist. Wenn wir unsere Gegner beobachten, dann sehe ich Rothrist, Mutschellen oder Lenzburg ganz vorne. Als Überraschungskandidat sehe ich den FC Sarmenstorf, der bei Abbruch noch hinter uns klassiert war. Das macht die Sache für uns bestimmt nicht leichter.

FC Kölliken

Marco Wüst, Trainer FC Kölliken

Marco Wüst, Trainer FC Kölliken

Das sagt Trainer Marco Wüst:

Die Coronapause war für uns: Nicht ideal. Ich denke, dass sie keinem Verein gelegen gekommen ist. Wir hätten sehr gerne gespielt, um am Ende besser da zu stehen, als wir es beim Saisonabbruch getan haben. Unser Ziel war es, uns gegen vorne orientieren zu können und ich denke, das wäre auch möglich gewesen. Ein Rang-Ziel haben wir aber keines ausgegeben, aber eine bessere Klassierung wäre sicher noch im Bereich des Möglichen gelegen.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Wir arbeiten daran, dass unsere grosse Stärke das Team und der Teamgedanke ist. Unser Ziel ist es, eine gute Abwehr zu stellen. Es soll für jeden Gegner schwer sein, gegen uns Tore zu schiessen. Vorne können wir immer den einen oder anderen Treffer landen.

Am Ende der Saison stehen wir auf: Ich tippe uns auf den fünften Rang. Dies, weil wir über die nötige Qualität verfügen, um dorthin – oder sogar noch weiter nach vorne – zu kommen. Ich bin überzeugt, dass wir da hin gehören.

FC Mutschellen

Sergio Colacino, Trainer FC Mutschellen.

Sergio Colacino, Trainer FC Mutschellen.

Das sagt Trainer Sergio Colacino:

Die Coronapause war für uns: Abgesehen davon, dass wir vorne mitgemischt haben, haben wir uns in diesem Winter speziell auf die Rückrunde vorbereitet. Unter anderem stand ein intensives Trainingslager an und auch im mentalen Bereich haben wir gearbeitet. Unserer Meinung nach war kein Gegner derart dominant, dass wir ihn nicht hätten schlagen können und deshalb wollten wir herausfinden, was drin liegt.

Der FC Mutschellen gehört in dieser Saison zu den Geheimfavoriten.

Der FC Mutschellen gehört in dieser Saison zu den Geheimfavoriten.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Unser Kader ist bis auf einen Abgang und wenige Zuzüge unverändert geblieben. Die Zuzüge sind echte Verstärkungen, nicht nur fussballerisch, sondern auch menschlich. Das sind super Typen. Das könnte also ein Vorteil für uns sein, dass wir breit genug aufgestellt sind und über eine ausreichende Substanz verfügen.

Am Ende der Saison stehen wir auf: Prognosen kommen doch nie gut, oder? (lacht) Ich tippe auf Rang 6. Wir streben einen Platz im oberen Mittelfeld an und wollen sicherlich die «Grossen», die Mannschaften mit Aufstiegsambitionen, ärgern.

FC Othmarsingen

Beat Dünki, Trainer FC Othmarsingen

Beat Dünki, Trainer FC Othmarsingen

Das sagt Trainer Beat Dünki:

Die Coronapause war für uns: Der Saisonabbruch ist uns nicht entgegengekommen, obwohl wir da auf dem zwölften Rang gelegen sind. Wir hätten lieber gespielt und auf dem Platz bewiesen, dass wir es können. Demnach hat uns die Coronapause nichts gebracht, aber wir können es nicht ändern.

Der FC Othmarsingen setzt sich ein Platz im Mittelfeld als Ziel.

Der FC Othmarsingen setzt sich ein Platz im Mittelfeld als Ziel.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Beim FC Othmarsingen wollen wir immer auf viele Junge bauen und das tun wir auch. Aus dem aktuellen, 24 Spieler umfassenden Kader, sind 12 aus den A-Junioren. Aber wir haben auch ältere Akteure dabei und deshalb finde ich, dass wir ein sehr gutes Gemisch haben. Für die Jungen ist es wichtig, dass sie sich entfalten können, und nicht primär, dass sie für Furore sorgen.

Am Ende der Saison stehen wir auf: Platz 7. Wir arbeiten mit den Spielern aus dem eigenen Verein und unser Ziel ist ein Mittelfeldplatz. Mit dem guten Gemisch ist das auch möglich. Allerdings wird es wohl lange dauern, bis sich die Schlussklassierung abzeichnen wird, da es ja auch vier Absteiger geben muss.

FC Sarmenstorf

Das sagt Trainer Michael Winsauer:

Michael Winsauer, Trainer FC Sarmenstorf

Michael Winsauer, Trainer FC Sarmenstorf

Die Coronapause war für uns: Überraschend! Wir hatten uns sehr gut auf die Rückrunde vorbereitet, mussten viel planen und haben unter anderem auf dem Kunstrasen in Wohlen trainieren können. Zudem haben wir ein Trainingslager organisiert und absolviert. Wir hätten uns gerne auf dem Platz bewiesen und den Nichtabstiegsplatz verteidigt. So kann man sich nicht so recht über den Ligaerhalt freuen. Wichtig ist aber, dass alle gesund sind.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Der Teamgeist! Das ist umso wichtiger, als dass wir ein kleiner Dorfverein sind und den Spielern keinen Rappen bezahlen können. Wir haben gut gearbeitet in der Vorbereitung und haben fussballerische Qualitäten. Mit Alain Schultz sind wir sicherlich offensiv noch etwas unberechenbarer. Bei uns ist jedes Heimspiel ein Fest, mit all den Zuschauern, die wir in unserem Rücken wissen.

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: 11. Dies, weil wir bodenständig sind und die Kirche im Dorf lassen. Der Ligaerhalt ist das Ziel von uns und das können wir schaffen. Alles andere, was besser als der elfte Rang ist, wäre Zugabe, ein Sahnehäubchen.

FC Niederwil

Luigi Saporito, Trainer vom FC Niederwil.

Luigi Saporito, Trainer vom FC Niederwil.

Das sagt Trainer Luigi Saporito:

Die Coronapause war für uns: Nicht gut. Wir hatten uns seit Januar intensiv auf die Rückrunde vorbereitet, die Trainingspräsenz war sehr gut. Deshalb wollten wir auf dem Platz beweisen, dass wir unser Ziel – den Ligaerhalt – erreichen können. Zudem standen im Cup-Viertelfinal, was eine zusätzliche Motivation darstellte. Ich bin sicher, dass es eine spannende Rückrunde geworden wäre.

Der FC Niederwil möchte in der kommenden Saison überraschen.

Der FC Niederwil möchte in der kommenden Saison überraschen.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Der Teamgedanke und die Kameradschaft. Ein grosser Teil unseres Teams machen die ehemaligen A-Junioren aus, die schon lange zusammenspielen. Zudem sind wir als Mannschaft von der 4. Liga bis in die 2. Liga aufgestiegen und deshalb werden wir als starkes, gefestigtes Team auftreten.

Am Ende der Saison stehen wir auf Platz: 11. Wir landen auf einem Nichtabstiegsplatz. Der Ligaerhalt ist unser oberstes Ziel und da nun 15 Teams mitspielen und vier davon absteigen, wird es eine pickelharte Saison. Jeder Rang, der besser ist als der elfte, nehmen wir gerne. Aber wir bleiben realistisch und mit beiden Füssen auf dem Boden.

FC Oftringen

Zelimir Skopljak, Trainer FC Oftringen

Zelimir Skopljak, Trainer FC Oftringen

Das sagt Trainer Zelimir Skopljak:

Die Coronapause war für uns: Wir haben uns gut auf die Rückrunde vorbereitet und waren in meinen Augen auf einem guten Level. Wir hätten gerne gezeigt, was wir drauf haben. Dass die Meisterschaft nicht gewertet wurde, ist uns ohne Frage zugute gekommen. Deshalb wollen wir nun umso mehr zeigen, dass wir schon im Winter bereit gewesen wären. Da wir schon in der Rückrunde der Saison 18/19 den Turnaround geschafft haben, waren wir auch heuer wieder zuversichtlich.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Der Teamzusammenhalt. Die meisten Spieler sind schon seit längerer Zeit beim FC Oftringen und wir hatten fast keine Abgänge im Sommer. Viele kennen sich, sind aus der Region und sind heiss darauf, für den Verein Punkte zu holen. Zudem haben wir gut gearbeitet im Sommer und ich bin sicher, dass der Teamzusammenhalt und das Selbstvertrauen in den Testspielen weiter gefördert worden sind.

Am Ende der Saison sind wir auf Platz: Auf dem Rang 8 oder vielleicht noch etwas weiter vorne. Wir wollen sicher nichts mit dem Abstieg zu tun haben und das traue ich meinen Spielern auch zu. Aber im Fussball weiss man ja bekanntlich nie, wie es läuft.

FC Wohlen II

David Pallas, Trainer FC Wohlen II

David Pallas, Trainer FC Wohlen II

Das sagt Trainer David Pallas:

Die Coronapause war für uns: Weniger gut für die Physis. Ich habe meine neue Mannschaft zuvor nicht sehr gut gekannt. Als wir aber vor rund einem Monat mit dem Training begonnen haben, war ich über den physischen Zustand nicht gerade erfreut. Die Vorbereitung war aber normal. Spielerisch wird es noch eine gewisse Zeit brauchen, bis alle Automatismen wie gewünscht greifen. Dennoch bin ich zuversichtlich.

Der FC Wohlen II möchte in der kommenden Saison vorne mitspielen.

Der FC Wohlen II möchte in der kommenden Saison vorne mitspielen.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Das ist im Moment noch schwierig zu beurteilen, da ich erst seit einem Monat mit meiner Mannschaft arbeite. Unser Augenmerk liegt aber auf einem sauber gestalteten Spielaufbau und Rhythmuswechseln im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor.

Am Ende der Saison sind wir auf Platz: Da kann ich leider keinen Tipp abgeben. Es ist doch schon einige Jahre her, dass ich den FC Oftringen trainiert habe. Ich kenne die Liga daher eigentlich nicht mehr und wage keine Prognose. Unser Ziel ist aber, vorne mitzuspielen. Nicht zu vergessen ist aber, dass wir auch eine Ausbildungsmannschaft für unser Fanionteam darstellen.

FC Lenzburg 

Samuel Drakopoulos, Trainer FC Lenzburg

Samuel Drakopoulos, Trainer FC Lenzburg

Die Coronapause war für uns: Eine einzige Bestrafung. Ich war zwar noch nicht beim FC Lenzburg, aber ich war in Frick in der gleichen Situation und kann deshalb sehr gut mitfühlen. Der FC Lenzburg hatte sechs Punkte Vorsprung, er hat geliefert und wird dann quasi mit dem Saisonabbruch bestraft. Wir müssen die Situation akzeptieren, unser Fokus ist jetzt nach vorne gerichtet.

Unsere Stärke in der kommenden Saison: Da darf ich ja nicht zu viel verraten (lacht). Spass bei Seite: Unsere Stärke wird sein, dass die Spieler in der vergangenen Saison bewiesen haben, zu was sie fähig sind. Wir haben eine gestandene Mannschaft beisammen, die weiss, was es braucht, um Erfolge zu feiern. Darauf lässt sich in dieser Saison aufbauen.

Am Ende der Saison sind wir auf Platz: Auf dem grünen Platz in Lenzburg (lacht). Ich will mich nicht auf einen Rang festlegen, aber das Ziel ist natürlich klar: Wir wollen wiederum vorne mitspielen, auch wenn wir mit 17 Feldspielern und drei Torhütern eher ein dünnes Kader haben. Wir werden die Saison auf jenem Platz abschliessen, den wir uns verdient haben.

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