Es war ein Spiel, das die Gränicher Spieler wohl nicht so schnell vergessen . Ist es doch nicht an der Tagesordnung, dass man in einem Super-League-Stadion auflaufen kann. Von der besonderen Affiche vielleicht ein wenig zu beeindruckt, erwischte die Osterwalder-Elf gegen die U21-Mannschaft des FC Thun einen Kaltstart.

Zwar verzeichneten die Gäste in der 3. Minute durch Franjo Bajo den ersten Abschluss, ansonsten waren die Jungtalente aus dem Berner Oberland aber klar Chef auf dem Platz. Bereits in der fünften Minute traf Elvedin Causi zum vermeintlichen 1:0. Das Tor wurde jedoch wegen einer Offsideposition aberkannt. 

Marc Wehrli mit kuriosem Eigentor

Unter gütiger Mithilfe der Gelbschwarzen war die frühe Thuner Führung kurze Zeit später dann doch Tatsache. Nachdem Ivan Markovic alleine vor dem Tor am Pfosten scheiterte, sprang der Ball unglücklich vom Bein des zurücklaufenden Marc Wehrli ins Tor.

Von diesem kuriosen Treffer beflügelt, drückte der FC Thun weiterhin unaufhörlich in Richtung Gränicher Tor und liess in der 16. Minute den zweiten Streich folgen. Kevin Bigler traf mit einem herrlichen Distanzschuss aus der zweiten Reihe.

Auch in der Folge spielte sich das Spielgeschehen hauptsächlich in der Gästeplatzhälfte ab, Buchser verhinderte aber in der 24. Minute mit einem tollen Reflex gegen Nando Bärtsch den dritten Gegentreffer. Kurz davor setzte Ivan Lopez bei einem seltenen Gegenstoss den Ball aus spitzem Winkel ins Aussennetz. Es blieb dies die einzige Gränicher Torchance bis zur Halbzeit.

Ganz anders die Platzherren auf der Gegenseite: Ivan Markovic markierte nach Ablauf einer halben Stunde mit dem 3:0 bereits die Vorentscheidung und auch danach kamen die Thuner immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Bis zur Pause blieb es jedoch bei der Dreitore-Führung. 

Thun mit sechs Spielern aus Super League

Der zweite Durchgang gestaltete sich etwas ausgeglichener. Der FC Gränichen wusste sich zu steigern und liess dem Gegner deutlich weniger Platz. Chancen blieben so für lange Zeit Mangelware. Die Gastgeber, welche gleich mit sechs Spielern aufliefen, die im Kader der ersten Mannschaft fungieren, taten lange Zeit nur noch das Nötigste, nur um in der Schlussphase nochmals aufdrehen zu können. Der eingewechselte Milos Krstic erzielte in der 77. und 91. Minute die Tore vier und fünf und sorgte für ein noch klareres Verdikt. 

Beinahe wären die Gränicher in der Nachspielzeit ebenfalls noch erfolgreich gewesen, der Thuner Torwart Francesco Ruberto lenkte einen Abschluss von Ivan Lopez aber gerade noch um den Pfosten und verhinderte somit den Ehrentreffer.

Nun folgt das Derby gegen Lenzburg

Der FC Thun war schlicht und einfach eine Klasse besser und wird sicherlich um den Aufstieg in die 1. Liga mitspielen. Bereits am nächsten Samstag bietet sich Gränichen die Chance, auf die Kanterniederlage zu reagieren. Zu Gast auf der ZehnderMatte ist der FC Lenzburg. Das Derby wird um 18 Uhr angepfiffen.