Challenge League

«Eine Grenze überschritten»: Aarau-Stürmer Stefan Maierhofer nach Facebook-Post suspendiert

Stefan Maierhofer

Stefan Maierhofer

Der «No Major no Party»-Fehltritt des Österreichers hat Konsequenzen: Maierhofer muss die nächsten zwei FCA-Partien auf der Tribüne verfolgen. Die Tür für den Österreicher ist beim FC Aarau aber noch nicht zu.

«No Major no Party» schrieb Stefan Maierhofer am Tag nach der 0:3-Pleite des FC Aarau in Wil auf seinem Facebook-Profil. Und suggerierte damit, dass die Niederlage mitunter auf seine Abwesenheit zurückzuführen sei. Maierhofer schmorte in Wil 80 Minuten auf der Bank und konnte nach seiner Einwechslung nichts mehr bewirken.

Maierhofers Facebook-Post

Als "unpassend und nicht akzeptabel" bezeichnete FCA-Sportchef Sandro Burki Anfang Woche den Social-Media-Fehltritt des Österreichers und kündigte an, mit dem «Major» ein ernstes Wörtchen zu reden.

Das ist passiert. Burki und Trainer Patrick Rahmen teilten Maierhofer ihre Meinung über den Facebook-Eintrag unmissverständlich mit. Mit Folgen: Der 37-Jährige ist für die nächsten zwei Spiele gegen Stade Lausanne-Ouchy und Vaduz intern gesperrt. Maierhofer darf am Mannschaftstraining teilnehmen, die beiden Partien aber muss er auf der Tribüne verfolgen. 

Rahmen begründet die Suspendierung des Teamseniors: «Stefan ist ein Typ mit Ecken und Kanten, die man ihm ein Stück weit auch gewähren muss und die ihn stark machen. Doch mit diesem Facebook-Eintrag hat er eine Grenze überschritten. In jeder Mannschaft gibt es Regeln und schon gar nicht darf ein Spieler sein Ego über das Kollektiv stellen. Mit seiner Wortwahl suggeriert Stefan jedoch genau dies.»

Rahmen weiter: «Die Suspendierung gilt für die zwei Spiele und soll ihn zum Nachdenken über sein Handeln animieren. Die Türe ist für Maierhofer aber nicht zu, nach den zwei Spielen ist er wieder ein normaler Teil der Mannschaft und hat im Training wie jeder Spieler die Chance, sich für Einsätze in der Meisterschaft aufzudrängen.» 

In der vergangenen Saison war Stefan Maierhofer mit zwölf Toren einer der Garanten für die grandiose Aufholjagd in die Barrage, in der der FCA an Xamax denkbar knapp den Aufstieg verpasste. Nach seiner Vertragsverlängerung ist er jedoch nicht mehr auf Touren gekommen: Ausser beim Heimsieg gegen Schaffhausen (3:1), zu dem Maierhofer zwei Treffer beisteuerte, waren seine Auftritte eine Enttäuschung.

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Zu Gast im neuen FCA-Talk ist der AZ-Fussballexperte Francois Schmid-Bechtel, der den FC Aarau lange journalistisch begleitete und mittlerweile aus der Distanz beobachtet. «Wenn ich ins Brügglifeld gehe, werde ich nicht überrascht», sagt Schmid-Bechtel und spricht an, was er vermisst: «Vollgas-Fussball mit jungen Spielern, der die Massen begeistert.»

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