Fussball
Eine gefühlte Niederlage für den FC Entfelden

Im Spiel zwischen dem FC Suhr und dem FC Entfelden fielen auf beiden Seiten keine Tore. Der FC Entfelden enttäuscht beim 0:0 gegen aufopfernd kämpfende Suhrer.

Pascal Kamber
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Entfeldens Vojan Cvijanovic (links) gegen Suhrs Erkan Oezdemir. awa

Entfeldens Vojan Cvijanovic (links) gegen Suhrs Erkan Oezdemir. awa

Der FC Suhr macht das Rennen um den Meistertitel in der Aargauer Zweitliga wieder spannend. Zwar gab es beim 0:0 zwischen Suhr und dem FC Entfelden keinen Sieger, doch einige Kilometer vom Sportplatz Schützenrain entfernt durfte trotzdem gejubelt werden. Entfeldens Verfolger Kölliken verkleinert durch das 0:0 den Rückstand auf den Spitzenreiter auf vier Punkte. Auch beim FC Suhr war die Freude über den erkämpften Punktgewinn gross.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung machten die Gäste den Entfeldern das Leben schwer. «Ich bin sehr zufrieden. Wir mussten auf viele Spieler verzichten, deshalb durfte dieser Punktgewinn nicht erwartet werden», sagte Suhrs Spielertrainer Elvir Melunovic nach dem Schlusspfiff. Dem ehemaligen Schweizer U21-Nationalspieler zufolge machte aber gestern Nachmittag eben diese akute Personalnot den Unterschied aus. «Jeder wusste von Beginn weg, dass er für seinen Mitspieler gehen muss.»

Spiel rasch abhaken

Diese Einstellung vermisste man beim FC Entfelden. Das torlose Remis fühle sich wie eine Niederlage an, erklärte Trainer Roger Wehrli nach dem Abpfiff. Insbesondere von seinen A-Junioren Atdhe Kadrijaj, Tobias Scherer, Dardan Gashi, Pascal Lüscher und Suajb Seljmani war Wehrli enttäuscht. «Es kann nicht sein, dass unsere Leistungsträger die Partien immer richten müssen», liess der FCE-Coach seinem Unmut freien Lauf.

Von einer aufkommenden Nervosität im Meisterschafts-Endspurt will Wehrli allerdings nichts wissen. Im Hinblick auf den Final im Aargauer Cup am nächsten Donnerstag gegen Baden II gelte es nun, das Spiel gegen Suhr so rasch wie möglich abzuhaken. «Wir müssen wieder mehr laufen. Ich selber kann es ja nicht richten», erklärte Wehrli.

Buchser verschiesst Penalty

Dabei begann die Begegnung ausgezeichnet für den Gastgeber. Bereits in der 6. Minute wurde Entfeldens Rechtsverteidiger Dalibor Velimirovic im gegnerischen Strafraum gefoult. Torhüter Livio Buchser trat den fälligen Elfmeter jedoch zu ungenau und scheiterte an seinem Gegenüber Joao Ngongo. «Klar ärgere ich mich. Hätte ich das frühe Tor erzielt, hätten wir auch gewonnen», sagte Buchser. Nach dem frühen Paukenschlag entwickelte sich keine berauschende Partie.

Gefährliche Aktionen waren Mangelware, weil beide Teams im Abschluss zu unpräzise agierten. Die grösste Chance erspielte sich der Entfelder Stürmer Vojan Cvijanovic kurz nach dem Seitenwechsel. Sein gefühlvoller Schlenzer prallte vom Pfosten aber wieder zurück ins Feld.