FC Aarau
Eine doppelt schmerzhafte Niederlage im Testspiel gegen GC: Besle muss operiert werden

Der FC Aarau verliert den Test gegen die Grasshoppers mit 1:4 und muss länger auf Stéphane Besle verzichten.

Ruedi Kuhn
Merken
Drucken
Teilen
Für Abwehrchef Stéphane Besle geht es vorerst nicht weiter.

Für Abwehrchef Stéphane Besle geht es vorerst nicht weiter.

Marc Schumacher/freshfocus

Das Verletzungspech in den Reihen des FC Aarau reisst nicht ab: Nach Miguel Peralta (Kreuzbandriss und Meniskusschaden im Knie) und Marco Thaler (Bruch des Mittelfussknochens) hat es nun auch Stéphane Besle erwischt. Der 33-jährige Franzose wird in den nächsten Tagen wegen Verschleisserscheinungen an der Hüfte operiert. Nach dem medizinischen Eingriff muss der Abwehrchef aller Voraussicht nach für längere Zeit pausieren.

Die Ausfälle von Thaler und Besle zwingen FCA-Trainer Marco Schällibaum beim Rückrundenauftakt in einer Woche zu Umstellungen in der Innenverteidigung. Für die zwei Plätze in der zentralen Abwehrreihe im Heimspiel gegen den FC Schaffhausen gibt es trotz der gewichtigen Ausfälle aber immer noch drei Kandidaten: Es sind dies Pascal Thrier, Juan Pablo Garat und Olivier Jäckle.

Duell der Torhüter

Man darf gespannt sein, auf welche Startformation Schällibaum gegen den Tabellenletzten aus der Nordostschweiz setzen wird. Der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders ist grösser denn je. Brisant ist vor allem die Torhüterfrage: Im Testspiel gegen GC vor mehr als 800 Zuschauern auf dem Kunstrasen im Stadion Esp in Dättwil spielte Lorenzo Bucchi in der ersten und Ulisse Pelloni in der zweiten Halbzeit.

Schällibaum wollte sich nach dem Schlusspfiff bezüglich Goalie Nummer eins nicht in die Karten schauen lassen. Es scheint aber, dass Pelloni zum jetzigen Zeitpunkt die etwas besseren Karten hat als Bucchi.

Eine Woche vor dem Startschuss in die zweite Saisonhälfte hinterliess der FC Aarau bei der 1:4-Niederlage gegen den Superligisten aus Zürich einen zwiespältigen Eindruck. Vor der Pause spielte der Vierte der Challenge League schlecht und musste sich von GC regelrecht vorführen lassen. Das Team von Trainer Pierluigi Tami war in allen Belangen besser und führte dank Toren von Nedim Bajrami und Alban Pnishi mit 2:0.

Viel besser in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Hälfte steigerte sich der FC Aarau um Längen und war nach dem Anschlusstreffer von Sébastien Wüthrich dem 2:2 sehr nahe. Die GC-Joker Ridge Munsy und Nicolas Hunziker stellten in der Schlussphase mit den Toren zum 3:1 und 4:1 den Spielverlauf auf den Kopf. «Die Leistung in der ersten Halbzeit war ganz schlecht», sagte Schällibaum. «In der Pause wurde ich in der Kabine entsprechend laut. Mit dem Auftritt in der zweiten Hälfte war ich dann aber sehr zufrieden. Die Leistungssteigerung stimmt mich für das Spiel gegen Schaffhausen zuversichtlich.»

Telegramm:

FC Aarau - GC Zürich 1:4 (0:2)

Esp, Baden. – 821 Zuschauer. – SR: Superczynski. – Tore: 17. Bajrami 0:1. 42. Pnishi 0:2. 68. Wüthrich 1:2. 84. Munsy 1:3. 87. Hunziker 1:4.

Aarau: Bucchi (46. Pelloni); Giger (46. Markaj), Jäckle (46. Garat), Thrier, Mehidic; Burki; Tréand (46. Ciarrocchi), Wüthrich (85. Tasar), Audino (46. Perrier); Rossini, Josipovic (78. Romano).

GC: Vasic; Lavanchy (74. Qollaku), Bamert, Bergström (58. Zesiger), Antonov; Pnishi (46. Olsen); Caio (62. Gjorgjev), Brahimi, Bajrami (74. Pusic), Andersen (74. Munsy); Tabakovic (62. Hunziker).

Bemerkungen: Aarau ohne Besle, Peralta, Thaler (alle verletzt) und Hunn (U21). GC ohne Basic, Källström, Mall und Sigurjonsson (alle verletzt). – Verwarnung: 80. Hunziker (Foulspiel).