Landhockey

Eine der seltenen Niederlagen von Rotweiss Wettingen

Nun freuen sich die Rotweissen auf den Auftritt am Heim-Europacup.

Nun freuen sich die Rotweissen auf den Auftritt am Heim-Europacup.

Die NLA-Männer unterlagen Luzern mit 1:2, zeigten am Tag danach aber die erhoffte Reaktion und bezwangen Lugano gleich mit einem Stängeli (10:1). Auch für die Frauen erlebten zwei sehr enge Partien.

Vor dem heimischen Europacup ging es für Wettingens Männer in der Meisterschaft gegen den Erzrivalen aus Luzern und auswärts gegen Lugano.

Rotweiss Wettingen erwischte gegen den SC Luzern einen denkbar schlechten Start. Schon nach drei Minuten kamen die Zentralschweizer über die rechte Seite in den Kreis und versenkte den Ball erstmals im Netz. Die Zuteilung in der Defensive stimmte in dieser Situation überhaupt nicht.

0:2 nach sieben Minuten

In der Folge waren es wieder die Luzerner, welche durch einen Stockschlag im Kreis einen Siebenmeter zugesprochen bekamen. Mit ein bisschen Glück landete auch dieser in den Maschen und bereits nach sieben Minuten stand es 0:2 aus der Sicht der Aargauer.

Nun fand auch Wettingen langsam ins Spiel und konnte durch einen Ablenker von Angst den Anschlusstreffer erzielen. Es sah so aus als würde es ein sehr torreiches Spiel geben, im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gab es aber keine weiteren Tore, obwohl Rotweiss Wettingen mehrmals gefährlich im Kreis auftauchte.

Aufholjagd blieb ohne Ertrag

In der zweiten Hälfte kontrollierte Wettingen das Geschehen nach Belieben. Luzern konzentrierte sich auf die Defensive und verliess sich auf Kontermöglichkeiten, welche aber immer von der Wettinger Defensive frühzeitig entschärft werden konnten. Im Angriffspiel lief es bis zum gegnerischen Kreis eigentlich immer gut, schlussendlich fehlte aber der entscheidende Pass.

Keine der insgesamt zehn kurzen Ecken konnte von den Wettinger genutzt werden, immer wieder wehrte Luzern den Ball vom Tor weg ab und verhinderte einen weiteren Gegentreffer. Mit gefühlten 80 Prozent Ballbesitz bestimmte Rotweiss die gesamte zweite Hälfte, konnte sich aber keinen weiteren Treffer zuschreiben lassen. So endete das Spiel mit einem sehr glücklichen 2:1-Sieg für den Luzerner SC.

Torfestival in Lugano

Gleich am nächsten Tag konnte man sich gegen den HAC Lugano wieder das nötige Selbstvertrauen zurückholen. Bei perfektem Hockeywetter begann Wettingen druckvoll in die Startphase, ging auch durch Morard früh mit 1:0 in Führung. Keine zwei Minuten später war es Brunner, welcher den Torhüter zwischen den Schonern zum 2:0 erwischte.

Lugano stand tief in der eigenen Zone und überliess den Wettingern das Spielzepter. Mitte der ersten Habzeit wurde Steimer vom gegnerischen Torwart übel von den Beinen geholt. Verdikt: Rote Karte für den Torwart und Siebenmeter für Rotweiss Wettingen.

Nachdem ein Spieler von Lugano die Torwartausrüstung angezogen hatte, verwandelte Captain R. Steffen souverän zum Dreitorevorsprung. Noch vor der Halbzeitspause konnten Keller und N. Steffen den Vorsprung weiter ausbauen.

Durch eine kurze Ecke konnte auch B. Messerli reüssieren, welcher im Spiel gegen den Luzerner SC noch Gelbgesperrt zusehen musste. Wettingen kontrollierte auch dieses Spiel nach Belieben, hatte nur Grund zur Sorge, wenn Eigenfehler imSpielaufbau passierten. Zweimal Brunner und B. Messerli durch eine Strafecke erhöhten das Score weiter.

Brunner mit blutender Lippe

Brunner wurde zur tragischen Figur in diesem Spiel, nachdem er von einem eigenen Schläger im Gesicht getroffen wurde und mit blutender Lippe das Feld verlassen musste. Anschliessend durfte sic auch Kaufmann in die Torschützenliste eintragen lassen, nachdem ein Abpraller auf seinem Stock landete.

Den Schlusspunkt konnte dann doch noch der HAC Lugano setzen, nach einer kurzen Ecke nutzte man den dritten Abpraller zum Ehrentreffer. Am Schluss stand ein klares und verdientes 10:1-Stängeli an der Anzeigetafel.

Somit konnte man sich für die Schmach gegen Luzern rehabilitieren. Für den kommenden Europacup muss aber die Effizienz unbedingt hochgeschraubt werden. Ansonsten kann man sich nur schwer für die Aufstiegsspiele qualifizieren.

Rotweiss-Frauen gewinnen zu Hause mit 1:0

Im Spiel gegen die Luzerner Frauen wollte man eine klare Antwort auf die Niederlage vom letzten Wochenende geben. Dies gelang den Frauen von Rotweiss Wettingen jedoch in der ersten Halbzeit überhaupt nicht. Nur selten kamen sie in den Kreis des Gegners, mussten dafür einige heikle Situationen im eigenen Schusskreis klären. 

In der zweiten Hälfte konnten die Wettingerinnen ihr Spiel selbstsicherer und mutiger gestalten. Immer wieder kam es zu gefährlichen Torchancen im Kreis der Luzernerinnen. Das Siegestor fiel jedoch erst 7 Minuten vor Schluss durch Jessica Aebi.

Ein Punkt bleibt in Basel

Die Partie in Basel begann für die Wettingerinnen gar nicht so schlecht. Bereits nach 6 Minuten schoss Jessica Aebi die Rotweissen in Führung. Danach ging die Energie und der Wille verloren, die Frauen kamen nur noch selten vors Basler Tor, hatte man doch auch deutlich mit der sehr defensiven Spielweise der Baslerinnen zu kämpfen.

Das Team leistete keine gute Defensivarbeit und liess die Baslerinnen zu oft in den Kreis und so  war der Ausgleichstreffer, der noch vor der Halbzeitpause folgte, nur eine Frage der Zeit.

In der zweiten Hälfte konzentrierte sich das Geschehen auf die Basler Hälfte. Oft spielten sich die Wettingerinnen in den gegnerischen Schusskreis, brachten den Spielball  aber nicht über die Torlinie.

Wieder einmal musste man ins Penaltyschiessen. Dort kamen die Penaltyschützen dann richtig in Fahrt. Während die Baslerinnen allesamt an Torfrau Flurina Wälti scheiterten, versenkten schon die ersten drei Schützen von Rotweiss ihren Penalty im Tor.

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