Handball NLA
Eine Ansage an die Konkurrenz: Der HSC Suhr Aarau beschliesst die NLA-Finalrunde definitiv im dritten Rang

Der HSC Suhr Aarau besiegt Pfadi Winterthur auswärts mit 31:27 und sichert sich damit den Heimvorteil für den Playoff-Viertelfinal vorzeitig. Cheftrainer Misha Kaufmann sieht noch viel Potenzial in seinem Team: «Mit dieser Mannschaft ist alles möglich.»

Dean Fuss
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So sehen Sieger aus: Die Spieler des HSC Suhr Aarau feiern nach dem Sieg in Winterthur den fixen dritten Schlussrang in der Finalrunden-Tabelle.

So sehen Sieger aus: Die Spieler des HSC Suhr Aarau feiern nach dem Sieg in Winterthur den fixen dritten Schlussrang in der Finalrunden-Tabelle.

ZVG/Instagram

Kurz nach 19 Uhr ist es amtlich: Der HSC Suhr Aarau setzt ein weiteres Ausrufezeichen: Die Aargauer gewinnen am frühen Samstagabend auswärts bei Pfadi Winterthur mit 31:27 – und sichern sich damit bereits im zweitletzten Spiel der NLA-Finalrunde den dritten Schlussrang in der Tabelle.

Damit verbunden steht auch fest, dass der HSC in seiner Mitte April beginnenden Playoff-Viertelfinalserie Heimvorteil geniessen wird. «Das ist ganz geil», sagt HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten, fügt aber sogleich an: «Aber am Ende ist das gar nichts wert, wenn wir in den Playoffs drei Mal verlieren und dann gleich ausscheiden wie im vergangenen Jahr. Die Saison beginnt erst jetzt richtig.»

Der zwischenzeitliche Einbruch

Diese Aussage des 23-Jährigen, der mit elf Treffern der beste Werfer in den Reihen seiner Mannschaft war, darf von der Konkurrenz durchaus als Drohung verstanden werden. Welches Leistungsvermögen ein HSC in Topform hat, haben Aufdenblatten und Co. in der Finalrunde trotz fünf Siegen nur angedeutet.

So auch am Samstag vor 1023 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Axa Arena in Winterthur: Nach gut 25 Minuten und einer starken Vorstellung der Gäste lag der HSC mit 15:9 in Führung. Nach einer Systemumstellung Pfadis in der Deckung folgte ein fast schon unerklärlicher Einbruch mit der Folge, dass das Heimteam mit der Pausensirene zum 15:15 ausgleichen konnte.

«Das war wirklich ein Drama. Nach dem guten Start haben wir uns durch ihre Umstellung aus dem Konzept bringen lassen. Zum Glück kam dann die Pause, wo wir uns neu sortieren konnten», sagt Aufdenblatten.

Ausgangslage ist einfach: alles ist klar

Die Neusortierung ging nicht gerade eben leise über die Bühne: «Ich bin in der Garderobe schon laut geworden», sagt HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann nach der Schlusssirene und schmunzelt. «Für mich war das ein völlig unverständlicher Einbruch. Wir haben innert vier Minuten plus sechs Tore verspielt. Das geht nicht.» Zusammen mit seinem Assistenten Tom Reichmuth gelang es Kaufmann aber, sein Team wieder aufzurichten.

Er schaffte so die Grundlage, für eine eine einfache Ausgangslage für die letzte Finalrunden-Partie des HSC am kommenden Donnerstag gegen den BSV Bern Muri (Anpfiff: 20.15 Uhr): Es geht um nichts mehr. Aufgrund des starken Torverhältnisses (plus 49 Tore) kann der BSV (minus 6) den HSC in der Tabelle nicht mehr überholen.

«Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, auf den Verein. Wir leisten hier gute Arbeit», sagt Kaufmann. «Und wenn wir uns Potenzial in den Playoffs ausschöpfen, dann ist alles möglich.» Wenn das mal keine Ansage an die Konkurrenz ist.

Den ausführlichen Matchbericht zur Partie in Winterthur finden Sie hier.