Fussball
Eine Aktion sorgt für den Unterschied zu Gunsten von Rothrist

Der FC Rothrist zieht mit einem 1:0-Sieg über Wettingen in den Aargauer Cupfinal ein. Dort trifft der Wettinger Angstgegner auf Windisch. Der Zweitligist setzte sich im anderen Halbfinal gegen den Drittligisten Spreitenbach durch.

Andreas Fretz
Drucken
Teilen
Rothrists Torhüter Kay Trost (l.) stellte für die Wettinger (hier Jan Lanz, M.) ein unüberwindbares Hindernis dar.

Rothrists Torhüter Kay Trost (l.) stellte für die Wettinger (hier Jan Lanz, M.) ein unüberwindbares Hindernis dar.

GERRY FREI

Seit dem Wettinger Abstieg aus der 2. Liga interregional ist der FC Rohrist so etwas wie der Angstgegner der Altenburg-Equipe. In vier Meisterschaftsspielen gab es keinen Sieg und nur einen Punkt für das Team von Trainer Nicola Lombardi. Anders sieht die Bilanz im Aargauer Cup aus. Da traf man sich vor Jahresfrist in den Viertelfinals. Und der FC Wettingen behielt mit 4:0 klar die Oberhand. Gestern nun begegneten sich die beiden Teams in den Halbfinals des Cup-Wettbewerbs. Das Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten und -dritten der 2. Liga galt als «vorgezogener Final».

Topskorer Sünbül in München

Wer den «vorgezogenen Aargauer Cupfinal» dem «vorgezogenen Champions-League-Final» zwischen Bayern und Real vorzog, wurde für seinen Gang ins Stadion vorerst schlecht belohnt. Exakt einen Monat vor dem Finaltag in Brugg boten die zwei Mannschaften den 200 Zuschauern in der ersten Halbzeit Magerkost. Vorsichtig, fast ängstlich und in taktischen Fesseln gingen die beiden Zweitligisten ans Werk. Torschüsse Mangelware, Grosschancen Fehlanzeige. Brisant: Wettingen-Trainer Lombardi musste auf seinen Topskorer Hasan Sünbül (10 Saisontore) verzichten, der offenbar beim Champions-League-Halbfinal in München weilte. Zur Personalie Sünbül sagte Lombardi schlicht: «Abwesend.»

Rothrists Trainer Willy Neuenschwander jubelt mit Masseur Nino Granada nach dem Schlusspfiff.
4 Bilder
Wettingens Guelor Mukunay (l.) und Adrian Hoppler (r.) kommen gegen Marcio Dias nicht an den Ball.
Der Wettinger Lukas Hoevel (M.) kommt nicht durch die massive Abwehr der Gäste.
Der Rothrister Enrique Bem (M.) verteilt die Bälle in die Tiefe. Adrian Hoppler (l.) und Luca Figlioli (r.) sind zu langsam.

Rothrists Trainer Willy Neuenschwander jubelt mit Masseur Nino Granada nach dem Schlusspfiff.

GERRY FREI

Sehenswertes Tor von Erb

Lombardis Laune erhellte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Ganz im Gegenteil: In der 48. Minute gingen die Gäste aus Rothrist mit 1:0 in Führung. Rafael Erb versenkte die Kugel im Fallen sehenswert im hohen Eck. «Ein sehr schönes Tor», fand auch sein Trainer Willy Neuenschwander. Der Pass aus der Tiefe kam von Enrique Bem. «In diesem ausgeglichenen Spiel war der erste Fehler entscheidend», sagte Lombardi, «und wir haben den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren.» Gleichzeitig bemängelte Lombardi die mangelnde offensive Schlagkraft seine Equipe. Auch das Comeback von Stürmer Pascal Widmer brachte keine Wende.

Die clever spielenden Rothrister besassen in der Folge durch Manuel Zobrist zwei weitere gute Chancen (60. und 67. Minute), das Skore zu erhöhen. Wettingen tat sich im Abschluss weiter schwer. Die beste Gelegenheit besass Lukas Hoevel in der 82. Minute. Sein Schlenzer verpasste das Tor nur knapp. «Ich bin stolz auf meine Jungs», sagte Neuenschwander nach dem Erreichen des Cupfinals. Er sah ein ausgeglichenes Spiel, «in dem wir uns schwertaten, den Rhythmus zu finden. Spielerisch gibt es zwischen den beiden Teams kaum eine Differenz. Eine Aktion sorgte für den Unterschied».

Im Final gegen Windisch

Im Final des Aargauer Cups trifft der FC Rothrist auf Windisch. Der 2.-Ligist setzte sich im anderen Halbfinal gegen den Cup-Schreck FC Spreitenbach durch. Der Drittligist verlor sein Heimspiel gestern mit 1:2, nachdem er in den Runden zuvor mit Küttigen, Lenzburg und Fislisbach nacheinander drei 2.-Liga-Teams ausgeschaltet hatte.

Aktuelle Nachrichten