Challenge League

Ein Wohler Sieg als Zeichen für die Zukunft

Der FC Wohlen kann mit einem Sieg am FC Chiasso vorbei ziehen.

Der FC Wohlen kann mit einem Sieg am FC Chiasso vorbei ziehen.

Der FC Wohlen bodigt den FC Chiasso zuhause mit 2:1 und triumphiert nach vier sieglosen Spielen endlich wieder. Mit dem Sieg überholen die Freiämter den Gast aus dem Tessin in der Tabelle.

Es ist es ein Abend, der Mut macht. Nach den ersten kommunizierten Abgängen. Nach den vier sieglosen Partien. Nach den zwölf letzten Spielen, in denen man Chiasso im Freiamt zu Gast hatte und nur einmal siegen konnte. Mut gibt dieser Abend, weil lange vieles gelingt. Mit 2:1 ringt die Rueda-Elf Chiasso nieder. Ein Triumph, der Balsam ist. Für die Spieler. Für den Trainer. Für die Fans.

Drei Minuten benötigen die Freiämter lediglich, um gegen ein lethargisches Chiasso in Führung zu gehen. Der junge Marvin Graf profitiert von einem Sahnepass aus dem Fussgelenk von Captain Schultz und bezwingt Chiasso-Schlussmann Guatelli unaufgeregt. Eine halbe Stunde später ist es wieder Graf, der im Fokus steht.

Er versteht es, eine Lika-Flanke ideal zu verarbeiten und bedient den freien Muhammed Seferi. Der 20-jährige Mittelfeldmann tanzt daraufhin seinen Gegenspieler aus und bezwingt Guatelli mit einem Schlenzer. 2:0. Glücksgefühle.

Der Wohler Kombinationsfussball auf seinem Höhepunkt. Uninspirierter Fussball wegen fehlenden sportlichen Reizes? Fehlanzeige. Denn was die Freiämter in der ersten Halbzeit zeigen, gefällt. Wohl gemerkt: Es agiert ein FC Wohlen, der praktisch nur aus Spielern besteht, die ihre Zukunft im Freiamt sehen.

An diesem Abend stehen nämlich nur zwei Spieler auf dem Rasen, die nächstes Jahr mit Sicherheit nicht mehr das Wohler Dress tragen.  In dieser jungen Mannschaft steckt viel Potenzial, darüber hat Martin Rueda in dieser Saison schon mehrmals doziert. Gegen Chiasso muss der FCW-Coach für einmal nicht viel anfügen, sondern nur auf das Gezeigte verweisen. Fest steht, Rueda hat sein Tagesziel – den Zuschauern ein Gefühl der Zufriedenheit mit auf den Nachhauseweg zu geben – erreicht.

Nichtsdestotrotz gewinnt er der Darbietung nicht nur Positives ab. Wohlen agiert im zweiten Umgang teils zu nonchalant, was letztlich in Ciarrochhis Anschlusstreffer in der 58. Minute gipfelt. Das Hauptproblem: Die gefährlichen Chiasso-Konter, die ihren Ursprung in den unnötigen Ballverlusten der Wohler Offensive finden.

«Wir konnten den Ball schlicht zu wenig gut halten», findet Rueda. Gegen Chiasso werden diese Defizite nicht bestraft. «Gegen andere Team gewinnen wir dieses Spiel nicht», weiss Rueda.

In den letzten Wochen akzentuierte sich der Eindruck, dass der FCW zu sehr von Captain Schultz’ Leistung abhängig ist. Dieser These hält die Rueda-Elf an diesem Abend mit einer soliden Mannschaftsleistung entgegen.

Spiel verpasst? Der Spielvarlauf zum Nachlesen in unserem Liveticker:

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