Pascal Wittwer, der 29-jährige Wettinger in Basler Diensten, erhebt keine Ansprüche auf besonders tiefgreifende Erklärungsversuche der verschiedenen, in dieser Saison mehrmals durchlebten Gemütsphasen der Sharks. Seine Meinung ist entwaffnend einfach und ehrlich, aber vor allem auch pragmatisch positiv.

«Ich kann das Auf und Ab beim besten Willen auch nicht erklären, das ist ein wenig wie im normalen Leben, da läuft es auch einmal besser und einmal weniger gut.»

Wittwer weiss natürlich, dass er und seine Teamkollegen als (Profi-)Sportler in einem andern Fokus stehen als jene, die das Ganze von aussen verfolgen oder auf der Tribüne mitleiden.

«Das ist mir vollauf bewusst, aber wir haben mehrmals bewiesen, zu was wir fähig sind.» Das Ganze – so der Stürmer, der am Wochenende beim Sieg gegen Langenthal sein 250. Meisterschaftsspiel für die Sharks bestritt – sei ein «lang andauernder Lern- und Reifeprozess, der zu Beginn der neuen Saison mit dem neuen Trainerstab und dem neu zusammengestellten Team begonnen hat.»

Von der Entwicklung überzeugt

Wittwer weiss, wovon er spricht, er kann die Erfahrung aus sechs NLB-Saisons in Basel in die Waagschale werfen.

«Ich bin überzeugt, dass wir in dieser Meisterschaft – trotz einigen schwachen Phasen – einen entscheidenden Schritt weiter sind als vor einem oder mehreren Jahren: Wir haben ein super Teamgefüge, das hilft natürlich enorm, um Rückschläge, wie wir einige erlebt haben, zu verarbeiten.»

Wittwer unterstreicht auch, dass die Sharks seiner Meinung nach «wesentlich konstanter geworden sind, auch wenn die Bandbreite des Erfolges noch grösser ist, als sie eigentlich sein sollte.»

Und er begrüsst die Strategie der Klubführung, die auch in der Zusammenstellung des Teams für die nächste Saison auf Konstanz setzt. «Zu viele Wechsel sind nicht leistungsfördernd», meint Wittwer, der auch auf Konstanz in der Besetzung des Trainerpostens hofft.

Das Kollektiv ist am wichtigsten

Der flinke Flügelflitzer stellt seinen persönlichen Erfolg als drittbester Punktesammler hinter den beiden Ausländern in den Hintergrund. «Stürmer und nicht zuletzt ausländische Verstärkungsspieler werden natürlich auch an ihren statistischen Werten gemessen, das ist logisch. Aber im aktuellen Team ist der Erfolg als Mannschaft wichtiger als der persönliche.»

Er nennt auch gleich ein aktuelles Beispiel: Brandon Buck ist ein exzellenter Spieler, der uns extrem fehlt. Aber in den letzten beiden Spielen mit den Siegen in Visp und zu Hause gegen Langenthal haben andere Spieler für den Unterschied gesorgt. Und das macht uns stark.»

Wittwer ist überzeugt, dass «wir die Playoffs schaffen werden.» Er bleibt realistisch und auch vorsichtig, denn «in dieser ausgeglichenen Liga darf man sich nie auch nur eine Sekunde lang ausruhen.

Wir werden auch nicht den Fehler machen, zu euphorisch zu sein oder geschweige denn, einen Gegner zu unterschätzen.» Dazu gibt es auch keinen Grund, denn gegen die nächsten beiden Teams – Olten und Ajoie – hat Basel noch wenig Zählbares erreicht: Nur einen einzigen Punkt, bei sieben Niederlagen …