Fussball
Ein Tor, einen Punkt und viel Applaus für den FC Wohlen

Der FC Wohlen erreicht gegen Winterthur ein achtbares 1:1.Für die Mannschaft von Trainer David Sesa ist der Punkt gegen den Spitzenklub Winterthur womöglich Gold wert.

Ruedi Kuhn und Hannes Hurter
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Trainer David Sesa ist entspannt
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Trainer David Sesa gratuliert Torschütze Freddy Mveng
Winterthur-Star Patrick Bengondo in Aktion
FC Wohlen - FC Winterthur

Trainer David Sesa ist entspannt

Manuel Geisser

Endlich. Nach 369 Minuten ist der Bann gebrochen. Freddy Mveng erlöste den FC Wohlen mit dem ersten Treffer im fünften Heimspiel dieser Saison. Der Kameruner traf in der 9. Minute mit einem Flachschuss aus 15 Metern zum 1:0. Der Führungstreffer in der Startphase einer intensiven und temporeichen Partie gab den Freiämtern jene Sicherheit zurück, die in den letzten Spielen gefehlt hatte. Mehr noch. Wohlen zeigte sogar einige spielerische Glanzlichter, erspielte sich vier Grosschancen, liess es aber im Abschluss an Kaltblütigkeit vermissen. Dass es für die Freiämter am Schluss nur zu einem 1:1 reichte, mag für den Grossteil der 920 Zuschauer eine Enttäuschung sein.

Für die Mannschaft von Trainer David Sesa ist der Punkt gegen den Spitzenklub Winterthur womöglich Gold wert. Vielleicht ist dieser Achtungserfolg genau jene Moralspritze, die das zuvor kriselnde Team gebraucht hat. Vielleicht ist er sogar die Initialzündung für einen Sieg am Sonntag im Heimspiel gegen Vaduz. Sesa war jedenfalls zufrieden und sagte: «Das ist ein guter Punkt gegen eine gute Mannschaft. Die Reaktion nach dem schlechten Spiel in Locarno hat mir gefallen. Bei uns hat jeder für jeden gekämpft. Wir hatten mehr Chancen als der Gegner.»

Für Wohlen begann das Spiel optimal: Nachdem Patrick Bengondo für Winterthur die erste Hundertprozentige vergeben hatte, machte es Freddy Mveng auf der Gegenseite wie erwähnt besser. Nach dem Führungstreffer beruhigte sich das Geschehen. Die Zürcher hatten bis zum Pausenpfiff zwar mehr Spielanteile, kombinierten bis zur Strafraumgrenze gefällig, kamen aber zu keiner hochkarätigen Möglichkeit.

Nach dem Wechsel forcierten beide Teams die Offensive. Weil Ianu, Tosetti und Kuzmanovic in aussichtsreichster Position scheiterten, blieb es vorerst beim 1:0. Dann setzte Sesa ein Zeichen: Statt auf Defensive zu setzen, standen auf Wohler Seite nach 64 Minuten mit Ianu, Gaspar und Nenad Bijelic gleich drei Stürmer auf dem Platz. Statt 2:0 hiess es nach 76 Minuten aber 1:1. Joker Maurice Brunner traf zum Ausgleich. Wohlen reagierte – Gaspar und Bijelic verfehlten das Ziel jedoch knapp. Sven Lüscher hatte für Winterthur das 2:1 auf dem Fuss. Schliesslich blieb es beim Remis, das dem Spielverlauf entsprach. Wohlen hatte die klareren Chancen, Winterthur mehr Spielanteile.