Obwohl Rapisarda in Chiasso erstmals in der Rückrunde zur Startformation des FC Wohlen zählte, fügte er sich nahtlos in die Viererabwehrkette ein. Der 27-Jährige hatte beim 3:0-Sieg gegen die Tessiner einen guten Auftritt. Rapisarda gibt sich allerdings bescheiden und sagt: «Der Hauptgrund für den Erfolg war das Kollektiv. Das Team hat Kampfgeist und Einsatzwillen gezeigt und so das Glück auf seine Seite gezwungen.»

Gegenspieler als Herausforderung

Rapisarda kam in dieser Saison noch nicht auf Touren. Ausgerechnet vor dem ersten Spiel gegen den FC Aarau (0:1) zog sich der Abwehrspieler eine Bänderverletzung zu. Weil die Konkurrenz in der zentralen Abwehrreihe mit Winsauer, Alban Pnishi und Selver Hodzic stark ist, rückte ein Stammplatz für ihn in weite Ferne. Rapisarda versuchte sich mit starken Leistungen in den Trainings aufzudrängen, machte sich immer wieder Mut und sagt: «Eines habe ich in meiner Laufbahn gelernt.

Im Fussball geht es schnell abwärts, aber auch schnell aufwärts. Ich wusste, dass meine Chance früher oder später kommen wird.» Mal schauen, ob Rapisarda in Lugano erneut überzeugen kann. Einfach wird’s bestimmt nicht: Mit Armando Sadiku trifft er auf den mit Abstand gefährlichsten Mittelstürmer der Challenge League.

Wohlen könnte Lugano einholen

Mit einem Sieg im Stadio Cornaredo könnte Wohlen mit Lugano gleichziehen. Nach der 0:3-Forfaitniederlage gegen Locarno hat die Mannschaft von Trainer Raimondo Ponte nur noch drei Punkte Vorsprung auf die Freiämter. Angesprochen auf den Abstiegskampf sagte Wohlens Chefcoach David Sesa zu Beginn der zweiten Saisonhälfte: «Wir sind stark genug für einen Platz im Mittelfeld, wollen also nicht nach hinten sondern nach vorne schauen.» Und siehe da; setzen die Freiämter in den nächsten sieben Tagen in Lugano und in den Heimspielen gegen Locarno und Biel zu einem Höhenflug an, liegt Rang acht tatsächlich in Reichweite.