Faustball
Ein Sieg und eine Niederlage: Faustballer verpassen Zwischenziel

In der letzten NLA-Meisterschaftsrunde vor der Sommerpause feierten die Männer des STV Oberentfelden einen überlegenen Sieg gegen Neuendorf, mussten sich dann aber Diepoldsau knapp geschlagen geben.

Fabio Baranzini
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Die Oberentfelder hechten zu Boden, um das Ziel einer Medaille zu erreichen.

Die Oberentfelder hechten zu Boden, um das Ziel einer Medaille zu erreichen.

Fabio Baranzini

Das Ziel des NLA-Männerteams des STV Oberentfelden bis zur Sommerpause war der dritte Rang. Den hat die Equipe von Trainer Christian Zbinden verpasst. Allerdings nur ganz knapp: Die Oberentfelder stehen auf Rang vier mit gleich vielen Punkten (16) wie der drittklassierte Konkurrent aus Jona.

Gemessen an den vielen Verletzungen – zu Beginn der Saison fehlten Kevin Nützi und Brian Häfliger, in den letzten beiden Runden fiel Hauptangreifer Kevin Hagen aus – ist dieser vierte Platz aber eine mehr als beachtliche Leistung. „In Anbetracht der gesamten Situation ist das ein absolut tolles Resultat. Es hatte nur zwei, drei Spiele dabei, die wir etwas unnötig verloren haben“, so Zbinden.

Ein paar unnötige Fehler

Eines dieser Spiele war jenes vom vergangenen Wochenende gegen Diepoldsau. Die Oberentfelder, die das erste Duell des Tages gegen Gastgeber Neuendorf souverän mit 3:0-Sätzen gewonnen und dabei nur gerade acht Punkte abgegeben hatten, begannen auch gegen Diepoldsau stark. Den ersten Satz konnten die Suhrentaler, die mit Sascha Hagmann und Dominik Gugerli im Angriff sowie mit Manuel Mosimann, Kevin Nützi und Reto Hunziker in der Verteidigung antraten, mit 13:11 gewinnen.

Danach schlichen sich in den entscheidenden Situationen allerdings ein paar unnötige Fehler ein. «Ein paar Zuspiele waren etwas zu ungenau, im Angriff fehlte etwas die Präzision und dann hatten wir noch ein, zwei Missverständnisse auf dem Platz. Und so haben wir dann eine Partie aus der Hand gegeben, in der wir eigentlich das bessere Team waren», analysiert Zbinden das Spiel. Mit 10:12, 7:11 und 9:11 gingen die Sätze zwei bis vier an Diepoldsau.

Jetzt steht in der Meisterschaft eine zweimonatige Pause an. Erst Ende August stehen dann die vier abschliessenden Qualifikationsrunden auf dem Programm, in denen sich die Oberentfelder den dritten Platz doch noch sichern wollen. «Wir haben immer noch die Chance auf Platz drei und bis in zwei Monaten sind hoffentlich auch alle verletzten Spieler wieder einsatzbereit», blickt Zbinden voraus.

Eine Medaille ist das Ziel

Ferienstimmung kommt bei der ersten Männermannschaft des STV Oberentfelden aber noch keine auf, denn am Samstag steht noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: der IFA-Cup, das Pendant zur Europa League im Fussball. Bei diesem internationalen Anlass, der im thurgauischen Weinfelden über die Bühne geht, messen sich zehn Teams aus Italien, Tschechien, Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei am Samstag die Gruppenspiele (zwei 5er Gruppen) anstehen und am Sonntag um die Medaillen gekämpft wird.

Und genau in diesen Kampf will Christian Zbinden mit seinen Spielern eingreifen. «So wie wir in dieser Saison gespielt haben, liegt eine Medaille drin. Es wird extrem schwierig, aber die Chance ist da», gibt sich der Mann an der Seitenlinie optimistisch.