Orientierungslauf
Ein Schwede schlägt die Schweizer Eliteläufer

Teammeisterschaft in Zeiningen zum Saisonschluss. Die Aargauer T eams hatten «nur» Spass.

Wolfang Rytz
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Aarg. Orientierungslaufverband AOLV.gif

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Nicht Sprint-Europameister Fabian Hertner oder Ex-Weltmeister Matthias Merz jubelten mit ihrem Team. An den Hängen oberhalb von Zeiningen fühlte sich ein Nordländer besonders wohl. Anders Holmberg, Mitglied des schwedischen Nationalkaders und seit zwei Jahren im Baselbiet wohnhaft, bewältigte die 13,1 km lange Bahn mit 660m Steigung und 31Kontrollposten zusammen mit Kaspar Hägler und Roman Brogli am schnellsten. «Ich bin begeistert von dieser OL-Form, die wir in Schweden nicht kennen», schwärmte er. Hägler sprach von einem optimal aufgeteilten Rennen. Der Schwede lief die längsten Abschnitte, Hägler und Brogli entlasteten ihn dazwischen ideal. Weil Holmberg aber nicht titelberechtigt ist, ging Gold an Baselland, mit Fabian Hertner, Dominik Koch und Sebastian Hägler. «Auf dem längsten Zwischenstück verloren wir eine Minute, zudem blieb ich in einem Dickicht kurz stecken», suchte Hertner nach einer Erklärung für die 38 Sekunden Rückstand.

Nur Spass für Aargauer Teams

Die besten Aargauer, Matthias Merz und Matthias Müller, stützten sich auf zu wenig ausgeglichene Teams. «Spass hats trotzdem gemacht», bestätigten die beiden übereinstimmend. Immerhin gabs für das Merz-Trio Bronze. «Für Gold hätte alles passen müssen», erklärte Matthias Merz. Er selber hatte einen kleinen Fehler zu beklagen, und Bruder Jonas erwischte auf der längsten Postenverbindung keine schnelle Route. Gewohnt schnell war hingegen Simone Niggli. Die 17-fache Weltmeisterin spannte mit Bike-OL-Weltmeisterin Christine Schaffner und Vereinskollegin Franziska Wolleb zusammen. Dieses Trio siegte bei den Frauen mit fast vier Minuten Vorsprung.

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