Fussball

Ein Pokal und viel Ärger für Trainer Roger Wehrli

Aaraguer Cupfinal: So feiert der FC Entfelden

Aaraguer Cupfinal

Der FC Entfelden gewinnt den Aargauer Cupfinal gegen die Badener Reserven mit 2:1. Entfelden wiederholte damit den Vorrjahressieg. Für Entfelden geht es morgen gegen Wohlen U23 bereits weiter - zum grossen Ärger von Trainer Roger Wehrli.

Der Schlusspfiff. Die Spieler reissen die Arme hoch, jubeln, feiern Roger Wehrli und lassen den Erfolgstrainer hochleben. Nach dem 3:0-Sieg gegen Wettingen 93 vor einem Jahr gewinnt der 2.-Liga-Spitzenklub FC Entfelden zum zweiten Mal in Folge den Aargauer Cupfinal. Der Erfolg gegen die Badener Reserven musste nach dem Gegentreffer von Leiven Keller zum 1:2 nach einer Stunde allerdings erzittert werden. Mit etwas mehr Glück hätte der Aussenseiter durchaus noch das Ausgleichstor erzielen können. Elia Wälty vergab eine Viertelstunde vor Schluss die Chance zum 2:2. Kurz darauf wurde der Verteidiger wegen heftigen Reklamierens vom Platz gestellt. Zu zehnt fehlte dem 3.-Ligisten schlicht und einfach die Kraft, um die Wende zu erzwingen.

So feiert der FC Entfelden den Aargauer Cupsieg

Entfelden feiert den Cupsieg

Seis drum; die 1250 Zuschauer in der Schöftler Rütimatten sahen eine unterhaltsamen Partie. Hätte Daniel Waldmeier die erste Grosschance des Spiels genützt, wäre für den Aussenseiter vielleicht mehr drin gelegen. Der Angriffsgeist der Badener entpuppte sich jedoch als Strohfeuer. Nach dem frühen Schock nahmen die Entfelder das Zepter in die Hand und gingen dank Treffern von Arshik Ahmetaj und Marc Wehrli verdientermassen 2:0 in Führung. Verdientermassen deshalb, weil der brandgefährliche Ivan Lopez mit einem Kopfball aus kurzer Distanz die Latte und mit einem Penalty den Pfosten traf. Entfelden verpasste wegen schlechter Chancenverwertung eine frühzeitige Entscheidung. Und das rächte sich im Lauf der Partie beinahe. Roger Wehrli traf mit seiner Analyse denn auch den Nagel auf den Kopf und sagte: «Die erste Halbzeit war souverän, die zweite Halbzeit war schlecht. Fragen Sie mich aber nicht warum. Die Hauptsache ist doch, dass wir gewonnen haben.»

Wehrli aber konnte sich am Gewinn des Cups nicht freuen. Sein Ärger über die Ansetzung der nächsten Meisterschaftsrunde ist nämlich viel zu gross. Es ist tatsächlich kurios, dass der FC Entfelden nur 48 Stunden nach dem Cupsieg zum Auswärtsspiel gegen Wohlen U23 antreten muss. Eine Verschiebung kam für Wohlens Coach Markus Brunner nicht infrage. «Die Profis jammern schon», so Wehrli, «wenn sie innert dreier Tage ein Spiel haben. Und wir sollen innert zweier Tage zweimal spielen. Das kann nicht sein. Das ist eine absolute Schweinerei. Da hätte der Verband unbedingt ein Machtwort sprechen müssen.» Der Frust von Wehrli ist nachvollziehbar. Er fühlt sich verschaukelt. Schliesslich ist für ihn nach dem Cupsieg nun sogar der Gewinn des Doubles in Griffnähe. Zwei Runden vor Schluss braucht der 2.-Liga-Leader Entfelden im schlechtesten Fall noch einen Sieg für den Titel. Man darf gespannt sein, ob Wehrli im Freiamt wie angekündigt mit einer Senioren- oder Juniorenmannschaft spielen wird. Zuzutrauen ist es ihm allemal.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1