Eishockey 1.Liga
Ein Lebenszeichen der Argovia Stars im Strichkampf durch Sieg gegen Spitzenteam

Am Wochenende liessen ein Pflichtsieg und eine Ehrenmeldung mit Niederlage gegen ein Spitzenteam die Erwartungen für den weiteren Verlauf des Strichkampfes für die Argovia Stars eher sinken. Dass am Dienstag darauf der Tabellenweite EHC Thun in Aarau zu Gast war, liess die Hoffnung auch nicht gerade in die Höhe schnellen.

Clive Welter
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Der Siegestorschütze Pascal Wittwer.

Der Siegestorschütze Pascal Wittwer.

Zur Verfügung gestellt

Das Spiel, in dem die Argovia Stars wiedereinmal auf ein etwas grösseres Kader zählen konnten, begann sehr intensiv. Die Gäste aus Thun drückten mit vier Blöcken auf das Tempo und konnten die Aargauer entsprechend unter Druck setzen.

Die starke Gegenwehr der Platzherren hielt bis zur 11. Minute, in welcher dem EHC Thun verdient der Führungstreffer gelang. Wer dachte, die Aarestädter würden nun einbrechen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil fanden sie den Tritt immer besser und wurden bis Drittelsende ein gleichwertiger Gegner.

Sehr starkes Mitteldrittel führt zu Wende

Das Coachingduo Wittwer/Wehrli verstand es offenbar, ihren Spielern in der Pause die richtigen Worte mit auf den Weg zu geben, gelang es doch den Argovia Stars, den Schwung aus der Schlussphase des Anfangsdrittels sogleich wieder aufs Eis zu bringen.

In der 23. Minute gelang dann auch prompt der Ausgleichstreffer durch Augstburger (Steiner). Als die Thuner kurz darauf eine Strafe nehmen mussten, verwerteten die Gastgeber das Powerplay in der 25. Minute durch Barz (Frei C., Gisin) zum Führungstreffer, der die Partie auf den Kopf stellte.

Man hatte den Eindruck, dass die Thuner von der staken Gegenwehr überrascht waren und sich etwas Nervosität in ihren Reihen breit machte. Dennoch gelang es ihnen immer wieder, ihre Klasse aufblitzen zu lassen und offensive Nadelstiche zu setzen. Torhüter Sandro Wehrli war jedoch auch in diesem Spiel wieder ein sehr wertvoller Rückhalt und konnte sein Team durch starke Paraden im Spiel halten.

Dramatisches Schlussdrittel mit Verlängerung

Das letzte Drittel war von starkem Eishockey geprägt mit vielen guten Szenen auf beiden Seiten, jedoch fielen lange keine Tore. Kurz nach Beginn einer etwas unglücklichen Strafe gegen die Aargauer kam Thun in der 54. Minute zum Ausgleich. Hochspannung für die Schlussphase war somit garantiert.

In der 59. Minute kamen die Argovia Stars durch zwei Strafen der Thuner zu einer doppelten Überzahl, welche sie aber bis zum Spielende nicht zur Spielentscheidung nutzen konnten, weshalb die Verlängerung den weiteren Verlauf des Matches bestimmen musste. Nachdem die Aargauer die Reststrafe auch hier nicht zum Entscheidungstor ausnutzen konnten, begann das Spiel wieder hin und her zu wogen. Das Spektakel mit drei gegen drei Feldspielern war spannend anzusehen.

In der 63. Minute musste das Heimteam eine Strafe gegen sich in Kauf nehmen, das Schlimmste wurde befürchtet. In Unterzahl kamen die Stars jedoch durch Wittwer zu einem Konter, wo der Topscorer nur durch ein Foul gembremst werden konnte. Die Schiedsrichter entschieden auf Penalty, welchen Wittwer souverän zum vielumjubelten Siegtreffer verwerten konnte.

Hoffnungsschimmer im Kampf um die Playoffplätze

Durch die gewonnen zwei Punkte gegen den haushohen Favoriten aus dem Kanton Bern konnten die Aargauer unerwartet Boden im Kampf um die Playoffqualifikation gut machen.

Am Samstag um 17.30 Uhr, kommt es zum Showdown in der Direktbegegnung gegen den über dem Strich platzierten SC Lyss. Ein Sieg ist Pflicht, wenn die Playoffs in Reichweite bleiben sollen.