Der Schlusspfiff! Roger Geissberger steht am Spielfeldrand, reisst die Arme in die Höhe und wirkt sichtlich erleichtert. «Die erste Halbzeit war ganz stark, aber danach ging nicht mehr viel», sagt der Vizepräsident des FC Aarau. «Egal! Wichtig sind diesmal einzig und allein die drei Punkte!»

Wo Geissberger Recht hat, da hat er Recht. Nach den drei Niederlagen in Folge gegen GC (1:2), Chiasso (2:4) und Lausanne (1:5) ist der Mini-Sieg gegen Wil ein kleiner Befreiungsschlag. Nach sechs Spielen hat der FC Aarau nun sieben Punkte auf dem Konto. Und Trainer Patrick Rahmen hat die Gewissheit, dass seine Mannschaft noch gewinnen kann und dass er mit den jungen Donat Rrudhani und Kevin Spadanuda zwei Spieler zur Verfügung hat, die beide ein Versprechen für die Zukunft sind. Und der unverwüstliche Patrick Rossini hat mit dem im Endeffekt entscheidenden Treffer zum 1:0 nach 24 Minuten bewiesen, dass er immer noch torgefährlich ist.

Der FC Aarau übernahm von Beginn an das Zepter und hätte zur Pause weit höher als 1:0 führen müssen. Der zweite Saisontreffer von Rossini nach Vorarbeit von Rrudhani nach 24 Minuten war der verdiente Lohn einer starken Leistung. Die Wiler kamen kaum einmal aus ihrer Platzhälfte heraus und hatten Glück, dass es der Gegner an der nötigen Effizienz vermissen liess.

Zwei unterschiedliche Halbzeiten

Der FC Aarau verpasste es also vor der Pause, alles klar zu machen. Und weil sich die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen in der zweiten Hälfte äusserst schwer tat, wurde das Spiel in der hektischen Schlussphase zu einer Zitterpartie. Wil-Trainer Ciriaco Sforza brachte nach dem Wechsel mit Silvio und Mergim Brahimi zwei Offensivkräfte. Prompt wurden die Gäste stärker und kamen gegen Ende der Partie zu einigen Strafraumszenen.

Topchancen gab es allerdings keine. Schliesslich gewann der FC Aarau vor 2968 Zuschauern ein Spiel, indem er wie zuletzt so oft zwei Gesichter zeigte: In der ersten Halbzeit war fast alles gut, in der zweiten Halbzeit war vieles nicht so gut.

Nach dem 1:0-Sieg gegen Wil stehen die Aarauer vor einer dreiwöchigen Meisterschaftspause. Am Samstag, 21. September, 19 Uhr, folgt das Heimspiel gegen den FC Schaffhausen. Schon am Sonntag, 15. September, 16 Uhr, geht im Brügglifeld der Cupschlager gegen Sion über die Bühne. Diese Partie wird vom Schweizer Fernsehen live übertragen. Und so bietet sich dem FCA gegen die Walliser die Möglichkeit, wieder einmal schweizweit für Schlagzeilen zu sorgen.

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