Der frühere Spitzenschiedsrichter Daniel Wermelinger wird vor Ort entscheiden, ob gespielt werden kann oder nicht. Schon am Donnerstag nahm Wohlen-Präsident Andy Wyder mit Edmond Isoz Kontakt auf. Wyder informierte den Senior Manager der Swiss Football League über die schlechten Terrainverhältnisse im Stadion Niedermatten. Nach sorgfältiger Konsultation der Wetterkarten informierte Wyder Isoz dahingehend, dass im Aargau in der Nacht auf Freitag wieder Schneefall angesagt ist. Und siehe da; es fielen tatsächlich sechs Zentimeter Schnee.

«Es wäre eine Zwängerei»

Am Freitag wurde die weisse Pracht so gut wie möglich abgetragen, aber die Bedingungen sind weiterhin schwierig. «Der Untergrund ist butterweich», sagt Wyder. «Es wäre eine Zwängerei, wenn wir das Spiel durchführen würden. Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn. Der Platz müsste erst schneefrei sein und abtrocknen», fügt der Vereinsverantwortliche hinzu. «Dann könnten wir ihn lochen und sanden. Ein reguläres Spiel ist erst in einigen Tagen möglich.» Findet die Partie wider Erwarten doch statt, wäre der FC Wohlen bereit. Trainer David Sesa nahm Locarno am vergangenen Mittwoch im Derby gegen Lugano unter die Lupe. Er spricht zwar mit Respekt vor dem Gegner, hält aber fest: «Der FC Wohlen hat mehr Potenzial, mehr Qualität und mehr Erfahrung als Locarno. Wir dürfen den Gegner aber auf keinen Fall unterschätzen.»

«Uns fehlt das Siegergen»

Der FC Wohlen ist gegen Locarno also Favorit. Mit einem Erfolg gegen den Tabellenletzten würden die Freiämter allerdings nur die Pflicht erfüllen. Die Kür haben sie gegen Thun verpasst. Das Scheitern im Cup-Achtelfinal gegen die Berner Oberländer war für Wyder ein Riesenfrust. «Die Enttäuschung war gross», blickt der Klubboss zurück. «Ich brauchte einige Tage, um das Aus im Cup zu verdauen. Ich spürte während des Spiels, dass es nicht geht. Der letzte Kick ist nicht gekommen. Uns fehlt in wichtigen Spielen das Siegergen.»

Nur 15'000 statt 75'000 Franken

Die sportliche Seite ist die Eine, die finanzielle die Andere. Nach dem Ausscheiden in den Achtelfinals bekommt Wohlen vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) eine Prämie von 15'000 Franken. Hätte sich das Team für die Top 8 qualifiziert, wären vom SFV 75 000 Franken ausgeschüttet worden. Ausserdem hätte der FC Basel am Mittwoch, 27. Februar, im Stadion Niedermatten sicherlich mehr als 5000 Zuschauer angelockt. Hätte. Apropos 27. Februar: Dann soll das Spiel Winterthur - Wohlen nachgeholt werden. Wenn es nicht schneit.