Patrick Strebel ist eine treue Seele. Das zu wissen, kann behaupten, wer seine persönliche Einsatzstatistik für den HSC Suhr Aarau im Detail kennt. Wenn der Aargauer NLA-Klub am Samstag für das Gastspiel (Anpfiff: 18.00 Uhr) beim RTV Basel in der Sporthalle Rankhof einläuft, dann wird das für den 26-jährigen rechten Flügel ein spezieller Moment: Denn er wird in Basel seine 200. Meisterschaftspartie im Trikot des HSC bestreiten.

Bis zum Anruf der «Schweiz am Wochenende»war sich Strebel seines anstehenden Jubiläums nicht bewusst. «Ich wusste zwar, dass das irgendwann einmal in nächster Zeit ansteht, aber nicht, wann genau», sagt er. Seit der Saison 2011/12 spielt der Seetaler in der ersten Mannschaft des HSC. In bisher 199 Spielen hat er in den vergangenen sieben Jahren insgesamt 274 Treffer erzielt. «Mir persönlich sind diese Zahlen nicht so wichtig», sagt Strebel.

Trotzdem ist es ein durchaus bemerkenswertes Jubiläum: Im Ranking der aktiven Spieler mit den meisten Meisterschaftseinsätzen für den HSC folgt nämlich nach Strebel lange niemand mehr. Tim Aufdenblatten liegt mit aktuell 111 Partien abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Trainer Misha Kaufmann kommt zwar auf immerhin 123 Einsätze, allerdings nur 65 davon als Spieler.

Einen gäbe es, der Strebel noch etwas näher auf den Fersen wäre: Patrick Romann. Der nach der vergangenen Saison zurückgetretene Ehrencaptain, der am Sonntag, 30. November, anlässlich des vorverschobenen Heimspiels gegen den BSV Bern Muri (16.00 Uhr) offiziell vom HSC verabschiedet wird, hat es auf insgesamt 185 Einsätze für Suhr Aarau gebracht.

Patrick Strebel, der Romantiker

Zurück zu Strebel, der seine gesamte bisherige Karriere als Aktiver beim HSC absolviert hat und mit seinem persönlichen Jubiläum sinnbildlich für das Familiäre beim HSC Suhr Aarau steht: «Der Verein und die Leute, die hier dabei sind, bedeuten mir sehr viel», sagt er und fügt an: «Natürlich habe ich hier nicht nur Hochs erlebt, aber für mich war immer klar, dass man alles zusammen durchsteht. Vielleicht habeich eine romantische Vorstellung. Ich kann mir gut vorstellen, in der Schweiz nur für diesen einen Verein gespielt zu haben.»

Weil Strebel jeweils Einjahresverträge unterzeichnet, läuft sein Kontrakt beim HSC auch zum Ende dieser Saison aus. Der Student der Wirtschaftswissenschaften kann sich aber eigentlich nur einen Grund vorstellen, nicht beim einzigen NLA-Klub in seinem Heimatkanton zu verlängern: ein Angebot aus dem Ausland.

«Natürlich würde mich das reizen», sagt er, nur um sogleich anzufügen: «Aber, wenn ich mir vorstelle, einen Titel zu gewinnen, dann möchte ich das unbedingt mit dem HSC erleben. Schliesslich möchte ich dazu auch etwas beitragen und das kann ich hier am besten.»

Bevor es nun um Titel geht, muss Strebel erst einmal dazu beitragen, dass seine Mannschaft die Finalrunde erreicht. Nach zwei Niederlagen und einem Sieg muss für den HSC Suhr Aarau im Gastspiel bei Aufsteiger RTV Basel in der 4. Runde unbedingt ein Sieg her. Sonst muss der Saisonstart als missglückt bezeichnet werden.